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Auswertung der Fischereiaufsicht im Jahr 2016

Kontrolldurchführung

Durch die Mitarbeiter der Fischereiaufsichtsstationen des LALLF wurden im Jahr 2016 - 3.663 Fischereikontrollen (davon 1.852 Seekontrollen und 1.811 Hafen-/Landkontrollen) und 14.593 Anglerkontrollen durchgeführt. 

Zusammen mit den rund 18.000 Kontrollen der ehrenamtlichen Fischereiaufsicht und den ca.10.000 Kontrollen der Wasserschutzpolizei wurden damit mehr als 42.000 Angler einer Kontrolle unterzogen.

 

 

Feststellung rechtswidriger Handlungen

Im Jahr 2016 wurden im LALLF insgesamt 1.530 rechtswidrige Handlungen gegen fischereirechtliche Vorschriften u.a. registriert. Die Anzahl ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken (- 6 %).
 
Die Feststellungen wurden im LALLF angezeigt durch:
Mitarbeiter des LALLF                       -    585 Fälle
Ehrenamtliche Fischereiaufseher       -    506 Fälle
Wasserschutzpolizei                         -    429 Fälle
sonstige                                          -      10 Fälle

Bei den Anglern war die „Schwarzangelei“ – das Angeln ohne Erlaubnis – in Verbindung mit der Verletzung der Fischereischeinpflicht das häufigste Delikt. Die folgenden Ränge wurden wie im Vorjahr belegt durch das Angeln in Schonbezirken, das Angeln mit ungültigem Fischereischein, die Nichtbeachtung des Verankerungsgebotes im Strelasund und anderen Gewässerteilen, die Nichtbeachtung der Schonzeiten und Mindestmaße der Fische, das Schleppangeln in Fischereibezirken sowie die Verwendung lebender Köderfische.

 

Im Bereich der Berufsfischerei (Küste) waren die Feststellungen mit 149 Fällen zum Vorjahr leicht rückläufig. Ein erheblicher Anteil der Feststellungen war in der mangelhaften Kennzeichnung von Fanggeräten wie auch in der Verletzung des gemeinschaftlichen Fischereirechtes (Logbuch, Anlandeerklärung etc.) zu verzeichnen.

Die Feststellung ordnungswidriger Handlungen bei Anglern ergab im Jahr 2016 1.293 Feststellungen mit 1.860 ordnungswidrigen Tatbeständen  (s.a. Tab.). 
  

Tatbestand   2012   2013   2014   2015   2016
Verletzung der Fischereischeinpflicht    409   403   536   591   544
Fischereischein ungültig        71     73   101   109     95
Nicht-mit-führen Angelerlaubnis (Küstengewässer)    447   426   484   422   462
Nicht-mit-führen Angelerlaubnis (Binnengewässer)    167   168   350   401   273
Mitführen fangbereiter Geräte ohne Dokumente       3   n.e.   n.e.   n.e.   n.e.
Verstöße gegen Mindestmaße / Schonzeiten        39     73     37     88     35
Nichtbeachtung der Schongebiete    146   153   148   261   203
Verwendung lebender Köderfische        16     17     25     21     22
Schleppangeln in Verbotsgebieten        43     63     49     63     80
Nichtbeachtung Verankerung in inneren Küstengewässern      -    -     88     89     81
Verletzung sonstiger Gebote und Verbote        44     45     79   114     65
                                                           gesamt1.3671.4211.8972.1591.860

Tab.: Art und Anzahl der registrierten ordnungswidrigen Tatbestände bei Anglern - Jahre 2012 - 2016

Ahndung rechtswidriger Handlungen

Die von den Kontrollbefugten festgestellten rechtswidrigen Handlungen werden durch das LALLF entsprechend der gesetzlich bestimmten Zuständigkeit entweder an die zuständige Behörde zur Entscheidung abgegeben oder es wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet welches i.d.R. durch Erhebung eines Verwarnungsgeldes oder Bußgeldes abgeschlossen wird.

 

 



zuletzt geändert am: 15.05.2017