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Echter Mehltau an Getreide

Schaderreger

Blumeria graminis f. sp. tritici 

Schadbild / Symptome

Echter Mehltau am Haferblatt, Foto D. Amelung
Echter Mehltau WW Frühbefall, Foto D. Amelung
Mehltau- pflanze, Foto P. Steinbach

Weiße, watteartige Pusteln auf den oberirdischen Pflanzenteilen (Blatt, Blattscheide, Stängel, bei Weizen auch Ähre), die aus oberflächlich gebildetem Pilzmyzel und Konidienketten bestehen.

Die Pusteln wachsen zu Polstern zusammen und entwickeln sich zu grau-braunem Belag, in dem zu Vegetationsende kugelige dunkelbraun-schwarze Fruchtkörper zu erkennen sind (Kleistothezien mit 0,2 mm Durchmesser), bei starkem Befall Vergilben der Blätter und Absterben.

Verwechslungsmöglichkeiten

bei Altersresistenz oder in Gerste bei Sortenresistenz schwarzbraune Blattflecken - ähnlich abiotischen Teerflecken, Netzflecken, MG-Mangel, älteren Virusflecken oder an den Ähren ähnlich Spelzenbräune

Mehltau Kleistothezien WW, Foto D. Amelung

Diagnosehinweise

mit Lupe gut zu identifizieren

Befallsbegünstigende Faktoren - vorbeugende Maßnahmen

Frühsaat, dichte Bestände, feuchtes Mikroklima

Vorbeugung pflanzenbaulich: rechtzeitige Bekämpfung Ausfallgetreide, optimaler Saattermin, nicht zu hohe Bestandesdichte und N-Düngung, Anbau mehrerer Sorten mit unterschiedlichen Resistenzen

Auftreten in MV

mit unterschiedlicher Stärke alljährlich in allen Getreidearten, besonders in der Jugendentwicklung oft wichtigste Blattkankheit

Bekämpfung

Fungizideinsatz nach Bekämpfungsschwellen:
BBCH 32-61 ab 60 % Befall auf den 3 oberen Blättern

PSM:
Resistenzmanagement durch Nutzung der unterschiedlichen Wirkmechanismen (Wechsel der Mehltauspezialprodukte)

Capalo (Fenpropimorph, Metrafenone u.a.)
Corbel (Fenpropimorph)
Talius (Proquinazid)
Vegas (Cyflufenamid)
Gladio (Fenpropidin u. a.)
Input, Pronto Plus (Spiroxamine u.a.)



zuletzt geändert am: 13.04.2010