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Dr. Armin Hofhansel

 

Importstopp Russlands

Achtung! Mit Wirkung vom 18.09.2017 besteht sofortiges Einfuhrverbot für Pflanzen aus Deutschland in die Russische Föderation! Die einzige Ausnahme sind Pflanzkartoffeln, die gesondert beim zuständigen Pflanzenschutzdienst angemeldet und untersucht werden. Für alle anderen Pflanzen dürfen derzeit keine PGZ in die Russische Föderation ausgestellt werden. 

Ralstonia solanacearum an Rosen gefunden

Die Niederlande und Belgien informierten über den Nachweis von Ralstonia solanacearum an Rosen in verschiedenen Schnittblumenbeständen und inzwischen auch in zwei Vermehrungsbetrieben. Bei dem nachgewiesenen Erreger handelt es sich um Rasse 1/Biovar 3, die einen breiten Wirtspflanzenkreis von mehr als 200 Pflanzenarten hat. Deshalb wird das von der Rasse 1 ausgehende phytosanitäre Risiko sehr hoch eingeschätzt, z. B. für in Deutschland produzierte Zierpflanzen wie Pelargonium und Anthurium. Die Rasse 1 hat einen höheren optimalen Temperaturbereich als die in Europa aus
dem Kartoffelanbau bekannte Rasse 3/Biovar 2. In der Produktion unter Glas und Folie kann sie sich aber ohne weiteres etablieren und vermehren. Nach den uns vorliegenden Informationen sind keine Pflanzen aus den in den NL befallenen Vermehrungsbetrieben zu uns nach MV geliefert worden.
Trotzdem empfehlen wir prophylaktische Kontrollen Ihres gesamten Rosen-Pflanzmaterials.

Achten Sie dabei auf folgende Symptome:
- Nekrosen und starke Verbräunungen (fast schwarz) an den Stängeln
- Welken und Aufhellen der Blätter


Sollten Sie an Rosenpflanzen Symptome finden, die auf einen Befall mit Ralstonia solanacearum hindeuten,
informieren Sie uns bitte sofort.

Brasilien weist nicht ISMP Nr. 15 konformes Verpackungsholz grundsätzlich zurück!

Hinweis:

Brasilien weist nicht mit dem ISPM Nr. 15 konforme Holzverpackungen zurück.

Eine Nachbehandlung in Brasilien wird nicht mehr stattfinden!!!

 

 

China stoppt Eschenholz-Einfuhr aus Europa

Mit der Entscheidung 2013/156 der chinesischen Behörden wird die Einfuhr von Eschenholz (Roh- und Schnittholz) u.a. aus Deutschland nach China untersagt.

Das heißt, dass aus Deutschland kein Eschenholz mehr nach China geliefert werden darf.

Es werden keine Pflanzengesundheitszeugnisse (PGZ) mehr ausgestellt!

Wir bitten um Mithilfe - Gefahr durch den Asiatischen Laubholzbockkäfer

Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) ist in seiner Heimat (Asien) ein gefürchteter Schädling. Er kann völlig gesunde Laubbäume besiedeln und innerhalb weniger Jahre zum Absterben bringen.

Im Jahr 1996 wurde der Schädling in die USA eingeschleppt, 2001 wurde er erstmals in Europa (Österreich) gefunden. Seitdem kam es zum Auftreten dieses Quarantäneschädlings in Frankreich, Kanada, Italien, Niederlande, Schweiz, Großbritannien und auch Deutschland. In Deutschland trat der Schadorganismus bisher in Neukirchen (2004), Bornheim (2005), Weil (2011), Feldkirchen (2012), Neubiberg (2014), Ziemetshausen (2014), Magdeburg (2014), Kehlheim (2016) und Murnau (2017) auf.

Wahrscheinlich wurde der Käfer über Verpackungsholz aus Asien (China) eingeschleppt.

Aufgrund der großen Gefahr die von diesem Quarantäneschadorganismus für unsere Wälder und auch Bäume im öffentlichen Grün ausgeht, sind wir auf ihre Mithilfe angewiesen um ein Auftreten früh zu erkennen und Bekämpfungsmaßnahmen schnell einleiten zu können.

Unter den folgenden Links finden Sie Informationen und Abbildungen, die Ihnen ermöglichen den Käfer und die durch ihn entstehenden Schäden zu identifizieren. (MerkblattHintergrundinformationen, Seite des Julius Kühn-Instituts)          

Gefahr durch Ambrosia


Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)

Die Pflanze (s. Fotos - Vergrößern durch anklicken) gehört zur Familie der Asteraceae (Korbblütengewächse).
Sie zählt zu den invasiven, nicht einheimischen Pflanzenarten, d.h. zu Pflanzen, die unbeabsichtigt eingeschleppt werden und deren Einbürgerung vorübergehend, zeitweilig oder permanent erfolgen kann.

Blütezeit:
Juli bis Oktober

Verwechslungsmöglichkeiten:
 
Gemeiner Beifuß (Artemisia vulgaris)
Wilde Möhre (Daucus carota)
Gänsefuß-Arten (Chenopodium sp.) u.a.

Erkennungsmerkmale der Pflanze:
- Sie kann 30 - 120 cm hoch werden, ist stark wüchsig und reich verzweigt

- Ist artverwandt mit dem Beifuß, fällt jedoch im Unterschied zu diesem durch abstehende Behaarung
  des meist rötlichen Stängels auf

- Blütenstände mit den männlichen unscheinbaren gelblichen Blüten sind endständig.
  Die weiblichen Blüten sind in den Blattachseln zu finden.

