Epidemiologie

Dieses Wort definiert das Studium von Erkrankungen in Tierpopulationen einschließlich der Faktoren, die deren Verbreitung beeinflussen. 
Damit befasst sich die Epidemiologie nicht mit dem Einzeltier sondern mit Gruppen von Tieren, d. h. mit Herden, die auch den regionalen oder nationalen Maßstab überschreiten können.

Ansprechpartner

Dr. Doris Heim
Abteilung Veterinärdienste und Landwirtschaft

Je nach Fragestellung können dies Nutztierarten oder auch Wildtiere sein. 
Zum Handwerkzeug eines Epidemiologen gehören spezielle Kenntnisse im Umgang mit größeren Datenmengen und PC-Programmen.
Das Fachgebiet der Epidemiologie unterteilt sich grob in
- die beschreibende (deskriptive) und 
- die analytische Epidemiologie.
In der amtstierärztlichen Überwachung bewegt man sich üblicherweise im Bereich der deskriptiven Epidemiologie. Es wird beispielweise beim Auftreten einer Tierseuche in einem Geflügelbestand ermittelt, welche Anteile des Bestandes infiziert, erkrankt und gegebenenfalls verendet sind. Daneben wird untersucht, wie die Erkrankung in die Ställe kam, d. h., welche Vektoren oder Einschleppungsursachen damit in Verbindung stehen könnten und wie die Infektion unter Umständen schon weiter verbreitet sein worden könnte.

Aktuelles

Im Dezember 2015 wurde eine durch das LALLF koordinierte Umfrage zur Bienenhaltung und Bienengesundheit in Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen.
Befragt wurden gut 1.900 Imker (Antworten von 67 %). Die Ergebnisse dieser repräsentativen Studie finden Sie hier: pdf (621 kB)

Aufgaben des Epidemiologischen Dienstes (ED)

  • Präventive als Priorität wie auch Einbindung in das Tierseuchenkrisenmanagement
  • Operative und koordinierende Aufgaben ("Task Force") vor Ort
  • Konzeption & Auswertung von Tierseuchenübungen
  • Epidemiologische Analysen und Programme im Rahmen der Tierseuchen- und Zoonosebekämpfung
  • Konzepte zur Tierseuchen-Prophylaxe, Überwachungs-/Bekämpfungsprogramme
  • Gutachten und Risikobewertungen
  • Diagnostische Strategien und Fortbildungen

 Aufgaben des Epidemiologischen Dienstes (pdf 29 KB)