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Sachgerechte Reinigung von Feldspritzen

Die fachgerechte Reinigung der Spritzgeräte ist eine wichtige Forderung der "Guten fachlichen Praxis" im Pflanzenschutz und trägt wesentlich zur Vermeidung von Schäden bei, verhindert den Eintrag von PSM-Rückständen in Oberflächengewässern und sichert die Funktionstüchtigkeit der Feldspritzen.
Die Reinigung der Pflanzenschutztechnik sollte grundsätzlich auf der Behandlungsfläche erfolgen, wobei die Nähe zu Oberflächengewässern zu vermeiden ist.
Einfaches Reinigen: durch Spülen der brüheführenden Bauteile genügt, wenn keine speziellen Hinweise zur Gerätereinigung in der Gebrauchsanleitung des verwendeten Pflanzenschutzmittels angegeben sind.
Im leergefahrenen Gerät verbleibt die technische Restmenge (Armatur, Schlauchleitungen, Pumpe, Filter, Behälter). Diese Menge ist bei jedem Gerät unterschiedlich, sie kann in der Gebrauchsanleitung nachgelesen werden. Die Restmenge ist im Verhältnis 1 : 10 mit Frischwasser verdünnt auf der Behandlungsfläche auszubringen.
Damit sich keine PSM-Rückstände anlagern und verkrusten können, sind nach jeder Unterbrechung der Spritzarbeiten die flüssigkeitsführenden Bauteile (Leitungen, Pumpe, Armaturen, Düsen) mit Frischwasser zu spülen. Zusätzliche Frischwasserbehälter sollten aus diesem Grund Standard sein. Filter- und Düsenverstopfungen werden dadurch verhindert. Bei Geräten ohne Frischwasserbehälter sollten bei längeren Arbeitspausen die Düsen und Düsenfilter ausgebaut und von Hand mit sauberem Wasser gespült werden.
Gründliche Innenreinigung: muss erfolgen, wenn dazu Hinweise in der Gebrauchsanleitung des verwendeten Pflanzenschutzmitteln gegeben werden, wenn die nachfolgende Kultur empfindlich reagieren kann, als Vorbereitung zur Einwinterung und vor der technischen Überprüfung der Feldspritze.
Nach der restlosen Entleerung des Spritzgerätes erfolgt sofortiges Spülen auf dem Feld. Bei Geräten mit Innenreinigungsdüsen wird ein rotierender Sprühkopf über eine separate Druckleitung zugeschaltet und reinigt den Behälter innen aus dem Frischwassertank.
Verfügt das Pflanzenschutzgerät nicht über eine Innenreinigungsdüse, ist der Spritzbehälter zu 10 % mit Klarwasser zu füllen, dabei sollte auf eine Benetzung der Behälterinnenseite, des Einfüllsiebes und Behälterdeckels geachtet werden.
Anschließend wird das ganze Spritzsystem durchgespült und entleert.
Bei notwendiger Verwendung eines Spezialreinigers (Agro clean, Agro-Quick, All Clear Extra) ist dann der Behälter zu 25-50 % mit Klarwasser zu füllen, bei laufendem Rührwerk wird der Spezialreiniger in der vorgeschriebenen Dosierung zugegeben. Die Reinigungslösung kann nach einer Zirkulationszeit von ca. 15 Min. durch die Düsen verspritzt werden, wobei alle Teilbreiten durchzuschalten sind. Den Vorgang ggf. mit Klarwasser zweimal wiederholen.
Danach die Düsen und Filter sowie vorhandene Blindstutzen ausbauen, in Reinigungslösung legen und von Hand mittels Bürste reinigen, mit klarem Wasser abspülen und wieder einbauen, abschließend mit klarem Wasser spülen und aussprühen.
Außenreinigung: ist bei starker Verschmutzung nach der Ausbringung aggressiver Agrochemikalen, vor der technischen Überprüfung und als Vorbereitung für die "Einwinterung" erforderlich. Dafür hat sich die Verwendung von Hochdruckreinigern mit Dosierungsmöglichkeit für den Zusatz von Spezialreinigern bewährt. Waschbürsten oder Spritzpistolen können zu diesem Zweck auch verwendet werden. Schutzkleidung tragen!
Ungereinigte Feldspritzgeräte sind immer unter Dach abzustellen oder abzudecken, damit ein unbeabsichtigter Eintrag von PSM-Resten in die Umwelt vemieden wird.

 

Merkblatt zur sachgerechten Reinigung von Pflanzenschutzgeräten (pdf-Datei)

 

 

Sammelstellen und Termine PAMIRA

PAMIRA, die Packmittel-Rücknahme Agrar, ist ein einfaches System zur Entsorgung leerer Pflanzenschutzmittelverpackungen.

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Folgendes ist zu beachten:

  • Die Verpackungen müssen das PAMIRA Zeichen  tragen,
  • müssen gespült sein,
  • müssen trocken sein (austropfen lassen),
  • müssen nach Kunststoff, Metall und Beuteln sortiert sein,
  • die Verschlüsse sind getrennt anzuliefern,
  • und Behälter über 50 Liter sind zu durchtrennen.

    Es werden auch volumenflexible Verpackungen wie Säcke, Beutel und Schachteln aus Kunststoff und Papier angenommen.

Wichtiger Hinweis für Landwirte und "Vorsammler"

Pamira Annahmebedingungen

Termine und Sammelstellen in Mecklenburg-Vorpommern

 

 

Herausgeber:

Pflanzenschutzdienst des LALLF M-V
Verfasser:Marcel Peters
Adresse:OT Tollenseheim, Nr. 6a, 17094 Groß Nemerow
Telefon:039605/61-303


zuletzt geändert am: 17.02.2017