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Feldmaus

Schaderreger:

Microtus arvalis

Schadbild / Symptome

Fraßschäden vor allem in Raps- und Getreidefeldern, auch Gras- und Kleeflächen bevorzugt. In Umgebung der Nester (Mäuselöcher) im Herbst und über Winter häufig Kahlfraß, können großflächig kahle Stellen verursachen, häufig sind oberirdisch feste Laufwege erkennbar.

Lebensweise:

  • Leben in Kolonien zusammen, legen großflächige flach unter der Erde verlaufende Gangsysteme an,
  • Fressen meist oberirdische grüne Pflanzenteile und im Sommer Körner von reifendem Getreide, seltener auch unterirdisch
  • Hohe Vermehrungsrate, in Abhängigkeit von der Witterung und Konkurrenz untereinander kann der Befall sich in wenigen Monaten aufbauen

Verwechslungsmöglichkeiten:

Es gibt verschiedene freilebende Schadnager, ebenfalls häufig ist die Wühlmaus, erkennbar an oberflächig leicht mit Erde aufgeworfenen Gängen.

Diagnosehinweise:

Vorhandene Mäuselöcher; Bewohnte Baue sind an frischen Spuren, aufgeworfener Erde, Nahrungs- und Kotresten zu erkennen

Auszählungen mit der Loch-Zutret- Methode:
2 x 250 m² abstecken, alle Mäuselöcher zutreten
nach 24 h wieder geöffnete Löcher zählen (wgL)

Bekämpfungsrichtwert:

Vermehrungskulturen    3 ? 8 wgL
alle anderen Kulturen    5 ? 8 wgL
Beachten Sie: 8 wgL / 250 m² entsprechen etwa einer Populationsdichte von 120 Mäusen pro Hektar

Befallsbegünstigende Faktoren:

  • Minimalbodenbearbeitung beeinflusst die Lebensräume kaum, mangelnde Strohverteilung bietet Nahrungs- und Lebensraum
  • Straßenränder, Sölle oder Flächen unter Windkraftanlagen bilden ungestörte Refugien

Bedeutung in MV:

Verstärktes Auftreten unterliegt natürlichen Schwankungen im 2-4-jährigem Rhythmus (Gradation)

Bekämpfung:

Chemisch: mit Zinkphosphidhaltigen Ködermitteln, verdeckt in die Löcher auslegen

Ackerbaulich: Habitat- Management

  • Intensive Bodenbearbeitung;
  • durch tiefes Pflüges Nester und Gänge zerstören; vor allem an den Einwanderungsgebieten
  • Förderung natürlicher Feinde durch Aufstellen von Sitzkrücken





zuletzt geändert am: 22.09.2015