Alkoholfreie Getränke

Mineral-, Quell- und Tafelwasser, Fruchtsäfte und Erfrischungsgetränke

Was wird untersucht?

  • natürliche Mineralwässer
  • Quellwässer
  • Tafelwässer
  • Fruchtsäfte, Fruchtnektare, Fruchtsaftgetränke
  • Fruchtsaftschorlen
  • Limonaden, Brausen, funktionelle Getränke

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

  • Überprüfung der Reinheit, der stofflichen Zusammensetzung  von Wässern
  • Untersuchung der stofflichen Zusammensetzung der Getränke (Extrakt, Gesamtsäure etc.)
  • Bestimmung fruchtspezifischer Inhaltsstoffe (z.B. relative Dichte, lösliche Trockenmasse, Zucker, Mineralstoffe, organische Säuren) bei fruchtsafthaltigen Getränken
  • Nachweis und Bestimmung von besonderen Inhaltsstoffen wie Chinin, Coffein u. a.
  • Überprüfung der Mineralstoffzusammensetzung und des isotonischen Status von Elektrolytgetränken
  • Untersuchung auf Vitamine (wie Vitamin C, Vitamin E, Provitamin A, B-Vitamine u.a.)
  • Untersuchung auf Zusatzstoffe (z. B. Konservierungsstoffe, Süßstoffe, Farbstoffe)
  • Untersuchung auf Kontaminaten (wie Hydroxymethylfurfural als Maß für die thermische Belastung von Säften, Patulin in Apfelsaft u. a.)
  • Untersuchung auf Rückstände insbesondere Schwermetalle und andere Elemente
  • mikrobiologische Untersuchungen
  • Prüfung auf Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Bestimmungen bezüglich der Kennzeichnung

Untersuchungsergebnisse 2017

Fruchtsäfte, Fruchtnektare - 129 Proben

davon 15 (11,6 %) beanstandet

Nicht zum Verzehr geeignet (1)
Eine Probe mit der Bezeichnung ‚Bio-Apfelsaft‘ wurde aufgrund von Schimmelpilzwachstum im Bereich des Verschlusses als für den Verzehr durch den Menschen ungeeignet und somit als nicht sicheres Lebensmittel beurteilt.


Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (14)
Zwei Proben Sanddornfruchtsaftgetränk wurden als irreführend beurteilt, da trotz Auslobungen "pur", "rein“ und „unverfälscht" die Zutaten Zucker und der Zusatzstoff Xanthan als Stabilisator zur Herstellung verwendet wurden.

Die Angabe „ohne Zucker“ auf einem Etikett von einem Apfelsaft wurde als irreführend beurteilt, da der Zusatz von Zucker in diesem Falle nicht zulässig war (Werbung mit Selbstverständlichkeiten). Bei einer Probe Fliederbeersaft wurden Angaben zur Vorbeugung einer menschlichen Krankheit beanstandet. Bei einer Probe Sanddornsaft wurde ein Vitamin C – Gehalt ausgelobt. Hier fehlte die zugehörige vorgeschriebene Angabe in der Nährwertkennzeichnungstabelle.

Weitere Proben beispielsweise Saft, Nektar, Fruchtsaftgetränke wiesen diverse fehlerhafte  Kennzeichnungsangaben auf wie z.B. Mindesthaltbarkeitsdatum, Losnummer, Nettofüll-menge und Nährwertkennzeichnung.


Schadstoffe, Überschreitung von Höchstgehalten (1)
Bei einem  Apfelsaft wurde die Höchstmenge des Schimmelpilzgiftes Patulin überschritten.


Hinweise (4)
Bei einem Apfelsaft wurde eine erhöhte Keimzahl festgestellt, wonach eine hygienische Prozesskontrolle empfohlen wurde. Bei einer Probe wurden Schimmelpilzstrukturen nachgewiesen. Ein Holunderbeersaft enthielt keine Nährwertkennzeichnungstabelle. Eine Verfolgsprobe Apfelsaft wies Verunreinigungen auf bzw. in der Flasche auf und es wurden Schimmelpilzstrukturen nachgewiesen.

Alkoholfreie Erfrischungsgetränke - 140 Proben

davon 7 (5,0 %) beanstandet

Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (7)
Bei einer Fruchtschorle wurde der zu geringe Fruchtgehalt als irreführend beanstandet. Bei einem Fruchtsmoothie fehlte die Mengenkennzeichnung diverser Fruchtbestandteile, die bildlich auf dem Etikett dargestellt wurden. Bei drei weiteren Proben war die Angabe der Nährwertkennzeichnungstabelle zu beanstanden. Eine Limonade wies Kennzeichnungselemente ausschließlich in polnischer Sprache auf. Eine Cola als koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk wurde wegen der Zutatenbezeichnung ‚weitere Pflanzen‘ beanstandet.


Hinweise (5)
Drei Proben waren sensorisch bzw. mikrobiologisch auffällig. Zwei Proben wiesen Kennzeichnungsmängel hinsichtlich Angabe von Süßungsmitteln und Zucker sowie der Nährwertkennzeichnungstabelle auf.

Mineral-, Tafel-, Quellwasser - 118 Proben

davon 6 (5,1 %) beanstandet

Gesundheitsschädlich (1)
Bei einer Beschwerdeprobe Mineralwasser befand sich in der Mineralwasserflasche kein Lebensmittel, sondern eine Reinigungslauge mit dem pH-Wert von 12,75. Die Probe wurde als gesundheitsschädlich beurteilt.


Nicht zum Verzehr geeignet (1)
Eine Beschwerdeprobe Mineralwasser wurde auf Grund ihrer sensorischen Beschaffenheit (weiße Flocken) als kontaminiert mit einer unbekannten Substanz und somit als nicht sicher im Sinne von Art. 14 Abs. 2b in Verbindung mit Abs. 5 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 beurteilt. Die Ursache der Kontamination konnte nicht ermittelt werden.


Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (4)
Bei einer Probe Mineralwasser fehlte der bei der Nutzung einer gesundheitsbezogenen Angabe vorgeschriebene Hinweis zur „abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung“. Auf einer Probe war der Quellort nicht eindeutig angegeben und einmal war das Mindesthaltbarkeitsdatum unvollständig. Auf einer Probe wurde die Angabe der Mineralstoffgehalte als irreführend beurteilt.


Verstöße gegen sonstige Vorschriften und Hilfsnormen (1)
Eine Probe Eis zur Teigbereitung war sensorisch auffällig und wurde als nachteilig beeinflusst im Sinne der Lebensmittelhygieneverordnung beurteilt.


Hinweise (10)
Bei acht Mineralwässern entsprach der Mineralstoffgehalt nicht der in der amtlichen Anerkennung vorgegebenen Konzentration der charakterisierenden Parameter bzw. der im Analysenauszug angegebenen Konzentration. Eine Probe war sensorisch auffällig, wurde aber in einem Kunststoffgefäß zur Untersuchung eingereicht. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass das Probengefäß der Grund der Auffälligkeit war.Eine Beschwerdeprobe Wasser war im Geruch sensorisch auffällig. Die Ursache der Kontamination der Probe konnte nicht festgestellt werden.