Jahresstatistik 2025

Zusammenfassung der untersuchten Proben auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und organischen Kontaminanten

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.062 Proben an Lebensmitteln, Futtermitteln und Umweltproben auf Pflanzenschutzmittelrückstände und organische Kontaminanten wie Acrylamid, per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, Pyrrolizidinalkaloide, Tropanalkaloide, Ergotalkaloide, Cannabinoide, Chinolizidinalkaloide und Süßstoffe untersucht.

Die im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung untersuchten 811 Proben an Lebensmitteln tierischer und pflanzlicher Herkunft sind in Tabelle 1 zusammengefasst. In dieser Übersicht sind die Proben des bundesweiten Lebensmittelmonitorings, die Proben zum Koordinierten Kontrollprogramm der EU (KKP) sowie Proben der Untersuchungsschwerpunkte für Mecklenburg-Vorpommern und Proben des Nationalen Rückstandskontrollplans enthalten.

Zusätzlich zu den aktuell gehaltenen Multimethoden (DFG S19 und QUECHERS) wurden folgende Einzelmethoden durchgeführt:

  • Dithiocarbamate
  • Glyphosat/ Ethephon
  • Chlormequat/ Mepiquat
  • Quaternäre Ammoniumverbindungen
  • Chlorat/Perchlorat
  • Acrylamid
  • Poly- und perfluorierten Alkylsubstanzen
  • Pyrrolizidinalkaloide
  • Tropanalkaloide
  • Ergotalkaloide
  • Cannabinoide
  • Chinolizidinalkaloide
  • Süßstoffe
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Glycoalkaloide

Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs werden routinemäßig auf ca. 470 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe geprüft. In pflanzlichen Lebensmitteln wurden 2025 insgesamt 4 Proben mit Höchstgehalts- bzw. Richtwertüber­schreitungen bei Pflanzenschutzmitteln und organischen Kontaminanten festgestellt.

In tierischen Lebensmitteln werden ebenfalls etwa 400 Pflanzenschutzmittelrückstände und organische Kontaminanten (wie PFAS) geprüft. Dabei wurde in 22 Proben eine Höchst­gehalts­über­schreitung bezogen auf Pflanzenschutzmittel und organischen Kontaminanten nachgewiesen, wobei 20 auf die 28 untersuchten Wildschweinlebern zurückgehen, welche im Rahmen eines Landesprogramms auf Poly- und perfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) untersucht wurden.

Tabelle 2 zeigt im Einzelnen die 2025 ermittelten Grenzwertüberschreitungen in pflanzlichen sowie tierischen Proben. Nicht aufgeführt sind die obig genannten Wildschweinlebern. Für die Beurteilung der 7 nachgewiesenen Höchstgehalts- bzw. Richtwertüberschreitungen wird die erweiterte Messun­sicherheit berücksichtigt, um gesicherte Aussagen zu Grenzwert­über­schreitungen zu erhalten. Solche gesicherten Grenzwertüberschreitungen traten in 3 der betreffenden 6 Proben auf. Gesicherte Höchstgehalts­überschreitungen führen zu Beanstandungen und werden, von den zuständigen Lebensmittelüber­wachungsämtern verfolgt, um Ursachen aufzuklären.

Tabelle 2: Untersuchungsergebnisse mit Grenzwertüberschreitungen 2025

Lebensmittel Herkunft Wirkstoff Gehalt [mg/kg] Höchstgehalt [mg/kg] Beanstandung
Hanfsamen, geschält Deutschland delta-9-THC-Äquivalente 5,381 3,0 Ja
Chips, gesalzen Ohne Angabe Acrylamid 1,054 0,75 Nein, Berücksichtigung der Messunsicherheit
Milchsofteis, Schokogeschmack Deutschland BAC-Summe 0,648 0,1 Ja
Softeis, Vanille Ohne Angabe BAC-Summe
DDAC-Summe
10,459
2,174
0,1
0,1
Ja
Espresso Ohne Angabe Acrylamid 0,454 0,4 Nein, Berücksichtigung der Messunsicherheit
Kaffee Pads Ohne Angabe Acrylamid 0,559 0,4 Nein, Berücksichtigung der Messunsicherheit