Getreide und Getreideerzeugnisse - Brot und Backwaren

 

Was wird untersucht?

  • Getreide (Roggen, Weizen, Reis, Mais etc.)
  • Getreideprodukte (Mehle, Cerealien, Müsli etc.)
  • Teigwaren (Nudeln etc.)
  • Brot und Kleingebäck
  • Feine Backwaren

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

  • Untersuchung auf Mikroorganismen (Hefen, Schimmelpilze, Enterobacteriaceen)
  • Nachweis von Verunreinigungen: Mutterkörner, Besatz, tierischer Befall
  • Nachweis von gentechnischen Veränderungen: Mais, Reis
  • Untersuchung auf Rückstände von Pflanzenschutzmittel Herbizide, Fungizide etc.
  • Untersuchung auf Schwermetalle: Blei, Cadmium, Quecksilber
  • Untersuchung auf Schimmelpilzgifte: Aflatoxine, Ochratoxin A, Fumonisine
  • Bestimmung der Inhaltsstoffe (z.B. Wasser, Eiweiß, Fett, Ballaststoffe, Asche, Vitamine, Calcium, Magnesium)
  • Bestimmung von Cumarin in zimthaltigen Cerealien
  • Bestimmung von wertgebenden Bestandteilen (Butter, Milch, Sahne, Eier, Früchte, Ölsamen, Marzipan, Schokolade)
  • Untersuchung auf Zusatzstoffe (z.B. Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Süßstoffe)
  • Prüfung auf Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Bestimmungen bezüglich der Kennzeichnung

Untersuchungsergebnisse 2010

Getreide - Beanstandungsrate: 2,3%
Proben: 44 - davon beanstandet:  1
Verstöße gegen sonstige Vorschriften/Hilfsnormen  (1 )
In einer Verdachtsprobe im Zusammenhang mit einer Erkrankung wurden erhöhte Keimgehalte der aeroben Keimzahl, von Hefen sowie von Enterobacteriaceae ermittelt.

Getreideerzeugnisse - Beanstandungsrate: 1,1%
Proben: 89 - davon beanstandet: 1
Nicht zum Verzehr geeignet (1)
Eine eingesandte Probe Roggenschrot aus einer Bäckerei war aufgrund zahlreicher Verklumpungen durch Gespinste und Kot von Larven nicht zum Verzehr geeignet.

Brot, Kleingebäck - Beanstandungsrate: 4,0%
Proben: 100 - davon beanstandet: 4
Nicht zum Verzehr geeignet ( 3 )
Eine Beschwerdeprobe war aufgrund eingebackener Kunststoffborsten im Brot nicht zum Verzehr geeignet, eine Beschwerdeprobe Mischbrot war durch verfärbte Bestandteile in der Krume als ekelerregend beurteilt. In einer Beschwerdeprobe mit abweichendem Geruch und Geschmack wurden Mineralölspuren nachgewiesen und als nicht verzehrsfähig beurteilt.
Wertgemindert ( 1 )
Wertgemindert war eine Probe Kräuterbaguette, in der der Zusatz der Kräuterbutter fehlte.
Hinweise ( 2 )
In einer Probe Mischbrot wurde  der nicht deklarierte Konservierungsstoff Sorbinsäure in nicht technologisch wirksamer Menge nachgewiesen. Eine Laugenstange wies einen leicht erhöhten Aluminiumgehalt auf.

Feine Backwaren - Beanstandungsrate: 18,6%
Proben: 226 - davon beanstandet: 42
Gesundheitsschädlich, Gesundheitsgefährdend ( 1 )
In einer Verdachtsprobe Steruselkuchen, die im Zusammenhang mit einer Erkrankung eingesandt wurde, war Salmonella Enterititis nachweisbar.
Nicht zum Verzehr geeignet ( 10 )
Eine Beschwerdeprobe Marmorkuchen wies Schimmelpilzbefall in der kakaohaltigen Krume auf, eine Verdachtsprobe Stachelbeer-Baiser-Torte enthielt am Tortenrand verdorbene Nuss- und Mandelanteile. 8 Proben Frittiergut (Berliner, Spritzkuchen, Quarkbällchen) waren wegen einge-setztem verdorbenen Frittier- oder Siedefett und/oder wegen zu hoher Anisidinzahl nicht zum Verzehr geeignet.
Wertgemindert ( 13 )
In 5 Proben Bienenstich wurden statt der geforderten Ölsaaten Kokosflocken als Belag eingesetzt, bei 4 Proben Bienenstich war der erforderliche Belaganteil nicht ausreichend. 5 Proben Feine Backwaren wiesen sensorische Mängel in der Beschaffenheit auf (verbrannte Mandelblättchen, eingezogenes Frittierfett in der Krume, salziger Geschmack)
Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften ( 1 )
In einer Probe Sahneschnitte war der Sahneanteil zu gering, außerdem war der eingesetzte Farbstoff nicht deklariert.
Zusatzstoffe, fehlende Kenntlichmachung, unzulässige Verwendung ( 11 )
Feine Backwaren wurden auf deklarierten Farbstoffzusatz untersucht, davon waren 12 Proben wegen fehlender Kennzeichnung eingesetzter Farbstoffe zu beanstanden.
Überschreitung von Höchstgehalten, unzulässige Anwendung ( 2 )
In einer Probe Papageikuchen wurde der Farbstoff E 122 ermittelt, wobei die zulässige Höchstmenge überschritten war. Eine Probe Weiche Amarettini  wies eine Höchstmengenüberschreitung an dem Konservierungsstoff Sorbinsäure auf.
Verstöße gegen sonstige Vorschriften/Hilfsnormen  ( 7 )
In 7 Proben Feiner Backware wurden DGHM-Warnwert-Überschreitungen für Enterobacteriaceen festgestellt. 
Hinweise ( 28 )
13 Proben Feine Backwaren fielen mikrobiologisch auf Grund von DGHM-Richtwertüberschreitungen auf. 5 Lebkuchen waren wegen erhöhter Acrylamidgehalte, eine Probe Amarettini wegen etwas erhöhtem Cyanidgehalt und eine Probe Zimtröllchen wegen erhöhtem Cumaringehalt zu bemängeln.

Die Ergebnisse der Jahre 2007, 2008, 2009 im Archiv

Untersuchungsergebnisse Teigwaren 2010
Teigwaren - Beanstandungsrate: 0%
Proben: 39 - davon beanstandet: 4
Nicht zum Verzehr geeignet ( 1 )
Aufgrund von Brotkäferlarven war eine Probe Teigwaren zum Verzehr nicht geeignet.
Wertgemindert ( 3 )
Drei Proben wiesen zu geringe Eigehalte auf.
Hinweise ( 1 )
Eine Probe gekochte Nudeln wies erhöhte Keimzahlen an E.coli und Hefen auf.



zuletzt geändert am: 20.06.2011