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PRESSEMITTEILUNGEN

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Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei,
Mecklenburg-Vorpommern

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Dr. Antje Krüger

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18059 Rostock

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pressemitteilung vom 27.07.2017

Schnecken lieben dieses Wetter


„Die starken Sommerniederschläge bescheren den Nacktschnecken seit Mitte Juni ideale Vermehrungsbedingungen“, sagt Dr. Joachim Vietinghoff, Leiter der Abteilung Pflanzenschutzdienst des LALLF in Rostock. Vorzugsweise halten sich die Tiere in lehmigen, grobklutigen Erdbereichen auf. Die größeren Arten, vor allem die eingewanderte Spanische Wegschnecke, können so manche Kultur in ihren nächtlichen Wanderstrecken von bis etwa 20 m fast vernichten. Kleinere Arten Nacktschnecken, wie die Genetzte Ackerschnecke oder die Gartenwegschnecke, besiedeln mitunter neben den Klein- und Hobbygärten auch ganze Ackerschläge und verursachen empfindliche Fraßschäden.

Was kann man in Klein- und Hobbygärten tun?
„Dem jetzigen „Schneckenansturm“ sind die vielen Kleingärtner wahrscheinlich kaum gewachsen“, resümiert Vietinghoff. „Und nicht jeder Gartenfreund kann sich Indische Laufenten halten oder leihen, die die Nacktschnecken vertilgen“, fügt er schmunzelnd an. „Deshalb wird man mancherorts nicht umhinkommen, als Soforthilfe auch Schneckenkorn auszulegen, um empfindliche Kulturen zu schützen.“
Die käuflich zu erwerbenden Mittel des Handels sind nützlingsverträglich, sollten aber mit Bedacht und nicht flächendeckend ausgebracht werden. „Nicht alle Pflanzen des Gartens sind für die Schnecken attraktive Nahrung. Daher reicht es, wenn man gefährdete Einzelpflanzen mit 5 bis 6 Körnern umgibt, z. B. Dahlien oder Rittersporn, oder Beete sparsam umrandet“, rät Vietinghoff. Außerdem richten auch nicht alle Schneckenarten Schäden an, wie z. B. die Gehäuseschnecken. Die chemischen Präparate wirken aber ausnahmslos gegen alle Arten. Deshalb sollte diese Maßnahme nur im Zusammenwirken mit nicht chemischen Maßnahmen erfolgen.

Folgendes sollte schon ab dem Frühjahr beachtet werden:
Eine sorgfältige Bodenbearbeitung stört die Schnecken. Nach dem Umgraben der Beete sind die Bodenschollen sofort zu zerkleinern, da die Schnecken sonst durch geschaffene Hohl-räume im Boden Rückzugsorte und Möglichkeiten der Eiablage finden können. „Pflanzenreste und Ernteabfälle nicht liegen lassen, da viele Schnecken gerade davon leben“, meint Vietinghoff.
Ein mögliches Mittel für das Fernhalten der Schädlinge ist auch das Schichten von Sägemehl rund um die Beete, ggf. in Kombination mit Kalk. „Schnecken meiden raue Oberflächen. Wir haben auch schon gehört, dass Erfolge mit getrocknetem Kaffeepulver erreicht wurden“, berichtet Pflanzenschützer Vietinghoff.
Auch Becher, mit Bier als Lockstoff gefüllt, haben sich als effektive Fallen bewährt.
„Sammeln Sie die Schnecken in den Morgenstunden ab und entsorgen Sie sie sicher. Bleiben getötete Tiere liegen, dienen sie anderen Schnecken als Nahrung.
Und wer meint, er tut etwas Gutes und trägt eingesammelte, lebende Schnecken an einen anderen Ort, der übersieht, dass das Ökosystem dort durch eine vermehrte Anzahl Schädlinge negativ beeinflusst werden kann“, ergänzt Vietinghoff.

Die natürlichen Feinde der Schnecken wie Igel, Erdkröten und Laufkäfer, können durch naturnahe Lebensräume gefördert werden, die Unterschlupf und auch genügend Nahrung bieten. Dazu gehören z. B. Laub- und Steinhaufen, Wildstauden- und Wildkräuterecken.

In der Summe können alle diese Maßnahmen die Schneckenpopulation ausbremsen und Schäden an den Gartengewächsen durch Schneckenfraß deutlich verringern.

Pressemitteilung vom 21.06.2017

Diesjährige Spargelproben in Ordnung

Das Landesamt hatte in diesem Jahr einen Untersuchungsschwerpunkt zum frischen Spargel geplant. „Die Analyseergebnisse von zehn Proben, weiße und violette Ware aus Deutschland und Griechenland, ergaben keine Beanstandungen“, sagt Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock.
Nach einer sensorischen Prüfung sind die Proben jeweils auf 420 Pflanzenschutzmittel und deren Metaboliten (Abbauprodukte) untersucht worden. Die Nachweisgrenze liegt bei dem kaum vorstellbar geringen Wert von etwa 10 µg/kg der Substanzen.
Erfreulicherweise waren in den Spargelproben keine Rückstände nachweisbar.

Ein spezieller Aspekt der Untersuchungen des Spargels war die Suche nach per- und polyfluorierten Verbindungen (PFAS). Das sind Substanzen einer leicht wasserlöslichen Untergruppe der organischen Fluorverbindungen, die als Verunreinigung bestimmter Düngemittel/Bodenverbesserern oder Gärresten in Obst und Gemüse übergehen können. Sie stammen aus der Industrie und sind zum Beispiel Bestandteil von Imprägniermitteln und Löschschäumen. „Auch PFAS waren in den Proben nicht nachweisbar“, ergänzt Feldhusen. Ämter anderer Bundesländer, wie die in Niedersachsen und Baden-Württemberg hatten in Untersuchungen häufiger PFAS in Spargel gefunden.

pressemitteilung vom 15.06.2017

Kartoffelviren vom Acker bekommen!
LALLF qualifiziert Kartoffelselekteure im „Virusschaugarten“

„Das Alleinstellungsmerkmal unserer derzeitigen „Selektionstage“ in Gülzow, einer Qualifizierung von Kartoffelselekteuren, liegt darin, dass wir alle wichtigen viralen Erkrankungen auf Versuchsflächen an der gewachsenen Kartoffelpflanze zeigen“, sagt Joachim Vietinghoff, Leiter des Pflanzenschutzdienstes im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock. „Die Selekteure können daran lernen, was sie vom Pflanzkartoffelfeld entfernen müssen, um das Wachstum gesunder und sortenreiner Bestände zu unterstützen“, ergänzt er.

In einem Theorie- und einem Praxisteil lernen in diesen Tagen knapp 150 engagierte Frauen und Männer, überwiegend aus Mecklenburg-Vorpommern und weiteren vier Bundesländern, die „Bilder“ der Krankheiten (Symptome) und Ausprägungen viraler Erkrankungen der Kartoffeln kennen. Dazu wird im LALLF jährlich extra ein halber Hektar Pflanzkartoffeln in verschiedenen Parzellen und in einem „Virusschaugarten“ angebaut, um Beispiele der Blattroll-, Y-, A-, M-, X- und S-Viren zeigen zu können.

Die Selekteure sind dann nach einem Test qualifiziert, um im Auftrag der Vermehrer und Züchterhäuser deren Äcker „zu durchkämmen“, so dass die Anbaubestände von kranken Pflanzkartoffelpflanzen bereinigt werden und möglichst gesund wachsen. Kranke Pflanzen müssen rechtzeitig gründlich entfernt und beseitigt werden, um unter anderem die Virusübertragung durch Blattläuse auf die gesunden Kartoffelpflanzen zu reduzieren.

„Wir Deutschen essen bekanntermaßen gern und viel Kartoffeln. Daher ist die Arbeit der qualifizierten Selekteure sehr wichtig. Sie schaffen die Basis, dass das Pflanzgut der Kartoffelzüchter Jahr für Jahr eine gute Qualität beibehält“, unterstreicht Vietinghoff.

Hintergrund
Das Erkennen viruskranker Pflanzen ist im Feld häufig sehr schwierig.
Je nach Jahreswitterung und Veränderungen im Sorten- und Virusspektrum gibt es unterschiedliche Ausprägungen der Krankheitsbilder. Daher sind jährlich zu wiederholende Schulungen erforderlich. So werden für Selekteure vier eintägige Lehrgänge (Selektionstage M-V) durchgeführt, die durch Unika und die Landwirtschaftliche Rentenbank gefördert werden.

Hauptaufgabe des LALLF am Standort Gülzow ist die amtliche Kontrolle der Pflanzgutstufen von Kartoffeln der Vermehrungsbetriebe auf festgelegte Virusnormen (laut Pflanzkartoffelverordnung). Am Ende der aufwändigen Untersuchungen steht eine Zertifizierung des Pflanzgutes oder eine Qualitätsabstufung. Das Vorkommen von Viren wird in aufwändigen Analysemethoden, wie dem immunologischen Verfahren ELISA und dem molekularen PCR-Verfahren durchgeführt.

Die Vermehrungsfläche für Pflanzkartoffeln beträgt in M-V aktuell etwa
3.000 ha. Mit dieser Größenordnung liegt das Land bundesweit auf Platz 2 nach Niedersachsen.

pressemitteilung vom 10.06.2017

Pflanzen nicht sorglos mitnehmen!
Xylella fastidiosa birgt Gefahr


„Xylella fastidiosa – es gibt keinen deutschen Namen - kann mehr als 300 Wirtspflanzenarten befallen, so z. B. Kräuter, Oleander, Olivenbäumchen, Ahorn“, sagt Joachim Vietinghoff, Leiter des Pflanzenschutzdienstes im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V in Rostock.
„Sind auch nur Einzelpflanzen nachweislich infiziert, müssen im Umkreis von 100 Metern alle bekannten und verdächtigen Wirtspflanzen ausnahmslos vernichtet werden. Es wird außerdem eine 10 km-Pufferzone eingerichtet, in der regelmäßig amtliche Überwachungsmaßnahmen durchzuführen sind. Zahlreiche Pflanzenschutzmaßnahmen folgen anschließend, um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen“, macht Vietinghoff anschaulich.

Das gramnegative Bakterium Xylella besiedelt die Leitbahnen, das Xylem der Pflanzen und bildet dabei Schleimschichten (Biofilme), sodass sich die Pflanzen nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen können. Folgen sind das Vertrocknen und Absterben von Pflanzenteilen oder der gesamten Pflanzen. Übertragen wird der, nicht durch Pflanzenschutzmittel bekämpfbare Erreger, durch saugende Insekten, meist Zikaden.
Befallene Pflanzen zeigen ggf. über Monate keine Krankheitsanzeichen, so dass eine Ausbreitung oft lange unentdeckt bleibt. Das verkompliziert die Bekämpfung zusätzlich. Außerdem sind die erkennbaren Schäden an den Pflanzen sehr leicht mit bloßem Ver-trocknen von Pflanzenteilen zu verwechseln.

Was kann der Verbraucher beitragen, dass sich Xylella fastidiosa in der EU nicht weiter ausbreitet?
Fälle der Krankheit gab es seit dem Jahr 2013 besonders in Italien und Frankreich, einen im Jahr 2016 auch in Sachsen. „Wenn Sie aus dem Urlaub Pflanzen aus anderen europäischen Ländern mit-bringen wollen, können wir Sie nur sehr bitten, dass Sie diese in zugelassenen Baumschulen kaufen und darauf achten, dass ein Pflanzenpass vorliegt“, mahnt Vietinghoff.
Jeder Betrieb, der bekannte Wirtspflanzenarten produziert und/oder mit ihnen handelt, muss sich in einer EU-Datei registrieren lassen. „Bringen Sie aus Drittländern bitte nur Pflanzen mit in die EU, denen ein Pflanzengesundheitszeugnis beigefügt ist“, ergänzt er.
Xylella fastidiosa stellt aufgrund der benannten Umstände eine Gefahr für den heimischen Obst-, Zierpflanzen- und Weinanbau dar.
Für gewerbliche Betriebe liegt der Schwerpunkt der Vorsorge in der Überwachung und Minimierung der übertragenden Insekten. Das ist z. B. die regelmäßige Entfernung der Gräser in den Kulturen, dem Lebensraum der Zikaden.

Hintergrund
Das Hauptverbreitungsgebiet des Bakteriums ist Nord- und Südamerika. Der Erreger wurde erstmalig 1880 in Kalifornien als Ursache einer Krankheit an Weinpflanzen nachgewiesen.
Alle Wirtspflanzen, an denen in der EU bisher Xylella fastidiosa nachgewiesen werden konnte, sind auf einer von der EU online geführten Datenbank aufgeführt. Die Europäische Union erließ im Zusammenhang mit dem Befall in Italien und Frankreich den Durchführungsbeschluss 2015/789/EU, in dem zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Verschleppung des Erregers innerhalb der EU und der Einschleppung in die EU festgelegt worden sind.

Ausführliche Informationen gibt es im Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Julius Kühn

Passende Fotos sind auf folgender Website dargestellt:
gd.eppo.int/taxon/XYLEFA/photos

pressemitteilung vom 17.05.2017

Landesamt untersagt Vermarktung gentechnisch veränderter Petunien
Vernichtung betroffener Bestände angeordnet


Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) bekam die Information, dass in Deutschland gentechnisch veränderte Petunien auf dem Markt sind.
Eine Genehmigung zur Vermarktung und zum Anbau solcher Petunien liegt in Europa nicht vor.