- Blätter sind behaart und beidseitig grün
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ACHTUNG!!!  -  ACHTUNG!!!  -  ACHTUNG!!!  -  ACHTUNG!!!  -  ACHTUNG!!!  -  ACHTUNG!!!  -  ACHTUNG!!!  -  ACHTUNG!!!

  • Der Pollen von A. artemisiifolia ist besonders stark allergieauslösend!
  • Bei vielen Menschen tritt Heuschnupfen auf.
  • Ambrosia-Allergiker entwickeln in einem besonders hohen Anteil Asthma.
  • Auch sonst nicht zu Allergien neigende Personen sind gefährdet.
  • Schon geringe Pollenkonzentrationen (5-10 Pollen pro cbm Luft) reichen aus, um einen allergischen Anfall auszulösen.

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Vorkommen / Verbreitung / Etablierung in Deutschland:

- Herkunft Nordamerika

- In Deutschland erster Fund 1863, wildwachsend, z.Zt. auf 420 Standorten kartographisch erfasst

- Gilt bisher jedoch nicht als dauerhaft etabliert

- Zu finden an geschotterten Straßen, in Siedlungen, gelegentlich größere Bestände auf Äckern

- Unbeabsichtigtes Ausbringen der Samen durch Vogelfutter oder durch Getreideverladungen in Häfen

Verfahrensweise bei Feststellung von / Verdacht auf Ambrosiapflanzen:
- Pflanzen mit Handschuhen ausreißen und verbrennen oder in Plastiksäcken in den Hausmüll geben

- Zeigen die Pflanzen noch keine Blütenstände, ist ein tiefes Vergraben möglich

- Im nächsten Jahr auf Wiederaustrieb kontrollieren und  frühzeitig beseitigen

- Zum Schutz vor gesundheitlicher Beeinträchtigung bei Kontakt mit blühenden Pflanzen ist ein Mundschutz zu empfehlen

- Zur Vermeidung von Hautirritationen sollten Schutzhandschuhe getragen werden

- Allergiker sollten diese Arbeiten nicht ausführen!

- Im Zweifelsfall sind fragliche Pflanzen vorrangig zu vernichten!

- Nach zweifelsfreier Feststellung bitte den Fundort in den zentralen Web-Atlas für Schadorganismen, WATSON, eintragen.  (zu WATSON)

In dringlichen Fällen kann eine Artbestimmung nach Absprache mit der Abteilung Pflanzenschutz des LALLF erfolgen.
Eine Untersuchung von Ambrosiasamen ist gegebenenfalls durch die LUFA in Rostock möglich.

Pflanzen sind zu diesem Zweck ausschließlich in verschlossenen Plastiktüten oder Müllsäcken anzuliefern.

Schadwirkung:
- Hartnäckiges Unkraut in Hackfrüchten
- Hohe Vermehrungsrate durch Samen (bis zu  60.000 Samen / Pflanze);  in betroffenen Ländern hohe Bekämpfungskosten
- Die besondere gesundheitliche Gefährdung  besteht im hohen allergenen Potential der Pollen (6 Mio. Pollen / Pflanze) und in
  der Verlängerung der für Allergiker bedenklichen Pollenflugzeit bis in den Oktober hinein.

Haupteinschleppungswege:
- Kontaminiertes Vogelfutter, Verunreinigung von Futtermitteln und Getreide

Bekämpfungsmöglichkeiten:
- Weitere Ausbreitung der Pflanze durch Öffentlichkeitsarbeit stoppen
- Futtermittel- und Saatgutreinigung
- Verhinderung der Samenproduktion (Lebensdauer bis 40 Jahre im Boden!) durch  mechanische Bekämpfung
- Auf kleineren Flächen Pflanzen ausreißen; größere Bestände abmähen; Kombination mit Herbizideinsatz


WAS IST BEI FUNDEN ODER VERDACHT ZU TUN?

UMGEHENDE MELDUNG AN DEN PFLANZENSCHUTZDIENST: Dr. Hofhansel 0381-4035 439

 Weitere Informationen hier

Intensivierung von Verpackungsholzkontrollen für bestimmte Warenimporte aus China, ab 1. April 2013

Durch den weltweiten Handel von Waren wird die Verschleppung von Schadorganismen begünstigt, dies geschieht entweder mit der Ware selbst oder mit der Verpackung. Die Gefahr der Verbringung von Schadorganismen mit Waren oder deren Verpackung ist bei bestimmten Warengruppen aus China besonders hoch.

Mit dem Durchführungsbeschluss 2013/92/EU zuletzt geändert durch den Durchführungsbeschluss (EU) 2017/728 der Kommission vom 20. April 2017 hat die Europäische Union festgelegt, dass bestimmte Importwaren aus China, welche mit Holz verpackt sind, ab dem 1. April 2013 intensiv untersucht werden müssen. Es wurde festgelegt, dass die Waren mit den folgenden KN-Code Nummern 2514 00 00, 2515, 2516, 6801 00 00, 6802, 6803 00, 6907 und 7210 ab dem 1. April 2013 näher untersucht werden müssen. Die Untersuchungen können entweder an der Einlassstelle (z.B. Antwerpen, Rotterdam, Hamburg, Bremerhafen) oder an einem registrierten Bestimmungsort im Landesinneren erfolgen.mehr

                                                                                                   

Herausgeber:Pflanzenschutzdienst des LALLF M-V
Verfasser: Dr. Armin Hofhansel 
Adresse:Graf-Lippe-Str. 1, 18059 Rostock
Telefon:0381-4035439
E-Mail:armin.hofhansel@...

 

 

 

 

 

 



zuletzt geändert am: 28.09.2017