Suche

 

Großer Rapsstängelrüssler

Schaderreger

Ceutorynchus napi Gyll.

Wirtspflanzen

Vorwiegend Raps und Rübsen

Bedeutung
Auftreten in M-V:

Im gesamten Bundesland zu beobachten. Oft auch bekämpfungswürdiger Befall.

Großer Rapsstängelrüssler (L.: 3,2 bis 4 mm) (Foto: P. Brauer)

Schadbild / Symptome

Eiablagestellen als ca. 1mm große, weiß umrandete Einsenkungen sichtbar. Weiterhin S-förmige Verdrehungen der Stängel. Larven fressen im Stängelmark, das sich verbräunt.
Aufplatzen der befallenen Haupttriebe nach Frost und stärkeren Niederschlägen.

Verwechslungsmöglichkeiten

Mit Larven des Rapserdflohs zu verwechseln. Diese sind aber kleiner und weisen 3 Brustbeinpaare auf.
Nach Frostnächten verkrümmte Stängel strecken sich beim Rapserdflohbefall nach einigen Tagen wieder.

Diagnosehinweise

3,5-4mm große schiefergraue Rüsselkäfer, Larven bis 7mm lang, fußlos, gelblichweiß mit braunem Kopf.
Nach Reifungsfraß von 7-10 Tagen Eiablage dicht unter die Triebspitzen. 3-5 Wochen minieren Larven bis Ende der Blüte im Stängelmark.Verpuppung und Überwinterung im Boden.
Eine Generation im Jahr.

Überwachung

Überwachungstermin Ende Februar-April

  • GS zur Ermittlung des Erwachens auf vorjährige Rapsschläge aufstellen
  • GS zur Anflugkontrolle im diesjährigen Raps aufstellen. Möglichst 2x pro Woche leeren und auszählen.

Wegen ausgeprägter Fallreaktion der Käfer führt direkte Auszählung oft  zur Unterschätzung des Befalls.

Befallsbegünstigende Faktoren

Zuflug von den vorjährigen Rapsfeldern in die neuen Bestände ab Februar/März bei Bodentemperaturen ab 5°C  und einer Lufttemperatur ab 10°C.
Optimale Ausbreitung bei Sonnenschein, Wärme und Windstille.

Vorbeugende Maßnahmen

Genügend Abstand zwischen vorjährigen und diesjährigen Rapsflächen halten.
Frühschossende, besonders vitale Rapssorten reagieren nicht so empfindlich auf Befall.
Für kräftige, gesunde Bestände sorgen.

 

Bekämpfungsmöglichkeiten

Bekämpfung innerhalb von 3 Tagen nach Erreichen der Schadensschwelle mit Kontakt- und Fraßinsektiziden. Bei anhaltendem Anflug Behandlungen nach
14 Tagen wiederholen.

BRW auf vorjährigen Rapsflächen

  • spontanes Erwachen  30 K/GS in 3 Tagen
  • verzetteltes Erwachen je GS ab Fangbeginn
    50 K?Raps schwach und in Kleinstknospe
    bis 150 K?Raps kräftig und in Kleinknospe

BRW im Rapsbestand 

  • 3K/25 Pflanzen bzw. 30 K/GS in 3 Tagen


zuletzt geändert am: 07.03.2014