Der Verdacht der gentechnischen Veränderung beruht auf der orangen bis lachsfarbenen Blütenfarbe der Blumen, da diese auf herkömmlichem Weg züchterisch nicht zu erreichen ist. Allen Produzenten und Händlern wurde dringend abgeraten, Petuniensorten dieser Blütenfarbe zu vermarkten.
In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden anderer Bundesländer sind in Mecklenburg-Vorpommern die Betriebe identifiziert worden, die diese nachweislich gentechnisch veränderten Sorten handeln. Seitens des LALLF wurde die umgehende Vernichtung dieser Sortenbestände angeordnet.

Von den orangefarbenen Petunien geht kein Risiko für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt aus. Petunien sind einjährige Zierpflanzen. Weder die Pflanzen noch das Saatgut sind winterhart.

Hintergrund
Vorausgegangen waren Informationen der EU-Kommission sowie des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), dass in Finnland an verschiedenen orange-blühenden Petuniensorten gentechnische Veränderungen nachgewiesen worden waren. Die in Finnland untersuchten Sorten stammten unter anderem aus Deutschland. Daraufhin wurden in verschiedenen Bundesländern die aus Finnland beanstandeten Sorten sowie weitere orange blühende Linien untersucht.

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Foto einer gentechnisch veränderten Petunie dankenswerterweise zur Verfügung gestellt vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

pressemitteilung vom 24.04.2017

Ehrenamtliche Fischereiaufseher kontrollierten 2016 knapp 18.000 Angler in M-V
LALLF schult Gruppenleiter ehrenamtlicher Fischereiaufseher


„Die 328 ehrenamtlichen Fischereiaufseher des Landes M-V haben im Jahr 2016 bei 17.980 kontrollierten Personen 506 Anzeigen aufgenommen“, so Thomas Richter, zuständiger Abteilungsleiter im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V. Diese Zahl stellte er in der jährlichen Schulung der Gruppenleiter der ehrenamtlichen Fischereiaufsicht des Landes am vergangenen Wochenende in Güstrow vor.
Er ergänzte: „Wenn man die Anzeigen der hauptamtlichen Fischereiaufseher des LALLF und der Beamten der Wasserschutzpolizei dazu nimmt, gab es im letzten Jahr in M-V insgesamt 1.530 Anzeigen wegen der Verletzung fischereirechtlicher Vorschriften“ (Vorjahr 1. 627).
Die Verletzung der Fischereischeinpflicht war im Jahr 2016 am häufigsten festgestellt worden – 544 Fälle (knapp 35 %; entspricht auch dem Vorjahresergebnis) wurden dokumentiert und geahndet. Die Plätze 2 und 3 belegten wiederholt das Nichtmitführen der Angelerlaubnis für die Küsten- bzw. Binnengewässer.

Richter gab den über 30 anwesenden Ehrenamtlichen Informationen zu den aktuellen Entwicklungen der Küsten- und Binnenfischerei-Verordnungen. Er benannte die einschneidenden Reglementierungen rund um den Dorsch als neuen Schwerpunkt für die zukünftige Arbeit der Fischereiaufsicht. Trotzdem bleibt die Kontrolle des Fischereischeines und der Angelerlaubnis auch im kommenden Jahr die Hauptaufgabe, denn hier gibt es nach wie vor die meisten Verstöße.

Fischereidirektor Richter dankte den Gruppenleitern der ehrenamtlichen Fischereiaufseher für ihr Engagement und den aktiven Einsatz zum Schutz der Fischbestände und einer ordnungsgemäßen Fischereiausübung: „Sie sichern einen wesentlichen Teil der Kontrolltätigkeit an und auf den Gewässern in M-V ab. Dies ist eine wichtige Unterstützung im Sinne einer nachhaltigen Fischerei.“
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Die entsprechende ausführliche Jahresstatistik wird in etwa zwei Wochen online zur Verfügung stehen.
Neueste Informationen dieses Fachgebietes: www.lallf.de/Aktuelles.118.0.html
Verhalten beim Angeln: www.lallf.de/Verhalten-beim-Angeln.123.0.html
Aufgaben und Zuständigkeit der Fischereiaufsicht: www.lallf.de/Aufgaben-und-Zustaendigkeit.275.0.html

pressemitteilung vom 13.04.2017

Es ist drin, was drauf steht!
LALLF testete Schokoladenosterhasen der Saison


„Gerade rechtzeitig sind eben die letzten Tests an diesjährigen Proben Osterhasen – Fachbegriff übrigens „Schokoladenhohlkörper mit österlichem Bezug“ - im Fachlabor des LALLF beendet worden“, sagt Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock. „Ostern kann kommen! Die untersuchten Hasen aus Milchschokolade sind in ihrer Zusammensetzung ohne Abweichungen gewesen“, resümiert er.
15 verschiedene Schokoladenhasen, dem Einzelhandel in M-V entnommen, wurden analysiert. Eine Frage war, ob sich auch das unter der bunten Aluminiumfolie versteckt, was drauf steht. Außerdem ist die Kennzeichnung selber nach den gesetzlichen Vorgaben kontrolliert worden. Eine sensorische Prüfung ist ebenfalls Bestandteil der Untersuchung: Aussehen, Geruch und Geschmack entsprachen der Verbrauchererwartung.
Die Anforderungen, die die Kakao-Verordnung an eine Milchschokolade stellt, wurden von allen Proben erfüllt. Die auf den Verpackungen angegebenen Fettgehalte, Kakao- und Milchanteile konnten analytisch bestätigt werden.
Wegen Deklarationsmängeln mussten allerdings zwei Proben doch beanstandet werden. Die vorgeschriebene Nährwertdeklaration fehlte hier komplett.
„Auch wenn sich die analytischen Testergebnisse ‚von der Schokoladenseite zeigten‘, sollte jeder Verbraucher im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung auf die Zucker- und Fettgehalte der Produkte ein Auge haben“, empfiehlt Feldhusen.

pressemitteilung vom 30.03.2017

Pflanzenschutz-Ratgeber Haus- und Kleingarten
Neuauflage der Fachbroschüre jetzt erhältlich


Alle Jahre wieder tauchen bei Hobbygärtnern Fragen zum Pflanzenschutz auf. So steht zum Beispiel die Lieblingsrose erst mit vergilbenden und schwarzfleckigen Blättern und kurz darauf „nackt“ im Garten. Was ist dagegen zu tun? „Diese bedeutendste Rosenkrankheit – der Sternrußtau - und viele andere werden in der neu aufgelegten Broschüre „Pflanzenschutz-Ratgeber Haus- und Kleingarten“ auf fast 300 Seiten mit über 600 Bildern für Jedermann anschaulich dargestellt“, freut sich Dr. Joachim Vietinghoff, Abteilungsleiter Pflanzenschutz des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V in Rostock. Es geht thematisch um fast alles, was im Garten wächst: Obst, Gemüse, Zierpflanzen und  –gehölze, außerdem Stauden und Rasen.
Das Handbuch enthält weitreichende Informationen zu:
- spezifischen Schaderregern,
- Unkräutern,
- nichtbiologische Schadursachen,
- den Integrierten Pflanzenschutz und
- Rechtsgrundlagen.
So wird bei „Sternrußtau“ unter anderem erklärt, dass Rosen vollsonnige, windoffene Lagen bevorzugen, dass befallene Blätter abgesammelt und vernichtet werden sollten, ggf. zugelassene Fungizide (Mittel gegen Pilze) eingesetzt werden müssten.

Die Broschüre wurde in Zusammenarbeit erfahrener Fachberater aus fünf norddeutschen Bundesländern erstellt (Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und M-V).
Bei Kaufinteresse ist die Nutzung eines Bestellformulars zwingend. Es ist auf der Internetseite des LALLF veröffentlicht (Pflanzenschutzdienst/Haus- und Kleingarten).
www.lallf.de/Haus-und-Kleingarten.719.0.html
Die Kosten betragen 15 Euro/Broschüre (inklusive Versand).

pressemitteilung vom 25.03.2017

LALLF macht Bienensachverständige in Sachen Tierseuchen fit
Das M-V-Landesmonitoring zur Amerikanischen Faulbrut der Honigbiene zeigt seit einigen Jahren einen konstanten Nachweis bei etwa fünf Prozent der untersuchten Imkereibetriebe. Die Verdachtsproben, die von Bienensachverständigen entnommen werden, sind im LALLF ein Untersuchungsschwerpunkt.
Bienensachverständige können für drei Jahre von den Amtstierärzten berufen werden, um unter anderem bei der Seuchenprophylaxe und –bekämpfungsmaßnahmen zu helfen.

Die 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des LALLF-Kurses erhielten an diesem Wochenende einen fundierten Einblick in die amtlichen diagnostischen Laborarbeiten und deren Abläufe bei anzeigepflichtigen Bienenseuchen. Die zuständigen Spezialisten des Landesamtes unterstützen damit die praktische Ausbildung der Bienensachverständigen.
In den Laboren wurde anschaulich vorgestellt, wie mit den entnommenen Proben verfahren wird. Neben dem Laborexkurs erhielten die Teilnehmer fachliche Aufklärung von den Experten zu einer Vielzahl Fakten aus verschiedenen Bereichen. Das waren zum Beispiel Themen:
- der Parasitologie, Stichworte Varroamilben und
   Kleiner Bienenbeutenkäfer,
- des Pflanzenschutzes: was tun bei Bienenvergiftungsverdacht
- der Bakteriologie: Stichwort Amerikanische Faulbrut.
Seitens des Mitorganisators der Veranstaltung, dem Bienengesundheitsdienst der Tierseuchenkasse (TSK) M-V, wird besonders auf den Zusammenhang zwischen Krankheitsvorbeugung, Viren- und Milbenbelastungen der Honigbienen eingegangen.

Die Kooperation zwischen dem Landesverband der Imker M-V, dem Bienengesundheitsdienst der TSK und dem LALLF hat sich in den letzten Jahren konstant entwickelt. „Je besser der Kenntnisaustausch, desto geringer sind Missverständnisse und desto präziser und effektiver kann in der Bekämpfung der Bienenverluste und –krankheiten agiert werden“, resümiert Dr. Matthias Seelmann, Abteilungsleiter Tierseuchendiagnostik des LALLF in Rostock.

Hintergrund
Seit dem Jahr 2013 gibt es eine neue Bienensachverständigenrichtlinie für M-V (Richtlinie über die Aufgaben, Bestellung sowie Aus- und Fortbildung von Bienensachverständigen in Mecklenburg-Vorpommern). Damit erhielt die Ausbildung zum Bienensachverständigen eine neue Qualität.
Die Bienensachverständigen sind erfahrene Imker. Ihre Aufgaben sind beispielsweise:
.klinische Voruntersuchung und Probenahme im veterinäramtlichen Auftrag bei Bienenvölkern zur Abklärung des Verdachts einer anzeigepflichtigen Bienenseuche,
.Einweisung der Imkerinnen und Imker zur Durchführung der amtlich angeordneten Maßnahmen zur Bekämpfung von Bienenseuchen einschließlich der Reinigung und Desinfektion von Bienenständen,
.Aufklärung von Imkerinnen und Imkern über die Notwendigkeit der Durchführung seuchenrechtlicher Maßnahmen nach der Bienenseuchen-Verordnung.

Seit dem Oktober 2016 verfügt Mecklenburg-Vorpommern in der Tierseuchenkasse M-V über einen Spezialisten, den „Bienengesundheitsdienst“. In Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Imker wurde die Veranstaltung am LALLF organisiert.
Eine Voraussetzung für Entschädigungszahlungen in Seuchenfällen ist, dass alle Imker ihre Bienenvölker bei der Tierseuchenkasse des Landes anmelden.

Pressemitteilung vom 14.03.2017

Heringsangeln im Stralsunder Hafen ab dem 17. März mit Einschränkungen möglich

Alle Frühjahre wieder wird der Hering von den Hobbyanglern in Stralsund herbeigesehnt.
Die Heringsschwärme sind auf ihrer Laichwanderung in den Strelasund und somit auch in den Hafen Stralsund eingewandert. Daher darf der beliebte Speisefisch auch dort im Hafen ab dem 17. März 2017 geangelt werden.
„Allerdings ist dabei während der Winterlagerregelung, gültig bis zum 31.3., nur eine Handangel mit Heringspaternoster mit maximal sechs einschenkligen Haken erlaubt“, sagt Thomas Richter, Abteilungsleiter Fischerei und Fischwirtschaft im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock. Angelzeit im Hafen ist täglich zwischen 7 und 19 Uhr. Ein Fangtagebuch muss beim Heringsangeln nicht geführt werden.
In folgenden Bereichen besteht wegen vorhandener Jungfische im geschützten Winterlager ein Angelverbot:
Fährkanal, Semlower Kanal, Badenkanal, Querkanal, Heilgeistkanal, Langer Kanal einschließlich Flotthafen.

