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Gartenwegschnecke

Schaderreger

Arion hortensis (Echte Gartenwegschnecke) und Arion distinctus (Gemeine Gartenwegschnecke)

Kleine dunklenbraun bis schwarze 4 cm lange Nacktschnecken. Seitenbinden können vorhanden sein.

Wirtspflanzen

Wie bei den meisten Schneckenarten handelt es sich bei den Gartenwegschnecken um Allesfresser. Die vornehmlich unterirdisch lebenden Tiere schädigen vor allem Wurzelgemüse und keimende Saaten.  

Bedeutung
Auftreten in M-V:

Im Unterschied zu den großen Arion-Arten (A. lusitanicus, etc) sind diese Tiere in der Lage ein Ackerfeld komplett zu besiedeln. Ein Abschätzen der Populationsdichte dieser, fast vollständig unterirdisch lebenden, Schnecken ist extrem schwierig.

Schadbild / Symptome

Ungenügender oder komplett ausbleibender Auflauf einer Feldkultur kann, neben vielen anderen Ursachen, auch auf einen massiven Befall mit Gartenwegschnecken zurückzuführen sein.

Verwechslungsmöglichkeiten

Ein ähnliches Erscheinungsbild haben die Gelbstreifige Wegschnecke (Arion fasciatus) und die Wald-Wegschnecke (Arion silvaticus). Diese beiden Arten treten jedoch als Kulturschädlinge nicht in Erscheinung.
Eine exakte Artbestimmung ist nur durch eine Sektion möglich.

Diagnosehinweise

Wie bei allen Nacktschneckenarten ist das Auslegen beköderter Schneckenfolie die einzig praktikable Methode einen Befall festzustellen. Ein Auspülen gestochener Bodenproben ist sehr aufwending und für den Praktiker nicht geeignet, kann mitunter aber ein genaueres Bild über die Größe der vorhandenen Schneckenpopulation geben.

Befallsbegünstigende Faktoren - vorbeugende Maßnahmen

Der Aufbau einer schädigend wirkenden Schneckenpopulation erfolgt nicht über Nacht. Alle Nacktschnecken sind auf genügend Feuchtigkeit im Jahresverlauf angewiesen, um sich massenhaft vermehren zu können. Hat sich eine große Schneckenpopulation im Bestand aufgebaut, sind am ehesten die Frühsaaten im Herbst gefährdet.

Bekämpfungsmöglichkeiten

Ein optimales Saatbett mit zügigen Entwicklungsmöglichkeiten für die Kultur verringern die Gefahr von Schäden. Eine Schonung und Förderung natürlicher Gegenspieler (vor allem: Laufkäfer, Igel, Spitzmäuse und Vögel) kann Gefahr eines Aufbaus einer kritischen Schneckenpopulation bereits erheblich reduzieren.
Für den Ackerbau stehen zur Zeit zwei Wirkstoffe zur chemischen Bekämpfung zur Verfügung (Metaldehyd und Eisen-III-Phosphat). Molluskizide mit dem Wirkstoff Methiocarb besitzen keine Indikation für Ackerbaukulturen mehr. Auf eine ausreichende Köderdichte ohne Überschreitung der zugelassenen Aufwandmengen ist zu achten. Der Erfolg dieser auf die Bodenoberfläche gestreuten Präparate muss jedoch aufgrund der meist unterhalb der Bodenoberfläche lebenden Arten nicht immer zufriedenstellend sein.



zuletzt geändert am: 22.09.2015