Suche

Ansprechpartner

Cornelia Trapp

 

Fertiggerichte, Suppen, Saucen

Was wird untersucht?

-  Fertiggerichte (z. B. Convenienceprodukte (Fertigpizza, Gerichte für die Mikrowelle, Tiefkühlware, etc.),
     Gerichte aus Gaststätten, belegte Brötchen (z. B. Fischbrötchen), usw.
-  Suppen (z. B. Tomatensuppe, Fertigsuppen, Suppentrockenprodukte)
-  Soßen (z. B. Brühe, Brühwürfel, Bratensauce, Sauce Hollandaise)

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

-  Untersuchung der sensorischen Beschaffenheit (Aussehen, Textur, Geruch und Geschmack)
-  Bestimmung von chemischen Parametern wie Fett-, Eiweiß-, Mineralstoff- und Wassergehalt sowie Nährwertberechnungen
-  Untersuchung zum Einsatz von Zusatzstoffen (z. B. Farbstoffe, Geschmacksverstärker)
-  Untersuchung auf Rückstände (z. B. Schwermetalle, Kontaminaten)
-  Mikrobiologische Untersuchungen (Hygienestatus)
-  Prüfung auf Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Bestimmungen bezüglich der Kennzeichnung

Untersuchungsergebnisse 2016

Suppen, Soßen, Brüherzeugnisse: 142 Proben, davon 40 beanstandet (28,2 %)
Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (29)
In 29 Fällen war die Kennzeichnung unvollständig oder nicht korrekt. Beispielsweise fehlten Herstellerangaben, Füllmengen, Zutaten, QUID oder Allergenhinweise. Häufig wurden auch zusammengesetzte Zutaten formal nicht korrekt mit einen Aufzählung von deren Zutaten angegeben (z.B. jodiertes Speiseisalz).
Zusatzstoffe, fehlende Kenntlichmachung, unzulässige Verwendung (25)
Bei 21 Proben fehlte die Kennzeichnung der verwendeten Zusatzstoffe, bzw. wurde nicht rechtskonform durchgeführt.
Bei vier Proben wurde Glutaminsäure in unzulässiger Weise verwendet (Überschreitung der Höchstmenge von 10 g/kg).
Hinweise (14)
14x wurden der Lebensmittelüberwachungsbehörde fachliche Hinweise zugearbeitet. Dabei handelte es sich um geringfügige bzw. formale Kennzeichnungsmängel (z.B. es fehlte das Wort „Enthält“ bei der Kenntlichmachung von Allergenen bei der losen Abgabe).

Fertiggerichte: 233 Proben, davon 36 beanstandet (15,5 %)
Gesundheitsschädlich, Gesundheitsgefährdend (1)
Eine Probe Lasagne wurde als Beschwerdeprobe vorgelegt. In ihr wurden zahlreiche harte Steinchen festgestellt. Diese waren auf Grund der Soße nicht sofort augenscheinlich erkennbar. Beim Verzehr wären Schäden an den Zähnen bzw. der Mundschleimhaut möglich.
Irreführung, Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften (26)
Ein als Probe vorgelegtes Mittagsgericht wies nicht die typischen Eigenschaften eines Cordon bleu auf, da anstelle einer Schinkenscheibe nur ein Schinkenimitat eingesetzt worden war. Bei einem als Verdachtsprobe vorgelegten Feta Salat war kein „Feta“ (griechischer Schafskäse) verwendet worden sondern lediglich ein Salzlakenkäse mit Kuhmilch. Die genannten Bezeichnungen waren somit irreführend.
Bei 24 Proben lagen Kennzeichnungsmängel unterschiedlicher Art vor. Dabei handelte es sich sowohl um Mängel bei Angaben auf vorverpackten Lebensmitteln als auch bei lose abgegebenen Lebensmitteln. Bei letzteren war in einigen Fällen die Kennzeichnung der vorhandenen Allergene nicht korrekt vorgenommen worden.
Zusatzstoffe, fehlende Kenntlichmachung, unzulässige Verwendung (16)
Insgesamt elfmal wurden Zusatzstoffe gar nicht oder formal nicht korrekt gekennzeichnet. Bei fünf Proben wurde die Höchstmenge für Glutaminsäure (Glutamat) überschritten.
Verstöße gegen sonstige Vorschriften/Hilfsnormen (1)
In einer Probe Teigtaschen nach russischer Art wurde eine erhöhte Anzahl an hygienerelevanten Enterobakterien festgestellt.
Hinweise (17)
In siebzehn Fällen wurden den zuständigen Überwachungsbehörden Hinweise zu auffälligen Proben mitgeteilt. Dabei handelte sich um geringfügige Abweichungen von den rechtlichen Vorgaben. Mehrfach betrafen diese die Vorschriften zur Kenntlichmachung der Allergene. In einigen Fällen ging es um auffällige, aber noch nicht beanstandungswürdige mikrobiologische Abweichungen.



zuletzt geändert am: 03.08.2017