Diese Regelung gilt vom 17. bis 31. März 2017.
Informationen auch unter www.lallf.de/Fischerei

Pressemitteilung vom 22.2.2017

Wasserrübenvergilbungsvirus und Nanoviren – was ist zu tun?
LALLF schult jährlich Landwirte


Was tun, wenn der Raps nach dem Winter rote Blätter bekommt und nicht wachsen will? „Das Wasserrübenvergilbungsvirus, das die meisten Landwirte nur aus dem Lehrbuch kannten, hat die Kultur seit vergangenem Herbst fest im Griff.“, sagt Dr. Stephan Goltermann, Dezernatsleiter im Pflanzenschutzdienst (PSD) des LALLF in Rostock. Auf einer der 12 vom PSD organisierten Wintertagungen für Landwirte in M-V informiert er heute im Bereich des Landkreises Rostock unter anderem über die Ursachen und den Umgang mit der neuen Krankheit. Die Viren werden von einigen Blattlausarten übertragen. Die spielten in der Vergangenheit keine Rolle, da der Raps durch die insektiziden Beizen bis weit in den Herbst geschützt blieb. Seit dem Verbot dieser Präparate muss der Raps anders gemanaged werden, um ihn sicher zur Ernte zu entwickeln. Mittelfristig liegt die Hoffnung der Landwirte auf resistenten Sorten. „Um das Wissen über die Schadwirkung des Wasserrübenvergilbungsvirus zu erweitern, führt das LALLF intensive Versuche und Labordiagnosen durch. Wir hoffen, schon zur nächsten Aussaat konkrete Empfehlungen geben zu können“, ergänzt Goltermann aus.

Viren bereiten den Fachleuten auch in anderen Kulturen Kopfzerbrechen. Ackerbohne, Lupine, Futtererbse sind wieder verstärkt in der Feldflur vertreten. Ob als Haupt- oder Zwischenfrucht sind sie als natürliche Stickstoffsammler für die Bodenfruchtbarkeit wertvoll. Sie bringen eine gewünschte Abwechslung in die Kulturlandschaft und werden genutzt, um Sojaimporte durch heimische Eiweißpflanzen zu ersetzen.
Erstmals bemerkten Landwirte im letzten Frühsommer in Süddeutschland in diesen Kulturen massenhaft Pflanzen mit auffällig kleinen und eingerollten Blättern, gestauchten Triebspitzen und weiteren unbekannte Symptomen. Erbsen, Dicke Bohnen aber auch Klee- und Wickenarten waren betroffen. Die Diagnose lautete auch hier: Pflanzenviren. Die winzig kleinen Nanoviren (20 nm) sind in M-V noch nicht nachgewiesen worden. Auch sie werden wahrscheinlich durch Blattläuse übertragen. Goltermann rät den anwesenden Landwirten, dementsprechend intensiv und regelmäßig auf den Befall mit Blattläusen zu achten und rechtzeitig gegen sie vorzugehen. Er bittet die Landwirte, sich bei Fragen hierzu an den Pflanzenschutzdienst zu wenden.
„Gegen die Nanoviren sind wir momentan machtlos, es gibt keine Bekämpfungsstrategien.“, schlussfolgert Goltermann, nachdem er berichtet hat, dass das Bundesinstitut für Kulturpflanzen Julius Kühn in Braunschweig wegen der Nanoviren einen wachsenden Leguminosenanbau in Gefahr sieht.

Hintergrund
Die neuen Ergebnisse und Empfehlungen zum Integrierten Pflanzenschutz im Ackerbau werden seit 1991 vom Pflanzenschutzdienst des LALLF jährlich zusammengestellt und auch in Broschürenform herausgegeben. Sie sind unter anderem Basis für die Winterschulungen.
Landwirte, Händler und Berater finden aktuelle Beratungsempfehlungen für die Planung und Umsetzung von Pflanzenschutzmaßnahmen. Die Grundlage bilden konkrete Ergebnisse aus Versuchen und Monitorings zurückliegender Jahre. Die Empfehlungen können als Leitfaden und Unterstützung für die tägliche Arbeit verstanden werden. Alle neuen rechtlichen Anforderungen sowie Neuerungen bei Zulassungen bzw. Anwendungsbestimmungen der Pflanzenschutzmittel finden ebenfalls Berücksichtigung. Die Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr im LALLF erhältlich:
www.lallf.de/Broschueren.349.0.html 

Pressemitteilung vom 15.02.2017

Törtchen und Co: Feine Backwaren im mikrobiologischen Check 2016

Im Jahr 2016 sind im LALLF 154 Proben Feine Backwaren mikrobiologisch auf Krankheitserreger und Hygieneindikatoren untersucht worden. Es handelte sich um verschiedenste Varianten Kuchen: von Sahneschnitten über Rumkugeln bis zu verschiedensten Cremetorten, zum Teil mit Nüssen oder Früchten.

Elf Proben fielen wegen zu hoher Keimgehalte auf. „Eine Probe davon war aufgrund einer Warnwertüberschreitung als gesundheitsschädlich einzustufen. Sie enthielt Listerien“, sagt Birte Andreas, Dezernatsleiterin Mikrobiologie in der Lebensmitteluntersuchung des LALLF der Untersuchungsstelle in Neubrandenburg.
In 10 weiteren Proben wurden sogenannte Hygienenachweiskeime (z. B. Enterobakterien, Escherichia coli) in Konzentrationen nachgewiesen, die für deutliche Hygienemängel bei der Herstellung oder der Abgabe der Feinen Backwaren sprechen.

In weiteren 37 Proben gab es Nachweise von Keimen in geringeren Mengen, die eine sogenannte Richtwertüberschreitung darstellten. Infolge solcher Ergebnisse wird dem Hersteller ein amtlicher Hinweis über das zuständige VLA zugestellt, um eventuelle Hygieneprobleme aufzuspüren und abzustellen.

Verursacht werden die mikrobiologischen Abweichungen in der Regel durch unzureichende Kühllagerung und Hygienemängel während der Her- oder Fertigstellung der Feinen Backwaren.
Bei unzureichender Kühlung können sich vorhandene Keime sehr schnell vermehren und zu einem mikrobiologischen Verderb des Lebensmittels führen. „2015 waren die Beanstandungszahlen ähnlich“, vergleicht Andreas. „Die Hersteller sind aufgerufen, ihre Arbeiten hygieneseitig zu optimieren – eine strenge Hygienepraxis ist notwendig“, unterstreicht sie.
Verbraucher sollten diese empfindlichen Kuchen unbedingt kühl lagern und kurzfristig genießen.

Hintergrund
Unter Feinen Backwaren versteht das Backhandwerk alle Backwaren, die, bezogen auf 90 Teile Getreidemahlerzeugnisse, mindestens 10 Teile Fett und/oder Zucker enthalten müssen.

Richtwerte: geben eine Orientierung, welches produktspezifische Mikroorganismenspektrum zu erwarten und welche Mikroorganismengehalte in den jeweiligen Lebensmitteln bei Einhaltung einer guten Hygienepraxis akzeptabel sind.

Warnwerte: geben Mikroorganismengehalte an, deren Überschreitung einen Hinweis darauf geben, dass die Prinzipien einer guten Hygiene- und/oder Herstellungspraxis verletzt wurden. Bei einer Warnwertüberschreitung von pathogenen (krankmachenden) Mikroorganismen wie Listeria monocytogenes oder Salmonellen, ist eine Gesundheitsgefährdung des Verbrauchers nicht auszuschließen. Quelle: www.dghm-richt-warnwerte.de

Enterobakterien ist der Oberbegriff für verschiedene Bakterienarten, die in der Natur weit verbreitet sind und hauptsächlich im Verdauungstrakt, also im Darm von Mensch und Tier vorkommen. Die meisten Arten sind für gesunde Menschen nicht gefährlich. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem können sie jedoch Darminfektionen und Krankheiten auslösen.

pressemitteilung vom 03.02.2017

Problem Glutamat in asiatischen Suppen und Soßen?

„Von 36 im Jahr 2016 entnommenen Suppen und Soßen in asiatischen Imbissen, Bistros oder Restaurants in M-V waren 42 % (15 Proben) in Bezug auf Glutamat in Ordnung“, sagt Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock.
16 Proben entsprachen nicht den rechtlichen Anforderungen und wurden beanstandet. Weitere fünf Proben fielen wegen geringfügiger Mängel auf - hierzu erhielten die zuständigen Überwachungsbehörden (VLÄ) einen amtlichen Hinweis.

Bei den 16 mangelhaften Proben ging es unter anderem um den Gehalt an Glutaminsäure bzw. deren Salze, der „Glutamate“. Diese werden oft als Geschmacksverstärker in chinesischen und anderen Gerichten verwendet.
In fünf Suppen war die zugelassene Höchstmenge an Glutaminsäure überschritten (10 g/kg).
In den elf weiteren, beanstandeten Proben war dieser Lebensmittelzusatzstoff nicht oder nicht richtig gekennzeichnet. Glutamat gilt im Allgemeinen zwar als unbedenklich, bei einzelnen Personen können nach dem Verzehr von glutamathaltigen Speisen jedoch Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Das können vorübergehendes Kribbeln im Halsbereich sowie Hitze- und Engegefühl sein.
Wenn Verbaucher sich beim oder nach dem Verzehr asiatischer Gerichte nicht wohl fühlen, kann das an dieser Überempfindlichkeit gegenüber Glutamat liegen. „Erleben Sie so etwas, lassen Sie sich ggf. ärztlich untersuchen“, rät Feldhusen.
In der eigenen Küche sollte Glutamat bei der Zubereitung von Speisen nur gelegentlich und in geringen Mengen verwendet werden.

In einigen Würzmitteln oder Würzmischungen für Speisen ist Hefeextrakt enthalten, welches einen hohen natürlichen Gehalt an Glutamat hat. „Auf die Deklaration der Lebensmittel genau zu achten, ist die einzige Chance für betroffene Verbraucher, diesen Geschmacksverstärker sinnvoll zu begrenzen“, ergänzt Feldhusen.
Zugesetztes Glutamat muss auch bei Waren gekennzeichnet werden, die lose an Verbraucher abgegeben werden, z. B. bei Speisen in einem Imbiss. Das ist mit den Worten „mit Geschmacksverstärker“ bei dem jeweiligen Gericht in der Speisekarte aufzuführen. Eine Angabe über eine entsprechende Fußnote ist auch möglich.

Hintergrund
Glutamat ist die Sammelbezeichnung für L-Glutaminsäure und ihre Salze, die in der Lebensmittelproduktion als Geschmacksverstärker (E 620 - 625) verwendet werden. Sie gehören zu den EU-weit zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffen.
Glutaminsäure selbst ist eine Aminosäure, die am Aufbau vieler Eiweiße beteiligt ist. Auch der menschliche Organismus ist in der Lage, diese selber herzustellen (nicht essentielle Aminosäure). Als Geschmacksverstärker wirksam ist nur die freie Form, d. h. dass sie nicht in Eiweißen gebunden ist.
Die Verbindung kommt somit weit verbreitet auch natürlicherweise in Lebensmitteln vor. So enthalten zum Beispiel Hefe, Erbsen, Tomaten, Blauschimmelkäse und Parmesan vergleichsweise viel Glutamat.
Von einem Einsatz von Glutamat als Kochsalz-Ersatz wird abgeraten: Abgesehen davon, dass Glutamate keinen typischen Salzgeschmack bewirken, sollten diese Verbindungen nur zu ihrem vorgesehenen Verwendungszweck, also als Geschmacksverstärker, eingesetzt werden (BfR).
Umstritten ist übrigens, inwieweit Glutamat Einfluss auf das Essverhalten, also die Hungerregulation und die Sättigungssteuerung hat. Nach Erkenntnissen spanischer Wissenschaftler kann Glutamat jedenfalls bei Ratten die Konzentration des "Schlankheitshormons" Leptin herabsetzen und so dazu führen, dass das Gehirn falsche Botschaften über die Versorgungslage erhält. Dann erteilt es den Befehl zur Nahrungsaufnahme, obwohl kein Bedarf besteht.

Pressemitteilung vom 31.01.2017

Wegen Laichschonzeit: Angellimit ab 1.Februar drei Dorsche/Tag
Kontrollen von LALLF und Wasserschutzpolizei


Am 1. Februar 2017 beginnt die von der EU-Kommission bestimmte, zweimonatige Laichschonzeit für die Dorsche in der westlichen Ostsee. „Nach geltendem Recht dürfen die Fischer nicht mehr gezielt Dorsche fangen und die erlaubte Tagesfangmenge der Angler verringert sich von fünf auf drei Fische pro Kalendertag“, sagt Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock. Dabei gilt ein Mindestmaß von 35 cm.

Die Dorschbestände in der westlichen Ostsee sind nach den Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen gefährdet. Es wurde ein fast kompletter Ausfall des Nachwuchsjahrgangs 2015 festgestellt. Daher hat die EU beschlossen, die Dorschfang-Quoten für die Berufsfischerei stark zu reduzieren und auch von der Freizeitfischerei einen Beitrag zur Schonung der Bestände abzufordern.
Besondere Schonung ist während der Laichzeiten angezeigt. Für die Wanderung der Fische zu den Laichplätzen und für das Laichen selbst soll der Dorschbestand maximale Ruhe erfahren.

„Die Einhaltung der Tagesfangbegrenzung wird verstärkt kontrolliert werden“, unterstreicht Feldhusen. Hierzu haben die Fischmeister in diesem Winterhalbjahr Hilfe von der Landeswasserschutzpolizei M-V. Der Leiter des Landeswasserschutzpolizeiamtes M-V, LKD Peter Mainka, sagt: „Wir werden konzentrierte Kontrollen, besonders auf See durchführen“. Dazu sind die Vollzugsbeamten der WSP von der Fachabteilung „Fischerei“ des LALLF in Schulungen qualifiziert worden.
Rechtsverstöße von Anglern können einzelfallbezogen mit hohen Bußgeldern geahndet werden.

