Arzneimittelgesetz: Änderungen für Tierhalter ab dem 01. November 2021

Am 01. November 2021 tritt das 17. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes in Kraft. Daraus ergeben sich Änderungen für alle, die an den Mitteilungsverpflichtungen der Tierhalter über Arzneimittelverwendungen in der Mast an die zuständige Behörde beteiligt sind. Im Folgenden sind die wichtigsten Fakten zusammengefasst:
1. Angabe des Anwendungs- oder Abgabedatums des Arzneimittels: Beim Einsatz von Arzneimitteln, die antibakteriell wirksame Stoffe enthalten, muss bei der Mitteilung zukünftig das Datum der ersten Anwendung oder das Abgabedatum des Arzneimittels angegeben werden.
2. Verpflichtende Nullmeldung: Auch wenn in einem Halbjahr keine Arzneimittel mit antibakteriell wirksamen Stoffen angewendet worden sind, muss dies der zuständigen Behörde mitgeteilt werden.
3. Schriftliche Versicherung auch elektronisch: Die Versicherung des Tierhalters, dass er sich an die Behandlungsanweisung des Tierarztes gehalten hat, kann zukünftig auch elektronisch direkt in die Datenbank erfolgen.
4. Bewertung bestimmter Wirkstoffkombination nur noch mit einem Wirktag: Antibiotika mit der Wirkstoffkombination von Sulfonamiden und Trimethoprim werden zukünftig nicht mehr mit doppelten Wirktagen gezählt. Das Gleiche gilt für eine Kombination von verschiedenen chemischen Verbindungen eines einzigen antibakteriellen Wirkstoffs.
 

In die Formulare und Merkblätter für Tierhalter sind die notwendigen Änderungen eingefügt.