Suche

Ansprechpartner

Cornelia Trapp

 

Spirituosen, weinähnliche Erzeugnisse und Bier

Was wird untersucht?

  • Spirituosen wie Weinbrand, Obstbrand, Rum, Whisky, Wodka, Liköre
  • weinähnliche Erzeugnisse (z.B. Erdbeerwein, Himbeerwein, Honigwein)
  • Biere 
  • Biermischgetränke

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

  • Bestimmung von Inhaltsstoffen (wie relative Dichte, Alkohol/ höhere Alkohole, Zucker, organische Säuren, Mineralstoffe)
  • Nachweis und Bestimmung von besonderen Inhaltsstoffen/Bestandteilen (wie Ethylcarbamat, Blausäure in Steinobstbränden, Eigehalt in Eierlikör, Coffein)
  • Untersuchung auf Zusatzstoffe (Farbstoffe,  Konservierungsstoffe, Süßstoffe)
  • Untersuchung auf Kontaminanten (Mykotoxine z.B. Ochratoxin A)
  • Untersuchung auf Rückstände insbesondere Schwermetalle und andere Elemente
  • mikrobiologische und sensorische Untersuchungen
  • Prüfung auf Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Bestimmungen bezüglich der Kennzeichnung

Die Untersuchungen von Spirituosen und weinähnlichen Erzeugnissen erfolgen im Rahmen der Norddeutschen Kooperation in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Untersuchungsergebnisse 2016

Weinähnliche Getränke: 42 Proben, davon 5 beanstandet (11,9 %)
Nicht zum Verzehr geeignet (1)
Ein Erdbeerwein war aufgrund der stark abweichenden Sensorik zum Verzehr nicht mehr geeignet.
Wertgemindert (1)
Ein Apfelcider wich in seiner Beschaffenheit (Geruch und Geschmack) deutlich von der Verkehrsauffassung ab und wurde in seinem Genusswert als wertgemindert beurteilt.
Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (4)
Drei Proben wiesen Kennzeichnungsmängel wie fehlende Allergenzeichnung, fehlende Bezeichnung oder fehlende Bio-Pflichtangaben im Zutatenverzeichnis auf. Eine Probenkennzeichnung enthielt eine unzulässige gesundheitsbezogene Angabe ("belebend und bekömmlich").
Hinweis (3)
Drei Fruchtweine waren sensorisch durch unreine, schweflige und esterartige Noten auffällig.


Bier, bierähnliche Getränke: 152 Proben, davon 13 beanstandet (8,6 %)
Nicht zum Verzehr geeignet (2)
Zwei Bierproben (lose Ware) wurden aufgrund ihrer sensorischen und mikrobiologischen Beschaffenheit (Schimmel, Hefen und Gesamtkeimgehalt) als verdorben und somit als zum Verzehr durch den Menschen ungeeignet und nicht sicher beurteilt.Wertgemindert (2)
 „Landbier“ wurde durch unterschiedliche Projekte zweimal zur Untersuchung vorgelegt. Beide Male wies es einen deutlich säuerlichen Geschmack auf, wodurch es von der Verbrauchererwartung an ein Bier mit der Produktbezeichnung Landbier deutlich abwich. Aufgrund der sensorischen Mängel wurde es als in seinem Genusswert gemindert beurteilt.
Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (9)
Es wurden vielfältige Kennzeichnungsmängel beanstandet. Diese betrafen den Alkoholgehalt, die Allergenkennzeichnung, das Zutatenverzeichnis, das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Nährwertkennzeichnung. Diese Kennzeichnungselemente waren nicht korrekt deklariert oder fehlten.
Verstöße gegen sonstige Vorschriften und Hilfsnormen (2)
In zwei Bieren (lose Ware) wurden coliforme Keime und relativ hohe Keimzahlen nachgewiesen. Die Proben wurden somit als hygienisch nachteilig beeinflusst beurteilt.
Hinweise (16)
Viele Bierproben (lose Ware) fielen mikrobiologisch durch erhöhte Keimzahlen auf. In allen Proben war Gluten qualitativ nachweisbar, jedoch fehlte der Allergenhinweis. Dieser ist auch für Lebensmittel, die ohne Verpackung zum Verkauf angeboten werden, gesetzlich vorgeschrieben.



zuletzt geändert am: 26.01.2018