Hintergrund
Die rechtlichen Rahmenbedingungen der eingeschränkten Dorschangelei sind in der EU-Verordnung 2016/1903 festgelegt und veröffentlicht.
Viele weitere, nützliche Informationen zum Dorschangeln finden Sie auf der Homepage des LALLF unter dem Menüpunkt „Fischerei“; konkret zu dieser Thematik unter:
www.lallf.de/Verhalten-beim-Angeln.123.0.html

Pressemitteilung vom 16.12.2016

Lachsspezialitäten zügig verbrauchen!
Listerien nachgewiesen


Von 20 planmäßig zur mikrobiologischen Prüfung entnommenen Proben kaltgeräuchertem bzw. gebeiztem (graved) Lachs sind nur 11 (55 %) in Ordnung gewesen. Insgesamt mussten den zuständigen Überwachungsbehörden, den VLÄ*, zu sieben Proben auffällige Befunde übermittelt  werden: In sechs Fällen waren Verunreinigungen  mit Listeria monocytogenes (Listerien) nachweisbar. Ein Hinweis erging wegen einem auffälligem Gehalt hygienerelevanter Bakterien. Zwei Lachsspezialitäten waren wegen einem besonders hohen Gehalt an Listerien sogar als gesundheitsschädlich einzuordnen und wurden entsprechend lebensmittelrechtlich gemaßregelt“, resümiert Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock.
Bei den Proben handelte es sich um vorverpackt eingeschweißte Ware aus dem Lebensmitteleinzelhandel in M-V: 15 Erzeugnisse kaltgeräucherter Lachs in Scheiben, davon zwei mit Frischkäse-füllung und fünf Proben Graved Lachs (gebeizt).
Der Lachs wurde im LALLF-Labor sensorisch untersucht. Das umfasst die Prüfung von Geruch, Geschmack, Aussehen und Konsistenz. Die mikrobiologische Analyse ergab die Aussagen zur hygienischen Qualität.
Listerien sind Bakterien, die überall in der Umwelt vorkommen. Das Tückische ist, sie führen nicht zum Verderb der Lebensmittel. Daher kann man ihr Vorkommen weder am Aussehen noch am Geruch der Waren erkennen. „Listerien sind sogar in der Lage, sich bei Kühltemperaturen zu vermehren. Auch ein Tiefgefrieren von Lebensmitteln können Listerien überleben“, betont Feldhusen. Das Hauptziel beim Verbraucher ist, die weitere Vermehrung von eventuell vorhandenen Krankheitserregern bei bereits verzehrsfertigen Erzeugnissen zu verhindern.

Auch deshalb sollten optimale Bedingungen bei Lagerung und Transport der leicht verderblichen Ware gewährleistet sein:
-       strikte Einhaltung der Kühlkette vom Kühlregal im Laden bis zum Kühlschrank (optimal bei nicht mehr als 4° C),
-       bereits verzehrsfertigen Fisch nicht zu lange offen stehen lassen und zügig verbrauchen.
Generell raten wir den Verbrauchern: Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch vor dem Verzehr immer sensorisch zu prüfen, ob Abweichungen bei der Ware zu erkennen sind. Es gibt Verderbniserreger, die auch zu Änderungen der üblichen sensorischen Merkmale führen. „Was nicht gut riecht oder anders aussieht als normal, sollte man auch nicht essen – egal, was das Haltbarkeitsdatum vorgibt.“, so Feldhusen.
 
Hintergrund
Räuchern/Kalträuchern
Räuchern ist ein Verfahren zur Konservierung bzw. Aromatisierung von Lebensmitteln, vorwiegend von Fisch und Fleisch. Das Kalträuchern erfolgt bei nur 15 bis 25  C mit speziellen Hölzern.
Graved Lachs
Graved Lachs ist marinierter Lachs. Nach Anbringung der Beize zur Reifung wird das Fischerzeugnis einige Tage kühl gelagert. Die Haltbarkeit des Produkts wird allein durch das Beizen erreicht.
Listeriose (Infektion mit Listerien)
Die Listeriose ist eine relativ seltene Erkrankung. Für gesunde Erwachsene stellt sie nur eine geringe Gefahr dar. Meist verläuft eine Infektion symptomlos und bleibt unerkannt. Stärker gefährset sind Personen mit geschwächtem Immunsystem. Zu den Risikopersonen gehören u. a. Säuglinge, ältere Menschen, Krebs-, Diabetes-, und AIDS-Kranke sowie Schwangere. Küchenhygienische Maßnahmen können vor einer Infektion schützen. Dazu zählt: Gründliches Hände waschen mit warmem Wasser und Seife vor und nach dem Umgang mit Lebensmitteln, insbesondere nach potentiell belasteten Lebensmitteln wie nicht durcherhitzter Fisch, rohes Fleisch, Rohmilcherzeugnissen oder (Fertig-)Salat. Regelmäßiges Wechseln der Handtücher verhindert, dass sich die Listerien dort "verstecken" können.
Verzehrsfertige Speisen und rohes Fleisch bzw. roher Fisch sollten immer getrennt voneinander zubereitet werden. Messer und andere Küchengeräte möglichst gründlich reinigen, bevor sie für andere Lebensmittel weiterverwendet werden. Ideal eignen sich glatte, einfach und akkurat zu reinigende Oberflächen, da sich in Ritzen die Bakterien festsetzen können. Speisen sollten wenn möglich immer sorgfältig erhitzt und nicht zu lange aufbewahrt werden. Voraussetzung für ein Abtöten der meisten potentiell „gefährlichen“ Bakterien, wie z. B. Listerien, ist, dass im Lebensmittel für mindestens zwei Minuten eine Temperatur von 70° C im Kern erreicht wurden.

*VLÄ – Veterinär- und Lebensmittelünerwachungsämter

Pressemitteilung vom 07.12.2016

Nach Verdoppelung des Kontrollumfangs weniger Verstöße im Pflanzenschutz festgestellt
Über 200 Besucher auf der 25. Fachtagung „Pflanzenschutz“ des LALLF

Der Umfang der Kontrollaktivitäten des Landespflanzenschutzdienstes des LALLF hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt: Allein die Anwendungskontrollen zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) sind um fast 20 % ausgedehnt worden*. Dabei wurden in den Landwirtschaftsbetrieben bei der PSM-Anwendung 40 Verstöße im Ackerbau festgestellt, weitere 22 betrafen das Nichtkulturland. „Damit sanken diese Verstöße um 18 % im Vergleich zum Vorjahr“, sagt Dr. Joachim Vietinghoff, Leiter der Abteilung Pflanzenschutzdienst (PSD) des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock auf der heutigen Jahrestagung „Pflanzenschutz“.
Diese Fachtagung für Landwirte, Berater und Interessierte gibt es nun seit 25 Jahren. Inhalte sind die im abgelaufenen Wirtschaftsjahr relevanten Themen der Behördenarbeit und besonders des Pflanzenschutzmitteleinsatzes. Ziel ist es unter anderem, Schlussfolgerungen für die zukünftige Anwendungspraxis der PSM zu ziehen.

Die KollegInnen des Landes-Pflanzenschutzdienstes gingen in diesem Jahr 23 Bürgeranzeigen wegen des Verdachtes auf Abdrift nach. Sofort anschließende Vor-Ort-Kontrollen, Probenahmen von Pflanzen und deren Analysen im Fachlabor des LALLF bestätigten in vier Fällen (17 %) ein Abdriftgeschehen, also Verstöße gegen gesetzliche Auflagen (Vorjahr: 25 Probenahmen und 11 Verstöße). Rechnet man die vorhandenen Raps- und Getreidewachstumsflächen in M-V mit 5 bis 7 Pflanzenschutzbehandlungen/Jahr hoch, ergibt sich eine PSM-Behandlungsfläche von etwa 4,8 Millionen Hektar. „Sicher ist jeder Verstoß einer zu viel – aber insgesamt ist von guter fachlichen Praxis im Pflanzenschutz auszugehen. Natürlich gibt es bei der Qualität der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln noch Reserven“, schätzt Vietinghoff ein. Um einen fach- und bedarfsgerechten Umgang mit PSM zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Fortbildung der Anwender gesetzlich vorgeschrieben. 2016 wurden bislang 1.827 Bürger aus Landwirtschaft, Gartenbau und dem kommunalen Bereich durch die KollegInnen des LALLF fortgebildet.

Dass der Schutz der Kulturpflanzenbestände und Natur- und Umweltschutz gleichermaßen möglich sein können, beweisen die auf der Tagung vorgestellten Ergebnisse eines 5jährigen Demonstrationsprojektes des LALLF zur Umsetzung des Integrierten Pflanzenschutzes in fünf Praxisbetrieben des Landes. Das Projekt ist Bestandteil des Nationalen Aktionsplanes der Bundesregierung zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Ziel ist die Einhaltung des notwendigen Maßes beim Pflanzenschutzmitteleinsatz. So ließ sich in den teilnehmenden Betrieben nachweisen, dass mit dem Integrierten Pflanzenschutz Pflanzenbestände gesund erhalten und Pflanzenschutzmaßnahmen eingespart werden können. Allerdings hängt der Erfolg sehr von den konkreten Bedingungen des Jahres und vom saisonalen Auftreten der Schadorganismen ab. Voraussetzungen für ein Gelingen sind in jedem Fall umfassende Fachkenntnisse zur Biologie und Ökologie von Schadorganismen ebenso wie die Verfügbarkeit von wirksamen Pflanzenschutzmitteln, wenn alternative Maßnahmen nicht den notwendigen Erfolg bringen.

Eine weitere wichtige Aufgabe des PSD besteht darin, das Auftreten von Schaderregern auf landwirtschaftlichen Nutzflächen zu überwachen. Zur Kontrolle der EU-weit geregelten gesetzlichen Standards der Pflanzengesundheitskontrolle sowie der Schaderregerüberwachung wurden im Labor des PSD nahezu 24.000 Pflanzenproben untersucht, auf 227 Flächen erfolgen 2.059 Überwachungsmaßnahmen zu 49 Schadorganismen, z. B. dem Rapserdfloh und dem Mehltau in Winterweizen. Die Ergebnisse münden in Handlungsempfehlungen für die Unternehmen. Sie haben wesentlich zu den Erfolgen in der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Erzeugung aber auch der Im- und Exportaktivitäten mit den Produkten des Landes beigetragen.

„Die Bereitstellung von Bekämpfungsempfehlungen ist und bleibt eine der Hauptaufgaben des Pflanzenschutzdienstes“, resümiert Vietinghoff. Vorbeugende Maßnahmen und die Nutzung biologischer Regelmechanismen sind besonders zu beachtende Themen dieses Fachgebietes.

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* Weiterhin gab es einen Schwerpunkt zur Einsatzkontrolle von Glyphosat mit 188 Kontrollen, über die schon durch die Pressestelle des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt berichtet wurde: siehe Pressemitteilung 269/216 vom 17.08.2016.

pressemitteilung vom 1.12.2016

Biologische Schädlingsbekämpfung entwickeln!
25. Erfahrungsaustausch zu alternativen Lösungen im Pflanzenschutz

„Klein- oder Hobbygärtnern ist es bekannt, dass Weiße Fliegen an ihren Tomaten und Gurken im Gewächshaus auch mit Schlupfwespen bekämpft werden können. Aber auf dieser Veranstaltung geht es in erster Linie um den Erfahrungsaustausch zu neuen Verfahren im gewerblichen Gartenbau“, sagt Dr. Joachim Vietinghoff, Abteilungsleiter „Pflanzenschutzdienst“ (PSD) im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V in Rostock.
Etwa 90 Experten aus allen Regionen Deutschlands, der Schweiz, Österreich, Belgien und den Niederlanden trafen sich gestern und heute in Rostock, um sich über biologische Bekämpfungsverfahren im Erwerbsgartenbau auszutauschen.
Mitarbeiter von Pflanzenschutzdiensten, Berater sowie Züchter der einzusetzenden lebenden Nutzorganismen - sogenannte Nützlinge - haben zu Möglichkeiten deren optimierten Einsatzes gegen schwer bekämpfbare Schädlinge diskutiert. Ebenso ging es um die Anwendung von Nutzpilzen gegen Schadpilze.

Positive Versuchsergebnisse einzelner Anwendungen biologischer Pflanzenschutzmaßnahmen müssen zu praxistauglichen Verfahren entwickelt werden, die den konkreten Bedingungen vor Ort anzupassen sind. „So kann es vorkommen, dass zwei benachbarte Gewächshausbetriebe aufgrund ihrer baulichen und kleinklimatischen Unterschiede voneinander abweichende Pflanzenschutzprobleme haben“, gibt Dr. Robert Schmidt, fachlicher Leiter des gartenbaulichen Pflanzenschutzes im LALLF und Organisator der Veranstaltung an.

„Eine erfolgreiche und umfangreiche Anwendung komplexer biologischer Bekämpfungsverfahren erfordert gewöhnlich einen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand des Gärtners“, weiß Schmidt. Somit ist deren Durchsetzung teilweise schwierig, denn sie dürfen kaum teurer als konventionelle, chemische Pflanzenschutzmaßnahmen sein, um angewendet zu werden.
Leider honorieren auch oft noch zu wenige Verbraucher diesen Mehraufwand. Trotzdem werden die Aktivitäten des Teilnehmerkreises der Fachveranstaltung regelmäßig, jährlich weitergeführt werden.

pressemitteilung vom 22.11,2016

Sind Wasser aus Ausschank und Spendern sowie Eiswürfel ok?

