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Modellvorhaben "Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz"

"Im Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wird die weitere Reduzierung der Risiken durch Pflanzenschutzmittel gefordert. Als eine wichtige Maßnahme zur Erreichung dieses Zieles wird die Praxiseinführung neuer integrierter Pflanzenschutzverfahren genannt. Dazu ist das Modellvorhaben "Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz" initiiert worden.
Das Modellvorhaben ist gleichermaßen ein Beitrag zur Vorbereitung Deutschlands auf die nationale Umsetzung der Richtlinie 2009/128/EG vom 21. Oktober 2009 (Aktionsrahmen der Gemeinschaft für die nachhaltige Verwendung von Pestiziden), die von den Mitgliedstaaten der EU nationale Aktionspläne fordert." Quelle: BLE
Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
Ackerbau startet in MV

- Randstreifen vermindern PSM-Einträge

- Zwischenfrüchte halten Nährstoffe und unterdrücken Unkräuter
Im Ackerbau startete das Modellvorhaben im September 2011 mit fünf landwirtschaftlichen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern.
Es gibt für uns (LALLF MV, Pflanzenschutzdienst) gute Gründe, am Modellvorhaben "Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenschutz im Ackerbau" mitzuwirken.
Die in der RL 2009/128/EG geforderte Umsetzung der Grundsätze des Integrierten Pflanzenschutzes (IP) bis 2014 ist sowohl für die Landwirtschaft als auch deren Berater höchst anspruchsvoll. Mit den Demonstrationsbetrieben können mehrjährige, mehrortige Aussagen zu den Möglichkeiten, ökonomischen Auswirkungen und ggf. auch Grenzen eines konsequenten integrierten Pflanzenschutzes unter den Bedingungen wirtschaftlich optimierter Betriebsstrukturen und Anbausysteme aufgezeigt werden. Auf Grundlage dieser Kenntnisse lassen sich Leitlinien zum IP anpassen und weiterentwickeln. Wir möchten in den Betrieben traditionelle Werkzeuge des IP aktivieren und zahlreiche Innovationen dauerhaft in betriebliche Entscheidungsprozesse zum Pflanzenschutzmitteleinsatz einbinden. Die offensive Kommunikation des Modellvorhabens, seiner Umsetzung und Ergebnisse wird den IP für andere Berater und nicht involvierte Betriebe plastischer machen. Eine ins Stocken geratene Entwicklung käme wieder in Gang.
Das Vorhaben wird in enger Kooperation zwischen den ausgewählten Praxisbetrieben, dem Pflanzenschutzdienst (Projektbetreuung) sowie dem Julius Kühn-Institut (bundesweite Koordination) realisiert. Den fünf Betrieben steht mit Herrn Felix Schmidt (felix.schmidt@lallf..., 0381-4035443) ein Berater zur Seite, der u.a. einen beträchtlichen Teil der Bestandesüberwachung übernimmt und den Betrieben als Ansprechpartner für alle Entscheidungen im Pflanzenschutz zu Verfügung steht.
Derzeit befindet sich eine Homepage in Vorbereitung, in der u.a. über die teilnehmenden Betriebe informiert und den Fortgang des Projekts berichtet wird.
Hoftage
Auf voraussichtlich vier Hoftagen wird über den Entscheidungsprozess zum PSM-Einsatz berichtet, verwendete Werkzeuge vorgestellt, Strategieversuche zum PSM-Einsatz in Winterweizen und anderes präsentiert.
Wann | Wo | Was |
|---|---|---|
14.06.12 | 17495 Groß Kiesow | Hoftag in Verbindung mit dem Vorpommerschen Getreidetag |
n.n. | 18337 Bartelshagen | Hoftag |
n.n. | 19412 Brüel | Hoftag |
n.n. | 18196 Lieblingshof | Hoftag |
Herausgeber: | Pflanzenschutzdienst des LALLF M-V |
Verfasser: | Dr. Stephan Goltermann |
Adresse: | Graf-Lippe-Str. 1, 18059 Rostock |
Telefon: | 0381-4035449 |
E-Mail: | stephan.goltermann@... |
zuletzt geändert am: 19.03.2012

