Auswertung der Fischereiaufsicht im Jahr 2017

Kontrolldurchführung

Durch die Mitarbeiter der Fischereiaufsichtsstationen des LALLF wurden im Jahr 2016 - 3.663 Fischereikontrollen (davon 1.852 Seekontrollen und 1.811 Hafen-/Landkontrollen) und 14.593 Anglerkontrollen durchgeführt. 

Zusammen mit den rund 18.000 Kontrollen der ehrenamtlichen Fischereiaufsicht und den ca.10.000 Kontrollen der Wasserschutzpolizei wurden damit mehr als 42.000 Angler einer Kontrolle unterzogen.

Feststellung rechtswidriger Handlungen

Im Jahr 2017 wurden im LALLF insgesamt 1.380 rechtswidrige Handlungen gegen fischereirechtliche Vorschriften u.a. registriert. Die Anzahl ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken (- 10 %).
 
Die Feststellungen wurden im LALLF angezeigt durch:
Mitarbeiter des LALLF - 519 Fälle
Ehrenamtliche Fischereiaufseher - 431 Fälle
Wasserschutzpolizei  - 412 Fälle
sonstige - 18 Fälle

Bei den Anglern war die „Schwarzangelei“ – das Angeln ohne Erlaubnis – in Verbindung mit der Verletzung der Fischereischeinpflicht das häufigste Delikt. Die folgenden Ränge wurden wie im Vorjahr belegt durch das Angeln in Schonbezirken, das Angeln mit ungültigem Fischereischein, das Schleppangeln in Fischereibezirken und Verbotsbereichen, die Nichtbeachtung des Verankerungsgebotes im Strelasund und anderen Gewässerteilen, die Verwendung lebender Köderfische sowie die Nichtbeachtung der Schonzeiten und Mindestmaße der Fische.

 

Im Bereich der Berufsfischerei (Küste) waren die Feststellungen mit 148 Fällen zum Vorjahr aufch gleichbleibendem Stand. Ein erheblicher Anteil der Feststellungen war in der mangelhaften Kennzeichnung von Fanggeräten wie auch in der Verletzung des gemeinschaftlichen Fischereirechtes (Logbuch, Anlandeerklärung etc.) zu verzeichnen.

Im Bereich der Vermarktung von Fischereierzeugnissen wurden 76 Vorgänge registriert (35 Fischetikettierung, 11 Rückverfolgbarkeit, 30 Verkaufsbeleg).

Die Feststellung ordnungswidriger Handlungen bei Anglern ergab im Jahr 2017 1.152 Feststellungen mit 1.612 ordnungswidrigen Tatbeständen  (s.a. Tab.). 

Tab.: Art und Anzahl der registrierten ordnungswidrigen Tatbestände bei Anglern - Jahre 2012 - 2017
Tatbestand 2012 2013 2014 2015 2015 2017
Verletzung der Fischereischeinpflicht 409 403 536 591 544 454
Fischereischein ungültig 71 73 101 109 95 92
Nicht-mit-führen Angelerlaubnis (Küstengewässer) 447 426 484 422 462 395
Nicht-mit-führen Angelerlaubnis (Binnengewässer) 167 168 350 401 273 268
Mitführen Fanggeräte ohne Berechtigung/Dokumente 3 14 11 13 13 7
Verstöße gegen Mindestmaße / Schonzeiten 39 73 37 88 35 19
Nichtbeachtung der Schongebiete 146 153 148 261 203 244
Verwendung lebender Köderfische 16 17 25 21 22 21
Schleppangeln in Verbotsgebieten 43 63 49 63 80 57
Nichtbeachtung Verankerung in inneren Küstengewässern 44 45 79 114 65 47
Verletzung sonstiger Gebote und Verbote - - 88 89 81 31
gesamt 1.367 1.421 1.897 2.159 1.860 1.612

Ahndung rechtswidriger Handlungen

Die von den Kontrollbefugten festgestellten rechtswidrigen Handlungen werden durch das LALLF entsprechend der gesetzlich bestimmten Zuständigkeit entweder an die zuständige Behörde zur Entscheidung abgegeben oder es wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet welches i.d.R. durch Erhebung eines Verwarnungsgeldes oder Bußgeldes abgeschlossen wird.