Ob in Rehakliniken, Schulen oder in Schnellrestaurants – oft findet man in öffentlichen Einrichtungen Wasserspender oder Selbstbedienungszapfanlagen für Wasser und teilweise gibt es Eiswürfel dazu.

„Insgesamt 23 Proben, davon 15 Wasser- und acht Eiswürfelproben wurden im LALLF in diesem Jahr auf sensorische und mikrobiologische Beschaffenheit untersucht“, sagt Cornelia Trapp, Abteilungsleiterin Lebensmittel- und Futtermitteluntersuchung im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock.
Tatsächlich war eine Probe Eiswürfel aus einer Freizeiteinrichtung wegen sensorischer Mängel nicht in Ordnung: sie wies einen deutlichen Fremdgeruch sowie Kalkablagerungen auf.
Zwei weitere Proben fielen den Prüfern im akkreditierten Landeslabor auf: ein Quellwasser aus einem frei stehenden Wasserspender wegen leicht unreinen Fremdgeschmacks und eine Eiswürfelprobe aufgrund einer leicht erhöhten Keimzahl. Bei beiden Proben wurden die Veterinär- und Lebensmittelämter (VLÄ) darauf hingewiesen, dass eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Ausgabeeinrichungen erneut notwendig ist. Die VLÄ geben vor Ort Hinweise zur zukünftigen Vermeidung von derartigen Abweichungen, setzen ggf. weitere Nachkontrollen an.

„Bei verändertem Aussehen, Geruch oder Geschmack sollten Verbraucher Lebensmittel nicht verzehren, um eventuell vorhandene Keime oder Verunreinigungen nicht zu konsumieren“, rät Trapp. „Trauen Sie sich, die verantwortlichen Lebensmittelunternehmer über solche Auffälligkeiten zu informieren. Nur so können Verbesserungen erzielt werden.“

pressemitteilung vom 3.11.2016

Untersuchungen von Baby-Beikost-Produkten auf giftige Tropan-Alkaloide: kein Nachweis

„Bei Untersuchungen von 10 Proben getreidehaltiger Babynahrung auf Tropan-Alkaloide sind wir glücklicherweise nicht fündig geworden“, sagt Professor Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock.
In der Analyse waren verschiedene handelsübliche Getreidebreie, z. B. mit Hirse, Dinkel oder mehreren Getreidearten sowie Müsli.

In den letzten Jahren kam es wiederholt zu Rückrufaktionen bei Lebensmitteln aufgrund einer hohen Belastung mit Tropan-Alkaloiden - einer Gruppe toxischer, also giftiger Naturstoffe. Betroffen war überwiegend getreidehaltige Babykost. Die enthaltenen Gifte stammten meist aus den Samen von Tollkirsche, Stechapfel und Bilsenkraut, die auch auf Getreidefeldern wachsen und somit in die Ernte geraten können.
Es gelten bestimmte Grenzwerte für die Belastung mit Tropan-Alkaloiden – bei Überschreitung dürfen verunreinigte Produkte nicht in den Handel gebracht werden.
Kontaminierte Lebensmittel sind vor allem für Säuglinge, Kleinkinder und Erwachsene mit Herzproblemen gefährlich. Schon geringe Dosen verursachen eine Wirkung auf das zentrale Nervensystem und die Herzfrequenz. Typische Symptome einer Vergiftung sind dann laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, Berlin) Benommenheit, Kopfschmerzen und Übelkeit. Eltern, die bei ihren Kindern die erwähnten Beschwerden nach dem Verzehr von Getreideprodukten feststellen, sollten möglichst umgehend einen Arzt aufsuchen.
„Unsere Experten haben für diese Untersuchung extra eine validierte Methode eingearbeitet, um auch auf diesem Gebiet fachlich auskunftsfähig zu sein“, betont Feldhusen.

pressemitteilung vom 02.11.2016

typischer Pilzbewuchs

Jetzt Rosskastanien im Auge behalten

"In den letzten Jahren wird zunehmend über ein Sterben von Rosskastanien berichtet, welches hauptsächlich durch ein Bakterium der Pseudomonaden, Pseudomonas
syringae pv. aesculi, verursacht wird“, so Prof. Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock.
Sowohl weiß als auch rot blühende Kastanien sind betroffen, ebenso wie junge und alte Bäume. Es beginnt mit rostbraunen bis schwärzlichen Leckstellen am Stamm und an unteren Ästen, zum Teil in der Kombination mit Ausfluss (Foto). Das Holz unter diesen Leckstellen ist zonal verbräunt. Es folgen Rindenrisse, aufgehelltes Laub, vorzeitige Kronenverkahlung und letztendlich oft das Absterben des Baumes.

„Unsere Untersuchungen haben bestätigt, dass zahlreiche Einzelbäume, aber auch Abschnitte ganzer Alleen in M-V von der Krankheit befallen sind“, sagt Feldhusen.
Die Infektionswege der Erkrankung sind noch nicht geklärt. Auch die Frage, ob die Bakterien durch das Vorhandensein anderer Erreger gefördert werden und ob sie selbst das Ansiedeln weiterer Pathogene (krank machenden Faktoren) erleichtern, muss untersucht werden. Die Artenzusammensetzung mehrerer Schaderreger würde den raschen Verfall der betroffenen Kastanien erklären. Beispielsweise sind schwarze Leckstellen oft gemeinsam mit Baumpilzen wie Austernseitling, Samtfußrübling oder Fleischroter Rindenpilz angetroffen worden. Ihr Pilzgeflecht unter der Rinde ruft eine Weißfäule des Kastanienholzes hervor, welche zu Astbrüchen führt und die Standsicherheit des Baumes verringert.
Bis dato gibt es keine Bekämpfungsmöglichkeiten.
Die Anwesenheit solcher Baumpilze ist äußerlich nur über ihre konsolenförmigen Fruchtkörper am Stamm und den unteren Ästen erkennbar (Foto). Diese werden allerdings nur im Spätherbst gebildet und vergehen im Frühjahr wieder. Deshalb bietet sich in den kommenden Wochen die Gelegenheit, Rosskastanien auf Baumpilzbefall hin zu kontrollieren. „Der Pflanzenschutzdienst des LALLF ist für Informationen zu Baumpilzbefällen dankbar“, unterstreicht Feldhusen.

Pressemitteilung vom 27.09.2016

Von scharf bis aromatisch – mit dem Senf alles in Ordnung?

Grillwurst, Bockwurst, aktuell auch die Weißwurst – für viele ist die Wurst oder anderes erst mit Senf perfekt. Dabei kann der Verbraucher auf unterschiedlichste Produkte zurückgreifen: von Frucht-, über Kräuter- bis Biersenf reichen die erhältlichen Kreationen.

„Die kürzlich untersuchten 10 Proben unterschiedlichste Senfarten aus dem Handel oder kleineren Manufakturen in Mecklenburg-Vorpommern entsprachen in der chemischen Zusammensetzung den geltenden Vorschriften. Ein Hinweis ging an einen Hersteller, da in seinem Knoblauchsenf fast doppelt so viel Salz enthalten war als deklariert“, sagt Prof. Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock.
Auch beim Check auf den Konservierungsstoff Schwefeldioxid ergaben sich keine Abweichungen.
Dennoch gab es bei zwei Senfproben Mängel. Auf den Verpackungen war die Mindestschriftgröße der Kennzeichnung unterschritten worden. „Auch diese „winzigen“ Details werden nach der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) im Amt geprüft und Maßnahmen eingeleitet“, betont Feldhusen. Die LMIV gilt seit Ende 2014 EU-weit. Die Schriftgröße muss bei Verpackungen unter 80 cm² mindestens 0,9 mm betragen (ansonsten 1,2 mm).

Hintergrund
Senf ist ein scharfes Gewürz, das aus den Samenkörnern des Weißen, Braunen und des Schwarzen Senfs hergestellt wird. Gebräuchlich ist es als Senfkörner (ganze Samen), Senfpulver (gemahlene Samen) und vor allem zu einer Würzpaste verarbeitet als Tafelsenf oder Mostrich.
Heute übliche Grundzutaten sind neben Senf noch Wasser, Essig und Salz. Je nach Sorte können auch verschiedene Gewürze und andere Zutaten hinzukommen.

Pressemitteilung Vrebraucherzentrale Mv und LALLF Vom 15.09.2016

Tiefkühlgarnelen oft mit Wasser „aufgepumpt“

Gemeinsamer Test von Verbraucherzentrale MV und LALLF

Fisch und Garnelen als gefrorene Verkaufsware werden häufig schwerer gemacht – einfach durch die Zugabe von Wasser. Bei diesen preisintensiveren Produkten ist das besonders ärgerlich, denn einfaches Trinkwasser bekommt so einen stolzen Preis. In einem gemeinsamen Test haben die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern e. V. (VZ M-V) und das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V (LALLF) stichprobenartig zwölf tiefgekühlte rohe Kabeljau-Filets und Garnelen aus Supermärkten rund um Rostock auf Fremdwasser und wasserbindende Zusatzstoffe untersucht. Bis zu 44 Prozent Garverlust wurden bei Garnelen ermittelt.

Bei den sieben untersuchten Garnelenproben fielen niedrige Eiweißgehalte, viel Wasser und große Garverluste auf  - alles Zeichen für größere Mengen Fremdwasser im Produkt. Wasserbindende Zusatzstoffe wurden kaum gefunden, aber hohe Salzgehalte. Auch Salz kann Wasser binden. Es ist für die Haltbarkeit der Garnelen nicht notwendig – sie ist schon durch das Tiefgefrieren gesichert.
„Es ist nicht verboten, diesen Produkten Wasser zuzusetzen“, sagt Prof. Frerk Feldhusen, Direktor des LALLF. „Zulässig ist die Zugabe zum Ausgleich von Verlusten bei der Verarbeitung. Was an Wassermenge darüber hinausgeht, muss kenntlich gemacht werden. Nur so kann sich der Verbraucher für oder gegen ein Produkt mit Wasserzusatz entscheiden.“
Garnelen sind von Natur aus reich an Wasser: 80 Prozent sind durchaus normal, aber beim Braten tritt reichlich Flüssigkeit aus und die Garnelen schrumpfen deutlich zusammen. „Jedoch nur bei zwei Proben Garnelen war Wasser als Zutat aufgeführt“, sagt Uta Nehls, stellvertretender Vorstand der VZ M-V. „Diese Information ist aber wichtig für den Verbraucher, denn beim Verzehren fällt der Wasserzusatz nicht unbedingt auf. Drei Garnelenproben zeigten Garverluste von 20 bis sogar 44 Prozent. Dass sich das Fremdwasser zum Garnelenpreis auch im Portemonnaie bemerkbar macht, zeigt eine Modellrechnung: Bei der Probe mit dem höchsten Wassergehalt bezahlen Verbraucher allein für das Fremdwasser über sechs Euro (gut 27 Prozent) des Kilopreises von rund 22 Euro.
 
Erfreulicher waren die Ergebnisse beim Kabeljau. Überhöhte Wasserzusätze wurden nicht ermittelt. Anlass zur Kritik ist aber: Die Nährwertkennzeichnung war sowohl hier, als auch bei den Garnelen oft ungenau. „Der Verbraucher muss sich jedoch auf diese Angaben verlassen können“, unterstreicht Uta Nehls.
Dass gesetzliche Regelungen zu Kennzeichnungen auf Lebensmittelverpackungen nicht immer verbraucherfreundlich sind, ist bei der Untersuchung deutlich geworden. Auf den Kabeljau-Verpackungen standen bei fünf Produkten fünf verschiedene Begriffe für die Füllmenge. Ein genauer Wortlaut ist nicht gesetzlich geregelt. Unverständlich bleibt auch, warum bei glasierter Ware nur noch das Abtropfgewicht angegeben werden muss. Zwei Gewichtsangaben – mit und ohne Glasur – würden zeigen, wie gut die empfindlichen Produkte geschützt sind. Eine Prozentangabe für die Zutat Wasser ist ebenfalls nicht vorgesehen. Sie ist aber nicht einfach aus dem Fischanteil zu errechnen, wenn gleichzeitig auch noch Zusatzstoffe und Salz enthalten sind, wie im Test deutlich wurde.

Kurzbericht - pdf (292 kB)

Ausführlicher Bericht - pdf (1,5 MB)

pressemitteilung vom 02.09.2016

Geschüttelt oder verquirlt…
Sind Milchshakes aus Verkaufstheken keimbelastet?


Besonders Kinder und Jugendliche lieben in der Sommerzeit Milchshakes. Was deren Zusammensetzung angeht, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, sie ist rechtlich nicht geregelt. Üblicherweise wird Milch mit Speiseeis, Sahne, Joghurt, Obst, Schokolade oder Aromen verquirlt.

