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Cornelia Trapp

 

 

 

Merkblatt

Honigvermarktung (pdf 445 kB), Stand Oktober 2016

 

Honig und Süßwaren

 

Was wird untersucht?

Süßwaren

  • Hart- und Weichkaramellen
  • Fondant, Fondanterzeugnisse
  • Gelee-Erzeugnisse, Gummibonbons und Fruchtpasten
  • Schaumzuckerwaren
  • Lakritzwaren
  • Dragees
  • Komprimate/Pastillen
  • Marzipan-, Persipan- und Nougaterzeugnisse
  • Trüffel
  • Eiskonfekt, Krokant
  • kandierte Früchte etc.
  • Kakao, Kakaoerzeugnisse, Schokoladen und Schokoladenerzeugnisse

Honig

  • Blütenhonige (z. B. Rapshonig, Lindenhonig)
  • Blütenhonigmischungen (z. B. Frühtrachthonig, Sommerblütenhonig)
  • Honigtauhonig (z. B. Waldhonig, Koniferenhonig)

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

  • Bestimmung der Inhaltsstoffe (z. B. Wasser, Fett, Eiweiß, Zucker, Mineralstoffe, Genusssäuren)
  • Bestimmung von wertgebenden Bestandteilen (Vitamine, Butter, Früchte, Ölsamen, Marzipan, Schokoladenanteil)
  • Untersuchung auf Zusatzstoffe (z. B. Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Süßstoffe)
  • Bestimmung von besonderen Inhaltsstoffen: Ammoniumchlorid, Glycyrrhizin (Lakritzwaren), Theobromin/Coffein (Schokolade/ Kakao)
  • Diastase- Aktivität und Hydroxymethylfurfuralgehalt als Nachweis von thermischer Belastung bei Honigen
  • Spezifische Leitfähigkeit und mikroskopische Pollenanalyse (Honigsorten, Herkunft von Honig)
  • Prüfung auf Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Bestimmungen bezüglich der Kennzeichnung

Untersuchungsergebnisse 2016

Zucker: 26 Proben, davon 3 beanstandet (11,5 %)
Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (3)
Alle drei Proben Fruchtzucker wurden wegen einer fehlerhaften Nährwertkennzeichnung beanstandet.

Honig: 194 Proben, davon 55 beanstandet (28,4 %)
Nicht zum Verzehr geeignet (2)
Aufgrund hoher Keimzahlen an Bacillus cereus waren zwei Proben zum Verzehr nicht geeignet.
Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (50)
Bei 13 Proben wurde die Kennzeichnung/Aufmachung als zur Täuschung geeignet beurteilt. Beispielsweise wurde eine falsche Trachtangabe gewählt, wobei die entsprechende Pollenart nur als Beitracht vorlag und die sensorischen und chemisch-physikalischen Eigenschaften der genannten Tracht nicht entsprachen. Mehrfach wurde mit Selbstverständlichkeiten geworben z. B. „echter Honig“. Eine Probe wurde als „Imkerhonig frisch aus der Wabe geschleudert“ beworben, obwohl es sich um eine Honig-Mischung aus verschiedenen Ländern handelte.
36 Honigproben wiesen Kennzeichnungsmängel auf, wie beispielsweise eine fehlende, unkorrekte bzw. schlechte lesbare Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums, der Los-Nummer, der Anschrift des Herstellers und/oder der Füllmenge. Mehrfach fehlte auch die Angabe des Ursprungslandes.
Eine Probe wurde mit einer unzulässigen, gesundheitsbezogenen Aussage beworben.
Pflanzenschutzmittel, Überschreitung von Höchstgehalten, unzulässige Anwendung (4)
Vier Proben wiesen einen Glyphosatgehalt über der zulässigen Höchstmenge auf.
Verstöße gegen sonstige Vorschriften/Hilfsnormen (4)
Drei Honige waren gärig und dementsprechend nicht mehr verkehrsfähig. Ein als Honig bezeichnetes Erzeugnis entsprach nicht der Anforderung an Honig gemäß Honig-Verordnung (aromatisiert mit Erdbeeraroma).
Hinweise (6)
Sechsmal wurden den Lebensmittelüberwachungsbehörden fachliche Hinweise zugearbeitet. Dabei handelte es sich überwiegend um kleinere Kennzeichnungsmängel.

Konfitüren, Marmeladen: 93 Proben, davon 19 beanstandet (20,4%)
Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (18)
Nach wie vor stehen hier die Kennzeichnungsmängel (z.B. fehlerhafte Zutatenverzeichnisse, fehlende Mengenangaben, fehlerhafte Angaben der Mindesthaltbarkeit und der Losnummer, fehlende Herstellerangaben, fehlende oder unzutreffende Angabe zum Fruchtgehalt, fehlerhafte Angaben des Klassennamens bzw. Zusatzstoffes etc.) an erster Stelle. Überwiegend Proben von kleineren Herstellern wiesen derartige Fehler auf.
Zusatzstoffe, fehlende Kenntlichmachung, unzulässige Verwendung (3)
Bei allen drei Fruchtaufstrichen wurde der Konservierungsstoff Sorbinsäure, der hier durch die Verwendung von Gelierzucker in die Produkte gelangt, nicht im Zutatenverzeichnis deklariert.
Verstöße gegen sonstige Vorschriften und Hilfsnormen (5)
Fünf Proben erfüllten nicht die Anforderungen der Konfitürenverordnung: bei allen Proben fehlten die Angaben zum Gesamtzucker- und Gesamtfruchtgehalt.
Hinweise (3)
Es erfolgten Hinweise in Folge von Abweichungen hinsichtlich Zusammensetzung (Fruchtge-haltsangabe) und bzgl. einer zu verbessernden und damit sauberen Abfüllung.

Süßwaren: 61 Proben, davon 3 beanstandet (4,9 %)

Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (3)
Bei den drei identischen Proben Schaumküsse wurde im Zutatenverzeichnis die Einzelzutat ‚Kokosraspeln‘ angegeben. In der sensorischen Untersuchung wurde festgestellt, dass die vorliegenden Schaumküsse keine Kokosraspeln als Zutat enthielten. Weder im Geruch noch im Geschmack war ein Kokosaroma erkennbar.

Schokolade: 51 Proben, davon 2 beanstandet (3,9 %)
Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (2)
Bei einer Schokolade fehlten die vollständige Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums,  die Angabe der Losnummer, sowie die Angabe im Zutatenverzeichnis welche Zutaten ökologisch/biologisch sind.
Eine Probe Schokolade wurde wegen der fehlerhaften Angabe des Kakaogehaltes und der fehlerhaften Nährwertkennzeichnung beanstandet.


Kakao: 18 Proben, davon 4 beanstandet

Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (4)
Eine Kakaoprobe wurde aufgrund der Abweichungen des  Zuckergehaltes der chemischen Analyse von der Angabe der Nährwertkennzeichnungstabelle als irreführend hinsichtlich ihrer Zusammensetzung beurteilt.
Drei Proben Kakao wurden aufgrund der fehlerhaften Nährwertdeklaration beanstandet.



zuletzt geändert am: 03.08.2017