Alkoholische Getränke

Spirituosen, weinähnliche Erzeugnisse und Bier

Was wird untersucht?

  • Spirituosen wie Weinbrand, Obstbrand, Rum, Whisky, Wodka, Liköre
  • weinähnliche Erzeugnisse (z.B. Erdbeerwein, Himbeerwein, Honigwein)
  • Biere 
  • Biermischgetränke

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

  • Bestimmung von Inhaltsstoffen (wie relative Dichte, Alkohol/ höhere Alkohole, Zucker, organische Säuren, Mineralstoffe)
  • Nachweis und Bestimmung von besonderen Inhaltsstoffen/Bestandteilen (wie Ethylcarbamat, Blausäure in Steinobstbränden, Eigehalt in Eierlikör, Coffein)
  • Untersuchung auf Zusatzstoffe (Farbstoffe,  Konservierungsstoffe, Süßstoffe)
  • Untersuchung auf Kontaminanten (Mykotoxine z.B. Ochratoxin A)
  • Untersuchung auf Rückstände insbesondere Schwermetalle und andere Elemente
  • mikrobiologische und sensorische Untersuchungen
  • Prüfung auf Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Bestimmungen bezüglich der Kennzeichnung

Die Untersuchungen von Spirituosen und weinähnlichen Erzeugnissen erfolgen im Rahmen der Norddeutschen Kooperation in Hamburg und Schleswig-Holstein. 

Untersuchungsergebnisse 2017

Weinähnliche Getränke - 46 Proben

davon 5 (10,9 %) beanstandet

Wertgemindert (1)
Ein Apfelwein wich in seiner Beschaffenheit (Geruch und Geschmack) deutlich von der Verkehrsauffassung ab und wurde in seinem Genusswert als wertgemindert beurteilt.


Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (3)
Ein Honigwein und ein Apfelwein wiesen einen abweichenden Alkoholgehalt auf. Bei weiteren Proben fehlten Losnummer und Angabe der Schwefelung. Eine Probe enthielt eine nicht korrekte Nährwertkennzeichnungstabelle.


Verstöße gegen sonstige Vorschriften und Hilfsnormen (1)
Bei einer Verfolgsprobe Apfelwein wurden zwei Fruchtfliegen innerhalb der Flasche festgestellt, wodurch Hygienebedingungen nicht erfüllt wurden.

Bier, bierähnliche Getränke - 117 Proben

davon 15 (12,8 %) beanstandet

Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (10)
Zwei isotonische alkoholfreie Biere wurden wegen fehlender isotonischer Eigenschaft hinsichtlich Osmolalität als irreführend beurteilt. Es wurden vielfältige Kennzeichnungsmängel beanstandet. Diese betrafen die Allergenkennzeichnung, das Zutatenverzeichnis, das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Füllmenge und die Nährwertkennzeichnung. Diese Kennzeichnungselemente waren nicht korrekt deklariert oder fehlten, insbesondere wurde die Zutat von Allergenen nicht hervorgehoben angegeben.


Verstöße gegen sonstige Vorschriften und Hilfsnormen (6)
Ein Bockbier wies einen zu geringen Stammwürzegehalt auf. Ein weiteres Bier wies als Zutat Honig auf, wodurch es ohne Ausnahmegenehmigung nicht der Bezeichnung entsprach. In vier Bieren (lose Ware) wurden coliforme Keime und relativ hohe Keimzahlen nachgewiesen. Die Proben wurden somit als hygienisch nachteilig beeinflusst beurteilt.


Hinweise (10)
Vier Bierproben (lose Ware) fielen mikrobiologisch durch erhöhte Keimzahlen auf. In fünf Proben war Gluten qualitativ nachweisbar, jedoch fehlte der Allergenhinweis. Dieser ist auch für Lebensmittel, die ohne Verpackung zum Verkauf angeboten werden, gesetzlich vorgeschrieben. Ein Bockbier wies einen abweichenden Stammwürzegehalt auf.