„Die meisten Zutaten sind ein guter Nährboden für Keime – aber Krankheitserreger konnten weder im letzten, noch in diesem Jahr bei den insgesamt 40 Proben festgestellt werden“, freut sich Prof. Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock. Die untersuchten Proben hatten alle einen Eisanteil und wurden in Verkaufsläden direkt für den Verbraucher zubereitet.
„Leider gab es hygienerelevante Keime in den Milchshakes!“, betont Feldhusen.
Aus 13 Proben (ca. 33 %) wurden Enterobakterien isoliert. Bei diesen Bakterien handelt es sich in der Regel um eine Verunreinigung (Kontamination) durch die Nutzung hygienisch nicht einwandfreier Gerätschaften bzw. Zutaten bei der Herstellung oder der Abgabe von Lebensmitteln.
In vier der 13 Proben sind zusätzlich E. coli-Bakterien nachgewiesen worden. Diese gelten als Indikator für fäkale Verunreinigungen von Trinkwasser oder Lebensmitteln.
Eine Probe enthielt so viele Keime, dass sie beanstandet werden musste. Bei sieben weiteren Shakes ergingen amtliche Hinweise.
Eine zweite Beanstandung ergab sich - hier fanden die Fachexperten Papierreste in der Milchshakeprobe.

„Wir weisen dringend darauf hin, für die Herstellung der beliebten Shakes nur einwandfreie Zutaten zu verwenden und die Hygienestandards einzuhalten bzw. zu verbessern“, so Feldhusen.

Hintergrund

Enterobakterien ist der Oberbegriff für eine Gruppe verschiedene Bakterien, die in der Natur weit verbreitet sind und hauptsächlich im Verdauungstrakt, also im Darm von Mensch und Tier vorkommen. Die meisten Arten sind für gesunde Menschen nicht gefährlich. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem können diese Bakterien jedoch Darminfektionen und Krankheiten auslösen.

Pressemitteilung vom 25.08.2016

Verzehrsfertiges Obst aus dem Supermarkt schnell verbrauchen!

Melonen und anderes Obst sind besonders gern an heißen Sommertagen ein saftiger und erfrischender Genuss!
„In zehn Proben verzehrfertigem, geschnittenen Obst sind weder sensorische Abweichungen, noch gesundheitsgefährdende Keime nachgewiesen worden“, sagt Professor Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock.
Die Proben wurden alle während des jetzigen Sommers in Supermärkten in Mecklenburg-Vorpommern entnommen.

Dabei waren sechs Proben verschiedener Melonenarten. Zu der Hälfte dieser Proben (drei) mussten die Fachexperten des LALLF Hinweise in Bezug auf auffällige hygienerelevante Keime geben. So wurden erhöhte Gesamtkeimgehalte, sowie erhöhte Gehalte an Enterobakterien und Pseudomonaden aber auch Schimmelpilze festgestellt.
Diese Hinweise ziehen die Überprüfung der Einhaltung einer guten Hygienepraxis bei der Bearbeitung und dem Umgang und der Lagerung mit dem Lebensmittel nach sich.

Um einen ungetrübten Genuss an bereits aufgeschnittenem, verzehrfertigem Frischobst zu haben, sollte nur Ware eingekauft werden, das eine für das Erzeugnis typische Färbung aufweist und gekühlt angeboten wird. Besonders in der Sommerzeit ist die Einhaltung der Kühlkette bis zum Verzehr eine wichtige Voraussetzung, dass sich Keime in den Lebensmitteln nicht übermäßig vermehren.
„Bevor Sie das Obst essen oder weiterverarbeiten, kontrollieren Sie, ob es nicht unangenehm riecht oder verändert aussieht – das kann ein Hinweis auf Verderb sein. Am besten ist immer ein Verzehr am Einkaufstag“, empfiehlt Feldhusen.

Hintergrund
Bedingt durch die Herstellungsweise von geschnittenem Obst und Gemüse kann es zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu einer Kontamination mit unerwünschten Keimen kommen. Schon bei der Erzeugung ist ein Kontaminationsrisiko durch das teilweise erdnahe Wachstum mit entsprechenden Verschmutzungsmöglichkeiten oder ggf. durch kontaminiertes Beregnungswasser gegeben. Bei der weiteren Bearbeitung spielt die Personal- und Herstellungshygiene eine wichtige Rolle.

Pressemitteilung vom 18.8.2016

Ausschank-Getränke in Sport- und Fitnessstudios im Check

Nach dem Sport trinkt man oftmals etwas Erfrischendes, gern gleich direkt im Sportstudio. Aber ist das Angebot hygienisch, korrekt gekennzeichnet und auch sonst unbedenklich? Im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) wurden Mineral- und andere Erfrischungsgetränke getestet die direkt an den Theken von Sporteinrichtungen, z. T. auch in Selbstbedienung abgegeben werden.

„Knapp zwei Drittel (neun) der in diesem Jahr getesteten 14 Proben mussten aus verschiedenen Gründen beanstandet werden“, sagt Prof. Frerk Feldhusen, Direktor des LALLF in Rostock. Es gab keine Getränke, von denen eine direkte Gesundheitsgefahr ausging.
Mikrobiologisch waren alle Proben soweit in Ordnung, so dass diesbezüglich keine Beanstandung ausgesprochen werden musste.

Sportgetränke enthalten häufig Zusatzstoffe, wie Süßungsmittel, Konservierungsstoffe oder auch Farbstoffe. Die Kenntlichmachung dieser Zusatzstoffe war jedoch überwiegend mangelhaft.
Bei fünf Proben fehlte die Kenntlichmachung der Zusatzstoffe beim Ausschank. Acht Getränke enthielten zulässige Azofarbstoffe - es fehlte jedoch der geforderte Warnhinweis „Bezeichnung/E-Nummer des Farbstoffs/der Farbstoffe”: Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“.
Bei einem Mineralgetränk mit Fruchtgeschmack war sogar die Höchstmenge für den Konservierungsstoff Benzoesäure überschritten. Da diese Getränke häufig aus Konzentraten hergestellt werden, wurde bei dieser Probe wahrscheinlich nicht das vorgegebene Mischungsverhältnis eingehalten.
Eine Probe wurde mit der Angabe "low Carb" beworben. Dabei handelt es sich um eine unzulässige nährwertbezogene Angabe.

„Insgesamt scheint die Deklaration der Zusatzstoffe bei „losen“ abgegebenen Getränke ein Problem zu sein, wie ähnliche Schwerpunktuntersuchungen in der Vergangenheit bereits zeigten. Wegen der hohen Beanstandungsquote wird die Kenntlichmachung von Zusatzstoffen bei lose abgegeben Lebensmitteln routinemäßig überprüft“, betont Feldhusen.

pressemitteilung vom 29.06.2016

Jung- und Altarve (Engerling) des Junikäfers

Graswurzelfresser Gartenlaub- und Junikäfer jetzt erkennen und dezimieren
Befallssituation in M-V lokal unterschiedlich


„Wenn sandige Rasenflächen im Sommer schlecht bewachsen sind oder vermehrt flächig absterben und sich teppigartig zusammenrollen lassen, sollten Hobbygärtner im Juli/August Probegrabungen im Rasenwurzelbereich vornehmen“, rät Dr. Stephan Goltermann, stellvertretender Abteilungsleiter des Pflanzenschutzdienstes im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock. „Zu finden sein können dann, auch massenweise, Engerlinge von Gartenlaub- und/oder Junikäfer“. Diese sind weiß, ein bis zwei Zentimeter groß und können ohne Bekämpfung bis November an den Graswurzeln fressen.
Zur Überwinterung wandern die Engerlinge in tiefere Bodenschichten und verpuppen sich im April, um ab Ende Mai des folgenden Jahres als Käfer zu schlüpfen.

Aus der Erfahrung der LALLF-Spezialisten tritt die eine oder die andere Käferart vorrangig in bestimmten Regionen in M-V auf. Beispielsweise „bevorzugt“ der Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticula) die Regionen Schwerin und Neubrandenburg, während in der Umgebung Rostocks überwiegend Junikäfer (auch Gerippter Brachkäfer, Amphimallon solstitialis) nachgewiesen wurden. Allerdings kommen auch Mischpopulationen vor.

Für eine Bekämpfung ist es wichtig zu wissen, welcher der Engerlinge unter dem Rasen lebt. Die Gartenlaubkäfer-Engerlinge lassen sich generell gut mit nützlichen Heterorhabditis bacteriophora-Nematoden (erhältlich in Gartenfachmärkten oder bestellbar) dezimieren.
Diese Nematoden wirken aber nur gegen die jungen Larven des Junikäfers. Später kann der Junikäfer nicht mehr dezimiert werden – dann sind die Junglarven im darauf folgenden Jahr mit den benannten Nematoden eindämmbar.

Die Unterscheidung der Engerlinge ist möglich, für Laien aber schwierig. Die Vertriebsfirmen der nützlichen Nematoden und die Pflanzenschutzdienste der Länder sind bei der Bestimmung gewöhnlich behilflich. In der Regel deuten aber Beobachtungen am Standort bereits auf die schädigende Art hin: Sind im Mai/Juni ein Zentimeter kleine „Miniatur-Maikäfer“ tags über die Flächen geflogen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den Gartenlaubkäfer. Der etwas größere Junikäfer schwärmt zur Sommersonnenwende und zwar abends.

„Durch Zuflug der Käfer ist alljährlich ein erneuter Befall der Rasenflächen möglich. Deshalb sollte man auch die in den Vorjahren erfolgreich sanierten Areale erneut auf Schädlingsbesatz untersuchen“, rät Goltermann.

pressemitteilung vom 24.6.2016

Erstmals keine Höchstgehaltsüberschreitungen von Schwermetallen in Lebensmitteln

627 Proben Lebensmittel sind im Jahr 2015 in insgesamt 4.358 Einzelbestimmungen auf verschiedene Schwermetalle und andere Elemente untersucht worden. „Das erfreuliche Ergebnis: es gab keine Überschreitungen der gesetzlich geregelten Höchstgehalte von Schwermetallen in Lebensmitteln! Und das, obwohl die Grenzen für Cadmium und Blei unter anderem für Säuglings- und Kleinkindernahrung gerade abgesenkt wurden“, sagt Helmar Tardel, Abteilungsleiter für Schadstoff- und Rückstandsanalytik im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock.

Die für die Gesundheit kritischsten Schwermetalle sind Blei, Cadmium und Quecksilber. Sie sind in ihren Vorkommen in Lebensmitteln eng an die Umweltverschmutzung gebunden. Sie gelangen unter anderem durch bestimmte industrielle Verfahren in die Umwelt.
 
Blei gelangt vor allem durch die Verschmutzung der Luft durch Industrieabgase auf die Oberflächen der Lebensmittel. Bleihaltige Oberflächenverschmutzungen können zum größten Teil durch gründliches Waschen entfernt werden.

Cadmium wird von den Pflanzen über die Wurzeln aus dem Boden aufgenommen und im Gewebe gespeichert. Gute Cadmiumspeicher sind beispielsweise einige Wildpilze. Daneben kann sich Cadmium auch in Muscheln und in Innereien älterer Nutztiere in höheren Konzentrationen anreichern.

Quecksilber kommt vorwiegend in Fischen, besonders in Raubfischen, vor. Diese Lebensmittel stellen die Hauptquelle der nahrungsbedingten Quecksilberzufuhr für den Menschen dar.

Arsen ist ein Halbmetall und wird häufig bei den Kontaminanten in der Gruppe der giftigen Schwermetalle geführt. Es wird in der Nahrungskette zum Beispiel in Muscheln, Garnelen und Fischen angereichert. Für Fische und andere Meerestiere gibt es bisher keine Höchstgehalte im Lebensmittelrecht. Die Arsengehalte der im LALLF untersuchten Fischproben aus den Binnengewässern Mecklenburg-Vorpommerns und der Ostsee waren unauffällig.

„Hersteller und Händler sind an Höchstgehalte durch EU-Verordnungen gebunden. Deren Einhaltung wird vom LALLF und den Behörden der anderen Bundesländer ständig überwacht“, unterstreicht Tardel. „Wir hoffen, dass die Entwicklung anhält und wir auch zukünftig in Lebensmitteln keine Schwermetalle in gefährdenden Größenordnungen nachweisen.“

Hintergrund
Die gesetzlichen Regelungen zu Schwermetallen in Lebensmitteln sind in der Verordnung (EG) Nr.1881/2006 der Kommission vom 19. Dezember 2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten zusammengefasst.
Blei- und Cadmium-Höchstgehalte wurden für tierische und pflanzliche Lebensmittel sowie für Meerestiere festgesetzt. Zum Schutz von Säuglingen und Kleinkindern gelten für Blei besonders strenge Vorschriften.
Für Quecksilber gibt es Höchstgehalte in Fischen, Fischereiprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln.

Die ausführliche Darstellung der Ergebnisse finden Sie hier.

pressemitteilung vom 31.05.2016

Blei und Cadmium in Modeschmuck?

Ketten, Armbänder, Ohrstecker, Creolen, Fingerringe – 23 Proben, teilweise aus dem Handel in M-V (13 Stück) und im Rahmen der Norddeutschen Kooperation aus Hamburg, wurden im Jahr 2015 im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V in Rostock auf die Gehalte von Blei und Cadmium untersucht.
„In einer Probe Ohrringe wurde die zulässige Höchstmenge für Cadmium überschritten und musste beanstandet werden. Bei einer weiteren Probe Ohrstecker fehlte die komplette Kennzeichnung, die für eine Identifikation und Rückverfolgbarkeit des Produktes rechtlich vorgeschrieben ist“, sagt Cornelia Trapp, Abteilungsleiterin zur Untersuchung von Lebens- und kosmetischen Mitteln sowie Bedarfsgegenständen im LALLF. Außerdem gab es bei weiteren sieben Proben Ungenauigkeiten in der Kennzeichnung, die jeweils einen amtlichen Hinweis nach sich zogen. Hierbei handelte es sich um unklare Angaben zur Kennzeichnung der Identifikation, die durch den Hersteller, Bevollmächtigten oder Einführer bei der Bereitstellung eines Verbraucherproduktes auf dem Markt anzubringen sind.

