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Vermehrungsflächen 2018

Entwicklung der Vermehrungsflächen

Im Jahr 2018 wurden mit Stand 20.04. 14.238 ha Wintergetreide zur Vermehrung angemeldet. Das bedeutet einen Zuwachs von 247 ha Vermehrungsfläche. Die größte Ausdehnung der Fläche ist beim Winterroggen zu verzeichnen, gefolgt von der Wintertriticale.

Bei der Sortenvielfalt bildet der Winterweizen mit 47 Sorten die größte Herausforderung für die Feldbestandsprüfer, denn nur auf dem Feld ist die Sortenreinheit bonitierbar.

Ergebnisse der Feldbestandsprüfung 2017

Mähdruschfrüchte                      

Wie in den Vorjahren wurden bei der Feldbestandsprüfung wieder sehr gute Ergebnisse erreicht. Von den besichtigten 20.623ha Vermehrungsfläche wurde nur 187ha aberkannt, das sind sehr gute 0,9%.

Gründe der Feldaberkennung bei Getreide liegen hauptsächlich leider wieder im Besatz mit anderen Getreidearten (41,4%). Auch durch unzureichenden Kulturzustand (12,9%)  und  ein Problem der Hybridzüchtung, zu geringe Hybridität ( 19,5%) mussten Vermehrungsflächen aberkannt werden. Ein Alarmsignal sollten die 34ha sein, die wegen Flughaferbesatz aberkannt werden mussten.

 

Pflanzkartoffeln

auch in diesem Jahr sind ~66% aller angemeldeten Vemehrungsvorhaben höhere Kategorien.
Es wurden ~97% aller Vermehrungsvorhaben anerkannt, das sind insgesamt ~2.855ha.

 

Ursachen der Aberkennung bei der Feldbestandsprüfung bei Pflanzkartoffeln in MV

Hauptursache für Feldaberkennungen war auch in diesem Jahr Befall durch Schwarzbeinigkeitserreger (37,8%), gefolgt von einem hohen Anteil Fehlstellen (6,2%), welche auch bedingt durch die lange andauernde Kälteperiode im Frühjahr und die nachfolgenden massiven Niederschläge waren.
Erfreulicherweise mussten keine Feldaberkennungen wegen Virussymptomen ausgesprochen werden. In Mecklenburg-Vorpommern gab es im Jahr 2017 eine unterdurchschnittliche Belastung durch Blattläuse, die durch einen zwar höheren, aber dennoch unter dem Mittelwert liegenden Anstieg ab Mitte Juli gekennzeichnet war.

Ergebnisse der Beschaffenheitsprüfung 2017

Mähdruschfrüchte (Stand 12.02.2018)

Vor allem eine ungleiche Verteilung der Niederschläge hat in diesem Jahr dazu geführt, dass je nach Anbauregion gute und weniger gute Erträge erwirtschaftet werden konnten und die Erntebedingungen in diesem Jahr allen Beteiligten wohl lange in Erinnerung bleiben werden.

Bei der Wintergerste wurden noch gute durchschnittliche Erträge eingefahren und die Saatgutqualitäten waren auch nicht beeinträchtigt.

Durch die Anfang August einsetzenden z. T. starken und lang anhaltenden Niederschläge musste die Getreideernte oft unterbrochen werden. Während in anderen Jahren die Getreideernte nach 4 Wochen im wesentlichen beendet war, verzögerte sie sich in diesem Jahr, so dass erst Ende August/Anfang September der letzte Weizen von Feld geholt werden konnte.

Dabei blieb die verlängerte von Nässe gekennzeichnete Ernteperiode nicht ohne Auswirkungen auf die Saatgutqualität. Sichtbar wurden Auswuchs, zunehmender Befall mit Schwärzepilzen und Fusarium. Der Verlust der Keim- oder Lebensfähigkeit zeigte sich bei der Beschaffenheitsprüfung des Saatgutes. Auf Grund dessen wurde Ende August der Schnelltest (TTC) ausgesetzt und ausschließlich die Keimfähigkeit in der Keimrolle, teils mit Beize, geprüft.
Bei Winterweizen mussten bereits 7 % , bei Triticale sogar 12% aberkannt werden.
Die Getreidezüchter nutzen in diesem Jahr bei Weizen die Möglichkeit der Einstufung in die Kategorie Z2 mit Keimfähigkeiten bis 85 %. Bisher wurden 73 Partien Winterweizen umgestuft; das betrifft vor allem die Sorten RGT Reform, Desamo, Euclide und Kalmar. Auch Sommerweizen wurde auf Antrag umgestuft; bisher betrifft dies die Sorten SW Kadrilj und Quintus mit 7 Partien.

Zur Zeit werden vorrangig Sommergetreide, Gräser und Leguminosen in der Beschaffenheitsprüfung untersucht. Die bisherigen Ergebnisse finden sie hier.

Eine hohe Aberkennungsrate zeichnet sich bei Lupinen durch das Nichterreichen der Keimfähigkeitsnorm ab.

Mit Stand 12.02.2018 wurden 4118 Partien zur Beschaffenheitsprüfung vorgestellt. Davon konnten 3.802 Partien anerkannt werden; somit beträgt die Aberkennungsrate  7,7%.

 

Pflanzkartoffeln  (Stand 13.04.2018)

1927 Vorhaben (2854,571 ha) sind „mit Erfolg“ feldbesichtigt.
(1865 Vorhaben sind auf Viruskrankheiten zu untersuchen, 62 Vorhaben sind testbefreit)

Leider konnten 24 Vorhaben witterungsbedingt nicht geerntet werden, das sind 53,02 ha; somit gelangten nur 2.801,551 ha in die Virusprüfung.

erledigte Vorhaben:     1903 (100 %) 

    davon                            4 Vorhaben aberkannt

Anerkannte Fläche:     2.796,621 ha ( 99,83 %)
   
Aberkennungsrate:            4,93 ha     ( 0,17 %)

Exporte von Saatgut außerhalb der EU

Jahr

 

 Partien

(Anzahl)

Masse

(dt)

Antragsteller

(Anzahl)

Fruchtarten

 

2013211.088,0 3

WW, HA, WD, ROT,WRP, PHA, RAS

2014

11  620,0 2ROT, WRP, PHA, RAS
2015 4  279,5 2HA, RAS
201612  366,3 3GS, HA, WD, RAS, SJ

 

 

Exporte von Pflanzgut außerhalb der EU

Von 5 in Mecklenburg-Vorpommern ansässigen Züchterhäusern wurden im Wirtschaftsjahr 2016/17 Pflanzkartoffeln in 32 Nicht-EU-Länder mit einer Gesamtmenge von  78.055 dt exportiert.

Hauptexportländer sind Russland, Ägypten und die Ukraine.

 

 

 



zuletzt geändert am: 20.04.2018