Zeitweilige Stilllegung von Fischereifahrzeugen

Unterstützungsleistungen bei vorübergehender Einstellung der Dorschfischerei in der Ostsee 2022

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat mit Bekanntmachung vom 09.11.2021 zum Schutz des Dorschbestandes in den ICES-Untergebieten 22-24 der Ostsee für Fischereifahrzeuge mit einer Länge über alles von 8 m oder mehr eine weitere Schließungszeit für die Dorschfischerei von 30 Tagen festgelegt.

Die Schließungszeit umfasst in der Regel drei geschlossene Blöcke á 10 Tage im Zeitraum 01. bis 14. Januar, 01. April bis 14. Mai und 01. November bis 31. Dezember 2022.

Ostseefischereibetrieben, die auf Grund dieser Bekanntmachung ihre Fischereifahrzeuge in der o.g. Schließungszeit befristet stilllegen, können hierfür Unterstützungsleistungen gewährt werden.

Eine geförderte zeitweise Stilllegung ist in der Regel für 30, 20 oder 10 Tage  möglich, d.h. für drei, zwei oder einen 10-Tagesblöcke. Ausnahmen gelten nur für Betriebe, die nicht mehr in diesem Umfang über mögliche Stillliegetage verfügen.

Hinweis:

Die Antragstellung ist bisher nur für den EMFF möglich. Es gibt noch keine Fördermöglichkeiten für die zeitweilige Stilllegung im Jahr 2022 aus dem neuen Folgeinstrument EMFAF (Europäischer Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds).

Bitte beachten Sie dazu die näheren Hinweise am Anfang des Merkblatts!

 

Unterstützungsleistungen gem. Richtlinie des Bundes zur Förderung von Maßnahmen zur Anpassung der Fischereitätigkeit und der Entwicklung der Fischereiflotte (MAF-BMEL) vom 15.12.2015 in der geltenden Fassung

Neben Art. 33 der VO (EU) 508/2014 gelten insbesondere die Bestimmungen der MAF-BMEL und des Erlasses des BMEL vom 02.12.2021, 16.12.2021 und 03.02.2022.

 

Gefördert werden ausschließlich Eigner von Fischereifahrzeugen der Seefischerei im Haupterwerb gem. 4.2 MAF-BMEL.

In den Stillliegezeiträumen sind sämtliche Fischereitätigkeiten des Fördermittelempfängers, auch nicht-kommerzielle sowie wissenschaftliche Fischereitätigkeiten, einzustellen! Alle zum Fischereibetrieb gehörenden Fischereifahrzeuge sind durchgängig stillzulegen (Verbleib im Hafen).

Die Unterstützungsleistung setzt sich zusammen aus einem Sockelbetrag pro Stillliegetag (Tagessatz) plus einer Vergütung für die dem Betrieb im Jahr 2016 insgesamt zugewiesenen Quoten für Dorsch in den ICES-Untergebieten 22-24. Der Tagessatz wird nur für ein Fischereifahrzeug je Fischereibetrieb gewährt.

Die Unterstützungsleistungen werden durch das LALLF vor Beginn der Einstellung der Fischereitätigkeit bewilligt, d.h. Anträge müssen zwingend vorher gestellt werden!

 

Fristen für die Antragstellung:

Der Antrag ist mindestens 6 Wochen vor Beginn der geplanten Stilllegung unter Verwendung des Antragsformulars und der Anlagen zu stellen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt sowie den Rechtsvorschriften.

 

Ansprechpartner:    Herr Holznagel          Tel.:  0381 – 4035 722                E-Mail: matthias.holznagel[at]lallf.mvnet.de

Vertreter:                 Herr Schmitt              Tel.:  0381 – 4035 710                E-Mail: michael.schmitt[at]lallf.mvnet.de

Endgültige Stilllegung von Fischereifahrzeugen (Abwrackung)

Prämien für die endgültige Einstellung der Fangtätigkeit (Abwrackung) im Jahr 2021

Richtlinie des Bundes zur Förderung von Maßnahmen zur Anpassung der Fischereitätigkeit und der Entwicklung der Fischereiflotte (MAF-BMEL) vom 15.12.2015, zuletzt geändert am 22.04.2021

Mit Änderung der Richtlinie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Förderung von Maßnahmen zur Anpassung der Fischereitätigkeit und der Entwicklung der Fischereiflotte (MAF-BMEL) vom 22.04.2021 kann zur Herstellung eines Gleichgewichts zwischen den Fangkapazitäten und den Fangmöglichkeiten der deutschen Fischereiflotte eine Prämie für die endgültige Einstellung der Fangtätigkeit im Jahr 2021 gewährt werden.
Es gelten insbesondere die Bestimmungen der o.g. Richtlinie und des Erlasses des BMEL vom 06.05.2021 sowie der Verordnung (EU) 508/2014.
Gefördert werden ausschließlich Ostseefischereibetriebe im Haupterwerb. Anträge können durch Eigner von aktiven Fahrzeugen gestellt werden. Abgewrackt werden können Fischereifahrzeuge aus folgenden Flottensegmenten:
- Passive Fischerei: < 10 m Lüa, 10-12 m Lüa
- Stellnetzfahrzeuge: 12-18 m Lüa
- Reusenfischerei: 12-18 m Lüa
- Schleppnetzfischerei demersal: 10-2, 12-18, 18-24, 24-40 m Lüa
- Schleppnetzfischerei pelagisch: 10-12, 12-18, 18-24, 24-40 m Lüa

Das abzuwrackende Fischereifahrzeug muss zum 06.05.2021 über Basisquoten von insgesamt mindestens einer Tonne für Dorsch in den ICES-Untergebieten 22-24 und/oder 25-32 und/oder für Hering in den ICES-Untergebieten 22-24 verfügen.
Die Fahrzeuge sind abzuwracken, d.h. zu verschrotten. Ausnahmen sind ausschließlich bei traditionellen hölzernen Schiffen möglich (dauerhafte Verbringung an Land).
Hinweis: Von der Abwrackprämie wird gem. geltendem EU-Recht die gesamte Unterstützung abgezogen, die den Schiffseignern für die Förderung der zeitweiligen Stilllegung (Stillliegeprämien) für dasselbe Schiff gewährt wurde.

Anträge sind beim LALLF oder den Fischereiaufsichtsstationen bis spätestens 15. August 2021 zu stellen!
Anträge sind unter Verwendung des Antragsformulars und der Anlagen zu stellen.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt sowie den Rechtsvorschriften.

Ansprechpartner:
Herr Holznagel
Tel.: 0381 – 4035 722   
E-Mail: matthias.holznagel[at]lallf.mvnet.de   

Herr Schmitt
Tel.: 0381 – 4035 710
E-Mail: michael.schmitt[at]lallf.mvnet.de