Laut EU-Verordnung gilt eine Obergrenze von 0,01 Gew.% Cadmium in Metallteilen von Schmuck/Modeschmuck einschließlich Piercingschmuck, Armbanduhren, Broschen, Manschettenknöpfen. Das Element gilt als krebserzeugend. Besonders für Kinder besteht eine Exposition in Schmuck durch Hautkontakt oder Ablecken. Cadmium schädigt die Nieren. Es wird im Körper aufgrund seiner langen Verweilzeit angereichert, wirkt knochenschädigend und beeinflusst das Hormonsystem.
Gehalte des Schwermetalls Blei wurden auch nachgewiesen, die ermittelten Mengen lagen aber deutlich unter dem Grenzwert von 0,05 %.

Allein über die Nahrung und die Umwelt nehmen Verbraucher schon oft größere Mengen an Schwermetallen auf, so dass alles zu vermeiden ist, was die Aufnahme noch erhöht, wie zum   Beispiel durch Bedarfsgegenstände wie Modeschmuck.
„Verbraucher sollten darauf achten, dass besonders Kinder nicht unbedingt Modeschmuck tragen, bei dem unklar ist, welche Metalle in der Herstellung verwendet wurden“, rät Trapp. Ebenso können Kinder kleine Metallteile schnell verschlucken. Daraus haben sich mit Blei weltweit schon mehrere Todesfälle ergeben (akute Bleivergiftung).

Hintergrund
Die gesetzlichen Regelungen zu Schwermetallen sind im europäischen Chemikalienrecht (VO 1907/2006 –REACH-) zusammengefasst.

pressemitteilung vom 15.03.2016

Leberwurst = „Graues Geheimnis“?
Die Wurst in der Amtsanalyse


„Das Ergebnis der Untersuchung von 34 Proben Leberwurst war: drei mit zu viel Wasser und eine mit zu viel Fett“, fasst Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V in Rostock die Ergebnisse des Untersuchungsschwerpunkts des Landes 2015 „Kesselkonserven – Leberwurst im Glas“ aus eigener Herstellung zusammen. Diese vier Proben (11,8 %) wurden als „wertgemindert“ beurteilt.

Die Untersuchung umfasste die Prüfung der vorgeschriebenen Kennzeichnung, der sensorischen Beschaffenheit (Aussehen, Geruch, Geschmack) sowie die Bestimmung von Inhaltsstoffen, wie Fett, Eiweiß, Wasser, Nitrit/Nitrat, Natriumchlorid und Hydroxyprolin (eine Aminosäure). Die sogenannten Fleischkennzahlen, wie z. B. das Bindegewebseiweiß, BEFFE (bindegewebseiweißfreies Fleischeiweiß - Erklärung siehe Hintergrund) sind aus den ermittelten Werten der Inhaltsstoffe berechnet worden.
Abweichungen von den Beurteilungskriterien ergaben sich bei den oben benannten Proben nach der Analyse durch die Berechnung des Wasser/Eiweiß- und des Fett/Eiweiß-Quotienten.
Außerdem war die Kennzeichnung bei 65 % (22 Stück) der Leberwurstproben mangelhaft. Dies betraf unter anderem fehlende Angaben zur Tierart bei Zutaten (z. B. Leber vom Schwein), fehlende bzw. nicht rechtskonforme Angaben von Allergenen oder des Mindesthaltsbarkeitsdatums sowie die unkorrekte Mengenkennzeichnung von Zutaten.
Aufgrund des doch recht hohen Anteils von Problemfällen wird das Untersuchungsprogramm für diese Art Wurst ein Schwerpunkt bleiben. „Das „graue Geheimnis“ wird bei uns weiterhin durchleuchtet werden, damit für den Verbraucher Transparenz entsteht“, unterstreicht Feldhusen.

Hintergrund
Zur Beschreibung der allgemeinen Verkehrsauffassung sind für Leberwürste in den Leitsätzen für Fleisch und in den Beurteilungsparametern für Fleischerzeugnisse Mindestanforderungen festgelegt. Die Kennzahl BEFFE steht für das bindegewebseiweißfreie Fleischeiweiß und ist ein Maß für die Qualität einer Fleischware. Das BEFFE repräsentiert den Eiweißanteil des reinen Muskelfleisches ohne Bindegewebe, wie z. B. Sehnen.
Des Weiteren gibt es noch andere Kennzahlen, die die maximalen Anteile von Wasser und Fett sowie deren Verhältnis zum Fleischeiweiß beschreiben.

pressemitteilung vom 09.03.2016

Natamycin in Käserinde oft nachgewiesen

„In 27 der 28 Proben Schnitt- und Hartkäse ist in unserem Neubrandenburger Labor das Antibiotikum Natamycin im Rindenteil nachgewiesen worden. In keinem Fall wurde die zulässige Höchstmenge überschritten“, sagt Professor Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock.
Bei den überwiegend vorverpackten Käseproben war der verwendete Konservierungsstoff Natamycin oder auch E 235 ordnungsgemäß deklariert. „Das ist ein besseres Ergebnis im Vergleich zu dem Untersuchungsschwerpunkt von vor drei Jahren – damals gab es eine Höchstmengenüberschreitung und Defizite bei der Kennzeichnung. Aber – vor drei Jahren ist nur in knapp 50 % der Proben überhaupt Natamycin nachgewiesen worden“, vergleicht Feldhusen.
Natamycin ist ein mikrobiell gewonnenes Antibiotikum. Es wirkt spezifisch gegen Hefen und Schimmel. Im Lebensmittelbereich ist es als Konservierungsstoff zur Oberflächenbehandlung von Hartkäse, Schnittkäse, halbfestem Schnittkäse und getrockneten, gepökelten Würsten mit einer Höchstmenge von 1 mg/dm² zugelassen. Die aktuell ermittelten Gehalte bewegten sich zwischen 0,11 und 0,92 mg/dm². Fünf Millimeter unterhalb der Oberfläche darf die Substanz nicht mehr nachweisbar sein.

Im humanmedizinischen Bereich findet Natamycin zum Beispiel Anwendung bei Hefepilzerkrankungen der Haut, bestimmten Hornhautentzündungen des Auges und anderen Erkrankungen, verursacht durch Pilze.

Für Verbraucher, die den Verzehr des beschriebenen Konservierungsstoffs vorsorglich vermeiden wollen, ist die Kenntlichmachung von Natamycin notwendig. Nur dann kann eine Konsumentscheidung gefällt werden. „Grundsätzlich gilt die Empfehlung, die Rinde von mit Natamycin behandeltem Käse bis zu einem halben Zentimeter wegzuschneiden und nicht zu essen“, betont Feldhusen.
Wer sicher sein will, dass der Käse kein Natamycin enthält, kann auf Biokäse zurückgreifen. Hier darf E235 nicht eingesetzt werden.

Hintergrund
Insbesondere Hartkäse, Schnittkäse und halbfeste Schnittkäse durchlaufen während der Käseherstellung längere Reifeprozesse. Im handwerklichen Maßstab werden die Oberflächen der Käselaibe durch regelmäßiges Bürsten und Abreiben mit Salzlake und erwünschten Reifungskulturen und durch Wenden der Käselaibe gepflegt. Die Bildung von unerwünschten Schimmelpilzen auf der Oberfläche wird dadurch reduziert und gewünschte Reifeprozesse gefördert. Im industriellen Maßstab ist eine solch arbeitsintensive Pflege der Käselaibe nicht möglich. Hier kommen zum Beispiel Oberflächenbeschichtungen oder Folienreifung zum Einsatz. Natamycin ist hier als Konservierungsstoff zur Behandlung der Käseoberflächen gegen Schimmelpilzbefall zugelassen.

Pressemitteilung vom 15.2.2016

Brühwurstaufschnitt von der Theke auf dem Prüfstand

"17 der 19 Proben Brühwurst als lose Thekenware wiesen sensorisch und mikrobiologisch keine Abweichungen auf - eine Probe war verderbgefährdet und eine verdorben. Und, besonders wichtig ist: Keine der 19 Wurstproben enthielt krankmachende Keime“, fasst Cornelia Trapp, Abteilungsleiterin Lebens- und Futtermitteluntersuchung im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V in Rostock die Ergebnisse der Stichprobenkontrolle zusammen.
In der Untersuchung waren unter anderem Proben von Jagdwurst, Bierschinken, Bierwurst, Leberkäse, Paprikawurst, Filetpastete, Lyoner.

Brühwürste werden, wie der Name schon sagt, durch Brühen haltbar gemacht. Vorhandene Mikroorganismen werden durch das Erhitzen stark reduziert. Überlebende Keime, wie z. B. Milchsäurebakterien, können sich aber auch bei Kühlschranktemperaturen vermehren. Eine zu lange Lagerdauer sowie eine Lagerung bei zu hohen Temperaturen können dennoch zum mikrobiellen Verderb der Wurst führen. Das war bei einer Probe Jagdwurst der Fall, was schon in der Sensorikuntersuchung auffiel: die Wurst hatte einen unreinen, säuerlichen Geschmack. Mikrobiologisch nachgewiesen wurden dann auch ein hoher Gehalt an Milchsäurebakterien und Hefen.
Neben einer falschen Lagerung kann es auch beim Aufschneiden der Wurst zu einer Rekontamination der Brühwurstscheiben mit Verderbniskeimen kommen, beispielsweise durch die Nutzung schlecht gereinigter Schneidemaschinen.

Die Ergebnisse dieses Landesuntersuchungsprogramms sowie weitere Analyseergebnisse weisen darauf hin, dass bei loser Aufschnittware aus Fleischtheken ein etwas höheres Verderbnisrisiko im Vergleich zu vorverpackter Ware besteht. „Das heißt allerdings nicht, dass Verbraucher sich scheuen sollten, ihren Aufschnitt an der Bedientheke zu kaufen“, sagt Trapp. Es sollte auf allgemeine Sauberkeit und Ordnung in der Verkaufsstelle geachtet werden.
Aufgrund der mikrobiologisch sensiblen Thematik wird die an der Theke lose angebotene Brühwurst auch zukünftig beprobt und untersucht werden.

Hintergrund
Die mikrobiologische Beschaffenheit der Wurstproben wurde anhand von Untersuchungen auf Verderbnisorganismen vorgenommen. Das waren zum Beispiel:
•die aerobe mesophile Keimzahl,
•Milchsäurebakterien,
•Hefen.
Auf folgende potentiell pathogene Keime ist beispielsweise untersucht worden:
Bacillus cereus,
•koagulase-positive Staphylokokken
Listeria monocytogenes.

pressemitteilung vom 11.02.2016

Ziegenmilch im Labor-Stresstest

„Um dem vorbeugenden Verbraucherschutz Rechnung zu tragen, werden auch Nischenprodukte, wie zum Beispiel ultrahocherhitze Ziegenmilch, im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V analysiert“, erklärt Prof. Frerk Feldhusen, Direktor der oberen Landesbehörde in Rostock.
13 im Einzelhandel entnommene Proben ultrahocherhitzter (UHT) Ziegenmilch wurden nach Eingang im Fachlabor sensorisch beurteilt und mikrobiologisch untersucht. Die Milchproben entsprachen in Geruch, Geschmack und Aussehen den Anforderungen einer Handelsware. Auch mikrobiologisch war alles in Ordnung.
Der „Stresstest“ für UHT-Ware soll die Stabilität der Milch bei bzw. nach Extrembedingungen unter Beweis stellen. Er umfasst eine Bebrütung in verschlossenen Verpackungen für 15 Tage bei einer Temperatur von + 30 ºC (Test gemäß Verordnung (EG) Nr. 853/2004).
„Auch nach dieser Prozedur waren die Ziegenmilchproben völlig in Ordnung. Es gab keine Veränderungen in den sensorischen Merkmalen und der mikrobiologischen Beschaffenheit“, sagt Feldhusen. Damit ist der Beweis angetreten, dass die Ware dieser Stichprobe vorschriftsmäßig hergestellt wurde.

Hintergrund
Die Abkürzung "UHT" steht für "Ultrahocherhitzung". Beim UHT-Verfahren wird die Milch für kurze Zeit auf mindestens 135 °C erhitzt, so dass bei einer Aufbewahrung in einer sterilen, verschlossenen Verpackung bei Umgebungstemperatur keine lebensfähigen Mikroorganismen oder Sporen vorhanden sind. Die Milch ist keimfrei. Bei Zimmertemperatur ist sie mehrere Monate haltbar. Das gilt allerdings nur, solange die Milchpackung verschlossen ist. Nach dem Öffnen gehört auch UHT-Milch in den Kühlschrank und ist nicht wesentlich länger haltbar als pasteurisierte Milch.

pressemitteilung vom 22.07.2015

Riesen-Bärenklau an einer Steilküste

"Riesen-Bärenklau" - Einwanderer aus dem Kaukasus schadet Gesundheit und Boden

„Bis zu vier Meter groß kann der imposante, aber schädliche Einwanderer aus dem Kaukasusgebiet werden“, beschreibt Joachim Vietinghoff, Abteilungsleiter Pflanzenschutzdienst im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V in Rostock den Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum). Derzeit blühen die Pflanzen noch oder beginnen bereits, an ihren ca. 50 cm großen Dolden 15.000 Samenfrüchte oder mehr zu bilden. Die auch Herkulesstaude genannte Pflanze fällt gegenwärtig als großes Einzelexemplar auf, kann aber überall zusammenhängende Bestände bilden.

