Aktuelles aus der Abteilung Fischerei und Fischwirtschaft

Fischsterben im Kleinen und Großen Jasmunder Bodden der Insel Rügen

Seit Ende Dezember gibt es im Kleinen und im südlichen Teil des Großen Jasmunder Bodden ein Fischsterben. Die Ursache konnte noch nicht ermittelt werden.

In dem Zusammenhang empfiehlt der zuständige Landkreis Vorpommern-Rügen, die Fische dieser Gewässer weder zu angeln, noch zu verwerten oder zu verzehren. Fassen Sie tote Tiere nicht an und halten Sie Ihre Haustiere zurück.
Für nähre Informationen nutzen Sie bitte die Infos der entsprechenden Seite

Fish kill on Rügen
The Vorpommern-Rügen district recommends avoiding fishing in the area of the small and large Jasmunder Bodden, bordering the baltic sea.
There is currently a fish kill. The cause has not yet been clarified.
Fish from these waters should therefore not be fished, used or consumed until further notice.
Dead fish should also not be touched. Please keep dogs and cats away from fish carcasses.
The investigation into the dead fish is still ongoing. The coordination of all other measures is the responsibility of the State Office for Agriculture and the Environment  M-V in Stralsund.

NEU seit dem 07.12.2021: befristete Stilllegung von Fischereifahrzeugen (Dorschfischerei 2022)

Bitte folgen Sie hierzu diesem Link:

NEU seit dem 15.06.2021: Endgültige Stilllegung von Fischereifahrzeugen (Abwrackung)

Bitte folgen Sie hierzu diesem Link

Winterlagerschutzbestimmungen

Regelmäßig im Herbst ist die Einwanderung von Süßwasserfischarten in bestimmte Teile der Küstengewässer festzustellen. Diese wurden von der oberen Fischereibehörde als Winterlager im Sinne von § 18 Abs. 1 Ziffer 3 Landesfischereigesetz MV ausgewiesen und unter Schutz gestellt. In den Winterlagern gelten spezifische fischereiliche Verbote oder Einschränkungen.

  • Hafen Stralsund - zeitliche Geltung der Einschränkungen vom 12. Oktober bis einschließlich 10. März des Folgejahres
  • Lanckener Bek - zeitliche Geltung der Einschränkungen vom 1. November bis einschließlich 31. März des Folgejahres
  • Untere Ryck bei Greifswald - zeitliche Geltung der Einschränkungen vom 12. Oktober bis einschließlich 10. März des Folgejahres
  • Hafen Wolgast und angrenzende Gewässer - zeitliche Geltung der Einschränkungen vom 1. November bis einschließlich 31. März des Folgejahres
  • Untere Uecker - zeitliche Geltung der Einschränkungen vom 1. November bis einschließlich 31. März des Folgejahres

Die Veröffentlichung der Winterlagerregelungen wurden im Amtlichen Anzeiger - Anlage zum Amtsblatt M-V - bekannt gegeben. <mehr lesen>

Weitere Informationen zum Angeln in Winterlagern <mehr lesen>

 

Dorsch, Lachs: Tagesfangbegrenzung für 2022 festgelegt

Für das Jahr 2022 wurden mit Art.8 der VO(EU)2021/1888 die Bedingungen für die Freizeitfischerei in der Ostsee festgelegt. Danach darf in der westlichen Ostsee in den Untergebieten 22 und 23 und im Untergebiet 24 innerhalb von sechs Seemeilen von den Basislinien nur 1 Dorsch pro Tag von Anglern behalten (angeeignet) werden - in der Laichschonzeit vom 15.01. bis 31.03.2022 ist der Dorschfang verboten. In den Untergebieten 24 außerhalb von sechs Seemeilen von den Basislinien und in den Untergebieten 25 und 26 ist die Freizeitfischerei auf Dorsch verboten. Zuviel oder unzulässig gefangene Dorsche sind in das Gewässer zurückzusetzen.

Zusätzlich wurde in Art. 9 der VO festgelegt, dass die Freizeitfischerei auf Lachs in den Unterdivisionen 22-31 (gesamte Ostsee) verboten ist. Jedes gefangene Exemplar Lachs muss unverzüglich ins Meer zurückgeworfen werden. Ausgenommen hiervon sind Lachse, die als Smolt beim Besatz durch einen Fettflossenschnitt gekennzeichnet wurden (fehlende Fettflosse) - hier darf ein Exemplar pro Freizeitfischer und Tag an Bord behalten werden - die Anlandung aller gefangenen Fische muss jeweils als ganzes Exemplar (nicht geschlachtet oder filetiert) erfolgen.