Der Kaukasusriese ist für viele negative gesundheitliche Aspekte bekannt: Dazu gehören Rötungen und Entzündungen der Haut durch Kontakt mit der Pflanze bis zu heftigen Verbrennungen durch den Pflanzensaft, aber auch Atemnot und Bronchitis durch den bloßen Aufenthalt an sonnigen Tagen in der Nähe der Pflanzen. Besonders gefährdet sind Kinder, die in den urzeitlich anmutenden Bärenklau-Dickichten gern spielen oder sich verstecken - leider oft mit fatalen Folgen.
„Für Naturschützer, Wasserwirtschaftler und Landwirte stellen die Verdrängung oder das Absterben des natürlichen Artenspektrums in der Krautschicht durch die Schattenwirkung der großen Pflanze, die Beeinträchtigung von Uferböschungen sowie die Verstärkung von Bodenerosion zunehmend Probleme dar“, sagt Vietinghoff.

Was kann man gegen die Verbreitung tun?
Durch mehrfaches Mähen und Mulchen, Fräsen kann der Riesen-Bärenklau kaum nachhaltig in Schach gehalten werden. Kleinere Bestände oder Einzelpflanzen werden am besten mit dem Spaten abgestochen. Dabei muss der bis zu 20 cm tief unter der Bodenoberfläche liegende Vegetationskegel getroffen werden, sonst treibt die robuste Pflanze sofort wieder aus. Die erste Bekämpfung erfolgt bestmöglich schon im niedrigen Pflanzenbestand spätestens im April.
„Jetzt im Sommer sollten die gut sichtbaren, großwüchsigen Pflanzen unbedingt am Aussamen gehindert werden! Einzelne Exemplare sind – möglichst im Schutzanzug mit Brille aber wenigstens mit Handschuhen – am besten auszugraben und im Plastiksack im (Rest)Müll zu entsorgen. Wenn nicht die ganze Pflanze vernichtet werden kann, sollten mindestens die Dolden entfernt und in den Müll gegeben werden – keinesfalls auf den Kompost! Verbrennen ist auch eine Möglichkeit“, rät Vietinghoff.
Chemisch kann der Riesen-Bärenklau effektiv bekämpft werden, sinnvollerweise in Kombination mit den oben genannten mecha-nischen Maßnahmen. Eine großflächige Bekämpfung muss Fachfirmen überlassen werden. Nur sie besitzen die notwendige Technik und geeignete Schutzausrüstung, um sich vor der Giftwirkung der Pflanze zu schützen.

Der Riesen-Bärenklau tritt in Gewässernähe, an Straßenrändern, Rad- und Wanderwegen und nicht bewirtschafteten feuchten Flächen wie den Rändern von Söllen oder Brüchen auf.
Seine Verbreitungsmöglichkeiten sind höchst vielfältig. Die schwimmfähigen Samen können mittels fließenden Gewässern oder Regenwasser über größere Entfernungen transportiert werden. Verwirbelungen an Straßenrändern tragen ebenso zur Verbreitung der Samen bei. Im Fell von Tieren können Samen anhaften und weiter getragen werden. Komposthalden sowie die Nutzung als Zierpflanzen in Kleingärten stellen weitere, nicht zu unterschätzende, Verbreitungsformen dar.

Vietinghoff unterstreicht: „Kontrollieren Sie immer wieder, ob ein schon im Frühjahr abgestochener Riesen-Bärenklau nicht mehr nachwächst. Die Pflanzen sind sehr widerstandsfähig und können mehrfach wieder austreiben, wenn der Vegetationskegel nicht zerstört wurde. Eine komplette Vernichtung der Pflanze kann dann bis zu mehreren Jahren dauern“.

pressemitteilung vom 11.05.2015

Amt empfiehlt ausdrücklich abendliches oder nächtliches Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln

„Es ist nicht nur legal, wir empfehlen den Landwirten sogar, dass sie die Abend- und Nachtstunden dazu nutzen, ihre Felder mit notwendigen Behandlungen zu befahren“, sagt Joachim Vietinghoff, Abteilungsleiter Pflanzenschutzdienst im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V in Rostock.
Entgegen einer weit verbreiteten Vermutung wollen Landwirte sich damit nicht den Kontrollen des Pflanzenschutzdienstes entziehen oder heimlich verbotene Mittel anwenden! Sie realisieren mit dieser – manchem Bürger etwas befremdlich anmutenden Arbeitszeit - eine natur- und umweltschonendere Methode der Spritzmaßnahmen.
Jetzt im Frühjahr ist die Hauptvegetationszeit und die Schadorganismen sind in der Massenvermehrung. Ab einer Windgeschwindigkeit von mehr als fünf Metern pro Sekunde darf mit einer Feldspritze nicht gearbeitet werden. Die Windverhältnisse bestimmen also die Anzahl der täglich möglichen Arbeitsstunden. Um die Spritzmittel zu einem optimalen Wachstumszeitpunkt in minimaler Menge auszubringen, können und sollten die überwiegend windstilleren Abende und Nächte genutzt werden.
Mit der inzwischen gut entwickelten, auch abdriftgeminderten Spritzdüsentechnik und präzisen, GPS-gesteuerten Fahrgeräten kommt das Pflanzenschutzmittel oder der Flüssigdünger punktgenau in den Pflanzenbestand. Randstreifen an Gewässern und Biotopen lassen sich so auch nachts ganz exakt abgrenzen.

Ein weiterer wichtiger Vorteil nächtlicher Pflanzenschutzmaßnahmen ist, dass Honigbienen, Hummeln und viele andere, sogenannte Nichtzielorganismen nicht beeinträchtigt werden. Denn sie sind nachts nicht auf Nahrungssuche. Sie können also weder durch direktes Besprühen, noch durch Geruchsveränderungen gestört werden.

„Es gibt also keinen Grund zur Besorgnis! Vielmehr ist ein in der Nacht mit der Pflanzenschutzspritze arbeitender Landwirt ein umweltbewusster Landwirt“, resümiert Vietinghoff.

Hintergrund:
Bei allen Spritzarbeiten unter freiem Himmel muss vor allem eine Abdrift des Spritznebels vermieden werden. Die Geräte erzeugen über den Spritzdruck feine Tröpfchen, deren Größe auch von der Fahrgeschwindigkeit abhängt, denn es geht darum, die gesetzlich festgelegte Aufwandmenge auf die Fläche zu bringen.
Um Abdrift zu verhindern, gibt es teilweise raffinierte technische Lösungen. Durch die Konstruktion der Düsen entsteht im Düsenkörper ein Luftstrom, der die Tröpfchen mit sich reißt und direkt in den Bestand schleudert. Durch diese sogenannten abdrift-geminderten Düsen kann die Abdrift um bis zu 90 % reduziert werden. Die Flüssigkeitsmenge einer Abdrift ist unter regulären Bedingungen sehr gering. Bei einer Abdriftminderung von 90 % darf sie zum Beispiel für den Düsentyp ID 05 im Abstand von einem Meter neben dem Spritzbalken höchstens 0,34 % und im Abstand von zehn Metern noch höchstens 0,03 % der normalen Behandlungsmenge betragen. Viele neue Pflanzenschutzmittel dürfen zulassungsseitig nur mit dieser abdriftgeminderter Düsentechnik angewendet werden.

Für die unterschiedlichen Pflanzenschutzmittel gelten spezifische Abstandsauflagen zu Gewässern. Ist kein Abstand ausgewiesen, greift § 12 Absatz 2 des Pflanzenschutzgesetzes. Dort heißt es: Pflanzenschutzmittel "dürfen jedoch nicht in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern und Küstengewässern angewandt werden."  Dieser Forderung wird der Landwirt gerecht, wenn er bei optimalen Anwendungsbedingungen (Wind, Fahrgeschwindigkeit und Spritzgestängehöhe) einen Abstand von einem Meter zur Böschungsoberkante einhält.

Pressemitteilung vom 19.02.2015

Fisch aus dem Schaalsee ist bedenkenlos genießbar

Erstmals hat Ende 2014 eine Übersichtsuntersuchung von Fischen aus dem Schaalsee stattgefunden. Es sind 12 Proben Fisch auf jeweils 110 Parameter im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock analysiert worden. Es ergaben sich keine Beanstandungen bzw. Höchstmengenüberschreitungen.

Neben der Bestimmung der Fettgehalte prüften die Experten bei Maräne, Hecht, Barsch, Aal und Blei die Belastung mit Dioxinen, PCB`s (Polychlorierte Biphenyle), Pflanzenschutzmitteln sowie Schwermetallen.

Die Fettanteile der Fische lagen bei Hecht, Barsch und Schlei zwischen 1 und 2 %. Der Aal war erwartungsgemäß mit 35 % der fettreichste Fisch.

Da Dioxine und PCB`s fettlöslich sind und sich somit im Fischgewebe anreichern, sind die höchsten Mengen dieser Umweltkontaminanten im fettreichen Aal nachgewiesen worden. Aber es wurde kein zulässiger Höchstwert überschritten.

Die Untersuchung auf Rückstände von 46 Pflanzenschutzmitteln ergab einen Nachweis von DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan – ist ein in der EU seit vielen Jahren verbotenes Insektizid). Hier stellte sich ebenfalls eine Abhängigkeit vom Fettgehalt der Fische dar – Aal und Maräne enthielten die höchsten, aber unbedenklichen Mengen von knapp 0,2 bzw. 0,05 mg/kg Frischsubstanz Fisch.

Auch bei den Schwermetallen Blei, Cadmium, Arsen und Quecksilber waren keine auffälligen Werte bestimmbar.

Ausführliche Informationen zu den Ergebnissen finden Sie auf der Internetseite des Amtes: www.lallf.de/Aktuelles.440.0.html

pressemitteilung vom 05.02.2015

Asiatischer Laubholzbockkäfer

„Schwarzfahrer“ im Verpackungsholz gefährden heimische Bäume

„Abgestorbene Laub- und Obstbäume – das kann einer der derzeit gefürchtetsten ‚Schwarzfahrer‘ in Holzpaletten oder –kisten bewirken: der Asiatische Laubholzbockkäfer“, stellt Armin Hofhansel, Dezernatsleiter der Pflanzengesundheitskontrolle im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock fest. Der bis zu 35 mm große, schwarzweiße Asiatische Laubholzbockkäfer mit seinen auffällig langen Antennen kann über das Verpackungsholz in der ganzen Welt verbreitet werden. Paletten und Kisten sind somit notwendige Transporthilfe für Waren im internationalen Handel aber leider auch ungewollt für Schaderreger.

Qualifizierte MitarbeiterInnen des Pflanzenschutzdienstes des LALLF kontrollieren regelmäßig die Holzverpackungen von Importwaren auf eventuellen Befall mit diesem Käfer, suchen nach Schadbildern, wie Bohrlöchern oder Bohrmehl.
Um der Verbreitung des Asiatischen Laubholzbockkäfers und anderen Schädlingen vorzubeugen, gibt es einen internationalen Standard mit Maßnahmen für die Behandlung von Holzverpackungsmaterial im internationalen Handel (ISPM Nr. 15). Ist das Holz stärker als 6 mm, muss es einer Hitzebehandlung nach dem o. g. Standard unterzogen werden. Schadorganismen sterben dann ab. Ein somit sicheres Verpackungsholz wird mit einer amtlich registrierten Markierung gekennzeichnet, was einem amtlichen Dokument für die Schädlingsfreiheit gleich kommt. Diese Markierung dient auch als Kontrollmerkmal für den Pflanzenschutzdienst bei der Importkontrolle von Verpackungsholz. Ist das Verpackungsholz oder dessen Kennzeichnung nicht in Ordnung, kann durch den Kontrolleur unter anderem die Verbrennung angeordnet werden.

„Wenn Sie an einer Palette oder auch an einem Laubbaum ca. 1 cm große kreisrunde Ausbohrlöcher sehen oder bis zu 3 cm breite Fraßgänge, gegebenenfalls auch größere Mengen grobe Nagespäne oder gar bis zu 60 mm große cremeweiße Insektenlarven, dann könnte es sich um einen eingewanderten Laubholzbockkäfer handeln. Zögern Sie nicht und informieren Sie den Pflanzenschutzdienst“, bittet Hofhansel.
„Wenn der Verdacht besteht, dass Sie einen Asiatischen Laubholzbockkäfer gefunden haben, setzen Sie ihn fest – am besten in einem Glas, denn Plastiktüten sind für den Käfer kein Hindernis - und geben uns Bescheid“, ergänzt Hofhansel. Es darf auf keinen Fall zu einer Freisetzung  oder Vermehrung dieses Schädlings kommen. Er ist eine ernstzunehmende Gefahr für das Leben und Überleben unserer heimischen Baumbestände.

Hintergrund
Der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) stammt ursprünglich aus Asien und ist in Deutschland bisher an mehreren Standorten gefunden worden. Die neuesten Fälle sind 2014 aus München und Magdeburg bekannt.
Der Käfer kann völlig gesunde Bäume besiedeln und abtöten. Für den Menschen ist er unbedenklich. Zu seinen Wirtspflanzen zählen alle Laubbaumarten, einschließlich Obstgehölze.

Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite des Amtes: www.lallf.de/Verpackungsholz.230.0.html



zuletzt geändert am: 27.07.2017