 

Für das Jahr 2021 wurden mit Art.8 der VO(EU)2020/1579 wie bereits im Jahr 2020 mit Art. 7 der VO(EU)2019/1838 die Bedingungen für die Freizeitfischerei in der Ostsee festgelegt. Danach dürfen in der westlichen Ostsee in den Untergebieten 22 und 23 und im Untergebiet 24 innerhalb von sechs Seemeilen von den Basislinien nicht mehr als 5 Dorsche pro Tag von Anglern behalten (angeeignet) werden - in der Laichschonzeit vom 01.02. bis 31.03.2020 sind dies nur zwei Dorsche pro Tag und Angler (Kartendarstellung der Untergebiete). In den Untergebieten 24 außerhalb von sechs Seemeilen von den Basislinien und in den Untergebieten 25 und 26 ist die Freizeitfischerei auf Dorsch verboten. Zuviel oder unzulässig gefangene Dorsche sind in das Gewässer zurückzusetzen.

Fragen zur Dorschtagesfangbegrenzung - weiter lesen FAQ

Fischereiforschung: Telemetriefeld mit gelben Bojen westlich Boltenhagens

Durch Angler werden regelmäßig Anfragen an die obere Fischereibehörde zu einem Projekt des Thünen-Instituts für Ostseefischerei herangetragen.

Näheres zum Projekt finden Sie auf der website des Instituts:

www.thuenen.de/de/of/aktuelles-und-service/news/detail/News/besenderte-dorsche-neue-studie-zur-dorschoekologie-in-der-westlichen-ostsee/

 

Aalfangverbot in Küstengewässern und Ostsee

Aufgrund des Art. 12 der Verordnung (EU) 2021/92 ist in den Unionsgewässern (Meeresgewässer inkl. Brackgewässer, Mündungsgewässer, Küstenlagunen und Übergangsgewässer), für einen Zeitraum von drei aufeinanderfolgenden Monaten zwischen dem 1. August 2021 und dem 28. Februar 2022 jede gezielte und unbeabsichtigte Fischerei sowie Freizeitfischerei auf Europäischen Aal untersagt. Der Mitgliedstaat war verpflichtet die genauen Zeiten festzulegen und der EU-Kommission mitzuteilen.

Für die deutschen Meeresgewässer wurde ein generelles Aalfangverbot für die Zeit vom 01.11.2021 bis 31.01.2022 festgelegt. (Allgemeinverfügung siehe Rechtsvorschriften > Landesrecht)

 

 

Fischschonbezirk an der Unterwarnow (Bereich Mühlendamm)

Nach § 11 Abs. 5 Satz 3 der Küstenfischereiordnung vom 28. November 2006 (GVOBl. M-V S. 843), zul. geä. am 6.Januar 2020 (GVOBl. M-V S. 6) i.V.m. § 3 Abs. 2 der Nutzungsbedingungen über die Ausübung der Angelfischerei auf den Gewässern, für die die Hansestadt Rostock die Fischereirechte besitzt, vom 2.November 2005 (Städtischer Anzeiger Nr. 24 S. 5) ist im Bereich der Unterwarnow bei der Ausübung der Fischerei vom Stauwehr und der Schleuse ein Abstand von mindestens 100 Metern einzuhalten. 

Es haben sich in jüngster Zeit mehrere Angler bei der oberen Fischereibehörde gemeldet und Ihre Einschätzung mitgeteilt, dass es sich bei dem Schleusenbauwerk am Mühlendamm nicht mehr um eine Schleuse handelt und somit dort kein Schonbezirk existieren würde.

Das Schleusenbauwerk ist teilweise mit Sand verfüllt, so dass es als Bootsumtragestelle zwischen Oberwarnow und Unterwarnow genutzt werden kann – eine entsprechende Beschilderung ist ebenfalls angebracht.

Für die fischereirechtlich bindenden Bestimmungen des Schonbezirkes nach § 11 Abs. 5 Satz 3 der Küstenfischereiordnung und § 3 Abs. 2 der Nutzungsbedingungen der Hansestadt Rostock ist für die Ausdehnung des 100-m-Schonbezirkes nur der geografische Punkt des Schleusenbauwerkes – nicht jedoch die Funktionsfähigkeit der Schleuse – entscheidend.

Fazit: Das Angeln und Fischen in der Unterwarnow im Abstand von 100 Metern vom Schleusenbauwerk bleibt verboten - Verstöße stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und werden mit Bußgeld geahndet.

 

Informationsmaterial zum Angeln in Mecklenburg-Vorpommern

Mit Informationsmaterial (Flyer, Broschüren), welche der Fischereischutzverein M-V in Zusammenarbeit mit der oberen Fischereibehörde herausgegeben hat, sollen Anglern, wie auch Touristen die vielfältigen Informationen zum Angeln in den Küsten- und Binnengewässern des Landes M-V dargestellt werden. <weiter lesen>

 

Ansprechpartner

Hier finden Sie die Ansprechpartner aus dem Fachbereich Fischerei.